Mittwoch, 19. August 2015

Konzerte: Neon Fields Festival | 14. + 15.08.2015 | Mersmühle/Haren

So, das war es also, das "Neon Fields" 2015!!! Vor ein paar Monaten für viele relativ überraschend und mit wenig Infos in der Öffentlichkeit aufgetaucht (vor allem publikumswirksam auf Facebook), kristallisierte sich erst nach und nach heraus, dass mit dem "Neon Fields" ein neues Open-Air-Festival ("Rüt'n'Rock" findet ja nur noch indoor statt) in Haren an den Start gehen würde. Neu vor allen Dingen auch, weil der Ansatz ein bisschen anders sein sollte als bei anderen Festivals.

Irgendwie alternativer, familiärer, künstlerfokussierter... Da ich in der glücklichen Situation war ein paar der Organisatoren zu kennen, bekam man ja so einiges im Vorfeld mit, auch wenn man nicht direkt involviert war. Und je mehr da an Infos durchsickerten, desto mehr hat mich das alles auch überzeugt. Auch wenn der Runninggag in unserer Kommunikation eigentlich direkt von Anfang an war: "Ist bestimmt alles nicht deine Musik, aber..." Haha!


Abgesehen von dem Line-Up (ich kannte wirklich keine Band) sind Festivals eigentlich auch nicht mehr so mein Ding. Da könnte ich jetzt locker 'n ganzen Aufsatz drüber schreiben, aber lass es mal. Grob umrissen geht es bei meiner Abneigung halt um bestimmte Größenordnungen, ab denen Festivals eben zu Wertschöpfungsmechanismen werden. Wo es nicht um die Musik an sich geht sondern nach einem gewissen Konsens Bands gebucht werden "die Leute ziehen". Und wo ab bestimmten zu erwartenden Zuschauerzahlen klar ist, dass da auch ein guter Anteil Vollhonks dabei ist. Die "Ballermanntouristen" der Festivalsaison. Die dann bei einem 60-Band-Billing drei Tage lang saufend, kotzend und kopulierend auf dem Zeltplatz sitzen, sich keinen einzigen Auftritt angucken und die Zeltnachbarn jeden Morgen gnadenlos mit schlechtem Kirmestekkno und Helene Fischer (oder schlimmerem) aus ihrem getuneten Golf GTI beschallen.

Na ja, für die Klientel wurden ja jetzt anscheinend die momentan so angesagten "Holi Festivals" erfunden, da wollen wir mal hoffen dass sich die Spreu hier wieder vom Weizen trennt. Das "Neon Fields Festival" schien von vornherein eh nicht mit dieser Besucherklientel zu kalkulieren, daher freute ich mich auf zwei entspannte Tage unter Menschen die ein gutes Festivalprogramm und die auftretenden Künstler auch zu schätzen wissen.

Der 14. und 15. August waren also die großen Tage ... aber dann das ... Gewittersturmwarnungen!!! Die für den Samstag angesetzte Konkurrenzveranstaltung "Holi" in Meppen zog bereits den Stecker und verlegte den Termin. In Haren war das kaum möglich, da der ganze Aufbau bereits stand und die Bands/Künstler fest gebucht waren. Also Augen zu und durch ... und das Gewitter kam dann nicht! Schwein gehabt.

Während z. B. in Lingen am Freitag und in Meppen am Samstag Land unter war, blieb die Harener Mersmühle verschont. Nur etwas leicht zu ertragender Regen, aber kein echtes Gewitter, denn das ist wohl der Haken an der ansonsten großartigen Mersmühlenlokalität. Dort stehen rundum hohe Bäume und bei Blitzschlägen ist das bekanntlich nicht so geil...

Soviel schon mal vorweg, was das Wetter betraf. Was mich persönlich angeht, betrat ich den Platz am Freitag gegen 18:30 Uhr zum ersten Mal bei schönstem Sommerwetter gemeinsam mit meiner exquisiten Reisegruppe. Von den GIANT ROOKS (www.facebook.com/giantrooks) hörten wir leider nur noch die letzten Akkorde, aber alle von uns haben sich direkt in den Platz verliebt.

Wunderschönes Ambiente, toll aufgemacht mit massig selbtgebastelten Möbeln und allem Pipapo. Da störte auch nicht die leicht übereifrige Security die Deosprays einsackte. Ich war jetzt nicht betroffen, ich riech ja fast immer gut ... aber eine Freundin hat sich dann demonstrativ noch mal biszumgehtnichtmehr eingedieselt, da merkten die dann glaub ich auch, dass es 'n bisschen übertrieben war, haha... Ansonsten aber immer nette und unauffällige Securities, wie es sein soll - von daher no offense.

Neon Fields 2015: Geiles Festivalgelände, wunderprächtig! :)
Auf dem Platz lief man natürlich direkt in die ersten Bekannten rein. Das Bier war bei dem warmen Wetter auf perfekte Trinktemperatur gekühlt und einige Auswärtige schienen sich an der Theke bei den relativ günstigen Getränkepreisen ohnehin wie im Paradies zu fühlen, haha... Einzig und allein die rätselhafte Pfandregelung mit den rosa Plastikmarken verwirrte mich zutiefst. Trotz mehrerer geduldiger Erklärungsversuche netter Thekenfrauen hab ich das bis zum Ende nicht ganz geschnallt. Na ja egal, manchmal bin ich halt ein bisschen dumm (vor allen Dingen wenn ich trinke), haha...

Während wir so den Platz erkundeten und uns an jeder zweiten Ecke festlaberten spielten BERGFILM (www.facebook.com/Bergfilm) eher so studentische sphärische Indiemucke. File under: "Nicht so ganz meine Musik, aber okay", haha... Außerdem hatte ich so die Zeit schon mal nach den Dingen zu gucken, die am wichtigsten sind bei Konzertberichten: Outfits!!! Da fiel mir allerdings nix weiter auf. Keiner musste irgendwie den tollen Max mit irgendwelchen total irre abgefahrenen Kostümen machen, wie das heutzutage bei Wackenhurricanedeichbrandwhatever ja nur noch nervt.

Die einzigen Kostüme trugen die Leute von der "Kirmes der Kuriositäten", aber die durften das natürlich auch, hehe... Ansonsten hatten 85-95 % der Mädels vor Ort mit Sicherheit die Coachella-Neo-Hippie-Look Seiten aus der letzten "Glamour" intensiv studiert ... aber gut, das ist ja kein Verbrechen. Ich sah auch ziemlich gut aus, auch wenn ich jetzt grad gar nicht mehr weiß, was ich Freitag anhatte, haha... Hatte auf jeden Fall leider meine Hotpants zuhause vergessen, so'n Ärger aber auch...

Danach folgte auf der Bühne mit TOWN OF SAINTS (www.facebook.com/townofsaints) die für mich beste Freitagsband. Folkiger Indierock, das war ganz gut. Danach spielten noch OCCUPANTHER (www.facebook.com/yesoccupanther), SAY YES DOG (www.facebook.com/sayyesdog) und HVOB (www.facebook.com/HVOBMUSIC), die für mich jetzt aber entweder nicht sonderlich interessant waren oder die ich aufgrund anderer Tätigkeiten (z. B. gepflegte Alkoholverkostung und Schläijfgaleriebesichtigung im "Papperla Pub" unter der Mühle) verpasst hatte. Na ja, ist ja manchmal so. Ihr wisst ja: "Ist bestimmt alles nicht deine Musik, aber..." ;) Ich hatte jedenfalls meinen Spaß, auch wenn ich den Fokus ab ca. 23 Uhr nicht mehr so auf die Livemusik legte...


Für eine Premierenveranstaltung lief der Freitag aus Besuchersicht auch erstaunlich chillig. Mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass da was merklich in die Hose gegangen wäre. Klar, dem Zeitplan hinkte man schon nach der zweiten Band etwas hinterher. Pausenmusik wäre auch ganz geil gewesen. Und der Strom fiel teilweise auch mal in ein paar Bereichen aus. Aber nur Kleinigkeiten, das gehört ja irgendwie fast dazu, haha...

Speziell was den Stromausfall anging vielleicht eine kleine Begebenheit: Dummerweise fiel ausgerechnet das Licht an der Theke aus als es schon dunkel war. Problematisch, da unter den Umständen natürlich nicht schnell bedient werden konnte, man sah die Hand ja kaum vor Augen. Aber auch in der Situation waren alle Leute total freundlich zueinander, es gab keine Pöbeleien, alles gut. Symptomatisch für das gesamte gute Festivalfeeling beim "Neon Fields"! Da essen dann auch schon mal zugedröhnte Hippiemädels ungefragt mit aus deinem Pommeskübel, aber hey, alles easy, haha...

Wir waren am Freitag jedenfalls relativ zeitig vom Festivalgelände verschwunden, aber das hatte auch einen Grund: Ich musste samstags früh raus, da ich einen der angebotenen Workshops mitmachen wollte! Da kommen wir dann auch wieder zur Grundausrichtung des Festivals. Neben Bühnenmusik, Speis und Trank, Campingmöglichkeiten sowie atmosphärisch schön ausgestatteter Location gab's auch noch mehr "Drumherum". Um genau zu sein die schon erwähnte "Kirmes der Kuriositäten" und Workshops und diverse Angebote am Samstagvormittag. Alles ziemlich angelehnt an Festivals wie z. B. das "Appletree Garden", das wohl auch lockerer Kooperationspartner vom "Neon Fields" ist.

Da bin ich jetzt mal ganz ehrlich: Wäre ich an der Orga beteiligt gewesen hätte ich im Vorfeld meine Zweifel gehabt, ob sowas Sinn macht. Makramee-Knüpftechniken, T-Shirts batiken ... na jaaaa ... Mit DIY-Siebdruck war dann aber sogar für mich eine interessante Sache dabei und ich bin einfach hingefahren und hab's mir angeguckt. Was sich im Endeffekt als echt cool erwies! Richtig was gelernt und trotz leichter Verkaterung schon ordentlich Spaß gehabt am Samstagvormittag! Und speziell beim Siebdrucken haben auch 'ne ganze Menge Leute mitgemacht, gute Sache das!

Irgendwie symptomatisch, dass just da gerade der erste emsländische Bauern-Hater-Kommentar auf Facebook auftauchte, über den alle auf dem Platz aber nur herzlich schmunzeln konnten. Offensichtlich ein oben schon erwähnter "Festival-Ballermanntourist" in full effect, haha...

Der juvenile Bauernpöbel meldete sich zu Wort und sorgte für Erheiterung. Äußerte sich hellseherisch schon vor Durchführung der Workshops in Vergangenheitsform dazu, dass die niemanden interessierten (Irrtum mein Freund). Aus der wirren "Argumentationsführung" interpretiere ich mal, dass der Dude ein steilgeiler Homie ist der noch nicht viel mehr "mitgemacht" hat als "Umsonst & Draußen" Festivals und gerne alles gratis in den Allerwertesten geblasen bekommt. Viel Spaß jedenfalls, wenn du beim nächsten "Holi-Festival" deinen Fremdalkohol mit auf's Gelände nehmen willst du Opfer! :D

Irgendwie hatte jeder schon damit gerechnet, dass der gemeine "Sauf-Emsländer" ggf. nicht ganz auf das Konzept klarkommt, aber dieser geistige Tiefflieger blieb irgendwie der einzige der sich negativ äußerte (und dabei auch noch ziemlich lächerlich machte, zumal das auch noch nach ziemlich plumpem Störfeuer aus einer anderen Richtung roch). Selbst die beiden sturzbetrunkenen Saufeulen die mir mittags aus der Harener "Emma" Bimmelbahn vor die Füße fielen freuten sich des Lebens und hatten nix zu meckern. Haben mir sogar ein Bier geschenkt und versucht sich gegenseitig mit einem Pottlot zu tätowieren, so muss dat: Good vibrations! :)

Stichwort Bimmelbahn: Den Lokführer küre ich mal zum coolsten Typen des Festivals. Beste Ansagerstimme der Nordhalbkugel! Auch wenn er letztendlich gar nicht sooo oft zum Harener Freibad (da war der Yoga-Workshop) fuhr, so dass einige Leutchen den Weg zu Fuß gehen mussten. War jetzt aber auch keiner ernsthaft sauer wegen, glaub ich...

Insgesamt erwiesen sich die Workshops jedenfalls als coole Sache um die Camper schon mal entspannt in den Tag zu bringen. Ich kriegte dann sogar noch die "große Führung" übers gesamte Festivalgelände und kann bestätigen, dass auch der Backstagebereich sehr schick war. Leider hatte die Theke um 11 Uhr noch nicht auf, sonst hätte ich mir glatt schon einen gebrannt... Aber ansonsten schwirrten da auch ständig Leute vom Team rum die einem ständig was zu essen und zu trinken angeboten haben. Also ganz zauberhafte Menschen, danke für alles. :)

Nach dem Workshop schnappte ich mir meinen eigenhändig besiebdruckten Turnbeutel, machte noch mal kurz Boxenstopp at home, sammelte die Reisegruppe wieder ein und so um 16:30 Uhr waren wir dann wieder vor Ort (am Eingang noch 'n Hubi von der Pante-Mafia bekommen), da spielten gerade JOCO (www.facebook.com/jocomusic). MR. BUKIT (www.facebook.com/mr.bukit) hatten wir da leider schon verpasst, die waren neulich beim "Haren rockt!" ganz cool (siehe HIER).

Und wenn ich bei einem 2-Tages-Line-Up mit 14 Bands dann auch noch einen Volltreffer dabei habe, dann hat sich's von musikalischer Warte aus für mich schon mehr als gelohnt. Dieser Volltreffer waren dann ST. TROPEZ (www.facebook.com/iwannaliveinst.tropez) aus ... nee, nicht Frankreich, sondern Amsterdam! Locker wuppender Garage(punk)rock, lässig aus der Hüfte gerotzt ähnlich eingängig und tanzbar wie FIDLAR. Saucool. Ich hab aber erst später erfahren, dass das wohl fast die gesamte Besetzung von GO BACK TO THE ZOO war, haha... Na ja, steckste nicht drin im Indie-Showgeschäft...


Schade nur, dass gegen Ende des Sets von ST. TROPEZ dann doch der erste Regen einsetzte. War aber egal! Der Regen sollte bis abends dann auch immer wieder noch mal auftreten, aber ich empfand den nicht als großartig störend. Angesichts der Gewitterwarnungen war das alles das total akzeptable "kleinere Übel". Es war warm und man konnte die ganze Zeit noch in Sommerklamotten rumlaufen. Und mein Hawaiihemd ist sowieso regenabweisend, haha...

Wundert euch übrigens nicht, dass ich ab hier nicht so viel zu den Bands sage. Wie gesagt nicht alles 100prozentig meine Baustelle, da will ich mal nicht irgendwelche unqualifizierten Urteile abgeben, haha. Es spielten noch STILL PARADE (www.facebook.com/stillparade), LEYYA (www.facebook.com/Leyya.Music), XUL ZOLAR (www.facebook.com/xulzolar), RANGLEKLODS (die sehr gut waren: www.facebook.com/rangleklods) und COMA (www.facebook.com/comacologne).

Nebenbei bemerkt war ich auch dabei einen Platzrekord im Biertrinken aufzustellen, was auch ganz gut klappte. Der weibliche Rest der Reisetruppe probierte ähnliches am Cocktailstand. Na ja, den Rest kann man sich ja denken. Die schon angesprochenen Deo-Dame kämpfte z. B. bei der "Kirmes der Kuriositäten" (die übrigens sehr witzig aufgezogen war, mit "umgekehrten" Spielen und "Schaustellern" die ordentlich Budenzauber machten) wie besessen um eine Packung Wäscheklammern und wir sind später mit ca. einem halben Dutzend Zollstöcken in den Taschen im Rockpalast aufgeschlagen, haha... Der Superman von der Kirmes war sogar mal neben mir pissen, na zum Glück waren die Klosteine nicht aus Kryptonit...

Ein Junggesellinnenabschied rannte da auch noch rum und mit meinem Kumpel Stefan Honig (Impersonator) machten wir noch lustiges Prominentenraten. Jeder hatte 'n paar Fans an der Hand, ein nerviger Typ wollte gar nicht mehr weggehen, haha... Als ich dann später auf Havanna-Club-Cola umstieg bekam ich gerade meinen zweiten Frühling, aber da musste der Rest der Truppe allmählich die Segel streichen und nach Hause. Die letzte Band hab ich daher gar nicht mehr mitbekommen, ebensowenig die Aftershowparty. Mea culpa!

Fazit:
Persönlich hatte ich zwei wunderbare Tage auf dem Festival, genauso wie der Rest unserer Reisetruppe. Viel getrunken, viel gelacht, viele nette Leute getroffen. Wunderbar!

Zur Organisation: Alles war mit viel Herzblut gemacht, das hat man wirklich gemerkt. Und das Konzept einen fürs Emsland eher außergewöhnlichen Ansatz zu wählen ging nach meinem Empfinden auch auf.

Zur Musik: Angesichts des schon angesprochenen Runninggags ("Ist bestimmt alles nicht deine Musik, aber...") zwischen den Veranstaltern und mir hab ich es wie immer gemacht wenn ich tatsächlich keine der Bands kenne: Einfach hingehen, vorher nichts im Internet anhören, sondern einfach wirken lassen. Wenn's dann tatsächlich nichts für mich ist, dann ist das halt so. Aber selbst dann gab es ja noch genügend Möglichkeiten auf dem Festivalgelände andere Sachen zu machen (z. B. Bierchen trinken oder mit den fünf Dutzend Bekannten reden, die da an jeder Ecke standen). Aber ich fand auf dem "Neon Fields" keine Band schlecht oder gar scheiße! Manches vielleicht nicht mein Ding, anderes aber oft gut und erfrischend. Leider hatte ich das Gefühl, dass einige eher "rockorientierte" Bekannte sich im Vorfeld doch etwas vom Wort "Elektro" in den Ankündigungen abgeschreckt fühlten. Ihr habt was verpasst Leute! Aber Respekt vor so viel Konsequenz an die Organisatoren komplett eher unbekannte bzw. "Insider-Bands" zu buchen, statt die üblichen ein oder zwei "Sicherheits-Headliner" zu holen.

Insgesamt also eine absolut gelungene Premiere. Ich hoffe auf einen ähnlich coolen Teil 2 im nächsten Jahr. Diesmal war es zwar nicht ausverkauft aber am Ende immer gut gefüllt. Und es waren viele Auswärtige da (u. a. Bremen, Köln, Hamburg, Lübeck hab ich mitbekommen) die den guten "Neon-Fields-Vibe" sicherlich weiterempfehlen werden. Wenn dann noch ein paar gute Emsländer die Scheuklappen ablegen und nächstes Jahr geilster Sonnenschein herrscht wird's sicherlich noch geiler als es diesmal ohnehin schon war. Wäre vielleicht zu überlegen ob man das Ganze dann nicht am gleichen Wochenende macht wie das Stemwede-Open-Air, aber gut ... in den Sommermonaten is halt immer irgendwo irgendwas.

Neon Fields: Daumen hoch! Mir hat's allerbestens gefallen! Macht weiter so! :)

So geht's weiter in den nächsten Wochen ... geht mehr auf Konzerte!!! (wer weitere Konzerttipps hat => gerne per Mail - kein Bullshit!):
  • 28. bis 29.08.2015: Kleinstadtfest Meppen: Facebook-Event
  • 30.08.2015: Fest der Kulturen - VHS Parkplatz, Meppen
  • 18./19.09.2015: Rock am Pferdemarkt - Lingen: Facebook-Eventpage
  • 26.09.2015: Adrien Son * Rocksport - Jugendzentrum "Jam", Meppen: Facebook-Event
  • 10.10.2015: Rob Moir + Support - Jugendzentrum "Jam", Meppen
  • 16.10.2015: Read ’Em All - die METAL-Lesung - Jugendzentrum "Jam", Meppen: Facebook-Event
  • 25.10.2015: I Saw Daylight, My Defens, Mobina Galore - Jugendzentrum "Jam", Meppen
  • 04.03.2016: Kleinstadt-Comedy Vol. 2 - Windthorst-Theater, Meppen

Dienstag, 4. August 2015

Konzerte: Zeki Min + Franz Nicolay | GIORGIO MURDERER + BUCK BILOXI AND THE FUCKS | 30.07. + 01.08.2015 | Meppen/Oberhausen

Kleinstadt ist ja schon was witziges - man meint jeder kennt jeden, aber irgendwie scheinen ja selbst hier "verschiedene Welten" nebeneinander her zu existieren. Auch in Bereichen in denen man eigentlich damit rechnet, dass es gewisse Schnittmengen geben müsste. In eine dieser "Parallelwelten" tauchte ich am Donnerstag, den 30. Juli 2015, ein: Das "Kulturzentrum Koppelschleuse"!!!


Im "Café Koppelschleuse" war ein Singer/Songwriter-Konzert mit Zeki Min und Franz Nicolay angesetzt und ich dachte mir: "Noch nie was von den beiden Typen gehört, aber warum nicht mal an 'nem lauen Donnerstagssommerabend hingehen..." Gesagt getan, und wenn ich hier übrigens Sachen wie "Parallelwelt" schreibe ist das auch gar nicht bös gemeint. Nur kannte ich da vor Ort tatsächlich kaum jemanden. Klar, so vereinzelte Gesichter hatte man auch schon mal im "Jam" gesehen, aber generell war das doch eine komplett andere (und auch weitaus ältere) Publikumsstruktur als bei den lokalen Konzerten auf denen ich mich sonst so rumtreibe (sprich: "Jam" und z. B. Rockpalast etc...).

Zum Glück war ich aber mit den beiden großen P's unterwegs (Peter und Poggi) und wir konnten die Situation gemeinsam durchanalysieren. Erste Erkenntnis: Mit 9,- Euro lag der Eintritt über den üblichen Jugendzentrumspreisen. Mich störte das jetzt nicht, aber ein mir gut bekannter Schmarotzerstudent blieb aus Geldmangel lieber zuhause. Der Laden war trotzdem voll, ich würde mal sagen ausverkauft oder ganz nah dran.

Zweite Erkenntnis: Es geht pünktlich los! Wenn 20 Uhr als Startzeit angegeben ist, startet das Konzert auch ziemlich genau dann! Wir waren natürlich recht spät dran und lümmelten auch erst noch vor der Tür rum, was uns auch gleich zur dritten Erkenntnis führt: Sitzkonzert! Und da wir uns so spät reinbequemten saßen wir natürlich beinahe hinten letzte Reihe und durften uns einige wirklich prächtige Meppener Hinterköpfe ansehen, haha... Deswegen auch keine Videos! Vorteil: Wir saßen sehr nah an der Theke, so dass man auch mal Bier holen konnte ohne den ganzen Laden in Aufruhr zu versetzen... Also eigentlich alles richtig gemacht!

Der Publikumseindruck war also schon mal ganz amüsant. Um das Klischee auf die Spitze zu treiben: Einmal lief an uns wirklich ein weißhaariger Typ Marke Studienrat vorbei, mit Birkenstock an den Füßen und darin trug er natürlich Socken! Shocking!!! Und wenn irgendwo im Raum gequatscht wurde reckten sich selbstverständlich die Hälse und es gab strenge Blicke, haha...

Letzte-Reihe-View: Zeki Min fängt an, danach musste ich mich setzen (sonst strenge verurteilende Blicke)...
Was die Musiker anging fing Zeki Min (www.facebook.com/minizek) aus Bremen an. Ein ganz ulkiges Bürschchen: Sah aus wie einer dieser Hipster-Neo-Hippies, arbeitet anscheinend als Lehrer, ist Sohn eines Türken und einer Asiatin, hatte mal einen Kumpel Christian, dessen Mutter offensichtlich eine ziemliche Rabenmutter war (hat Christian und ihn an dänischen Spielotheken ausgesetzt und in Polizeigewahrsam übernachten lassen) und Geburtstag hatte er glaube ich auch noch am Konzerttag.

Warum ich so viel über den weiß? Na ja, nehmen wir mal an Zeki Min hatte circa 45 Minuten Spielzeit, davon hat er gefühlt bestimmt 30 Minuten gelabert, haha... Wie ein Wasserfall! Aber sympathisch! Nur ... auf 'ner Party möchte ich den nicht unbedingt neben mir stehen haben, haha... Da hat man dann bestimmt die berühmte Frikadelle am Ohr... Die Mucke fiel dann auch so mit, Englisch hat er gesungen, das übliche Emo-Akustik-Befindlichkeitsding halt...

Während bei mir und den beiden großen P's das Pils allmählich schon ganz gut anschlug (merkt man ja irgendwie immer mehr wenn man sitzt, anstatt das im Moshpit auszuschwitzen oder so) betrat dann Franz Nicolay (www.facebook.com/franznicolay) aus New York die Bühne und sah aus der letzten Reihe irgendwie aus wie ein kleiner Ringo-Starr-Doppelgänger. Kann aber auch nur mein subjektiver bierbenebelter Eindruck gewesen sein, hehe...

Ich hatte mir bis jetzt immer noch nicht zusammengereimt wo der Franz Nicolay schon so alles mitgemacht hatte, irgendwas war da im Gerede von AGAINST ME, WORLD/INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY und THE HOLD STEADY. Also solider Background im Bereich Indie/Alternative/Punkrock und musikalisch hob der gute Franz das Level auch noch mal an. Meist mit Gitarre - gelegentlich auch mit Banjo - spielte er folkige Storyteller-Mucke, immer garniert mit sympathischen Ansagen (allerdings nicht so ausgiebig quatschend wie Zeki Min). Keine Ahnung wie lange Franz Nicolay letztendlich gespielt hat, aber es war ganz angenehm. Guter Musiker halt, alter Hase, da kann ja nicht viel schief gehen...

Wobei ich mich des Eindrucks allerdings nicht erwehren kann, dass diese ganze folkig angehauchte Emo-Befindlichkeits-Akustikschiene sich mittlerweile immer mehr von den Punkrock-/Hardcore-Roots löst und voll auf das spießige Bildungsbürgertum zusteuert. Und dort auch mit offenen Armen empfangen wird... Muss jeder für sich selbst entscheiden ob das so cool ist... Im Grunde genommen sind das ja die Werte gegen die man sich früher mal aufgelehnt hat... Na ja, so lange für den ein oder anderen noch 'n paar mehr Euros übrig bleiben als im AJZ Stinkdrüse und man statt auf'm Fußboden vom Veranstalter im warmen Hotelbettchen schlafen kann - your choice! Für mich ist das dann irgendwann halt nicht mehr wirklich relevant...

Aber ich war ja sowieso total unreflektiert am Bier trinken und setzte das nach Konzertende auch noch bei dem eingangs erwähnten Schmarotzerstudenten zuhause fort, den ich zu diesem Zweck aufsuchte. Voll Punk und so, haha! Auch da ging's aber noch um Meppener Parallelwelten, z. B. die allseits bekannten Videos vom "Kamp Springbreak" etc. Oh man, die absolute Härte, haha! (Video natürlich NICHT von mir, keine Haftung und so, ding ding ding...)


Über den Rest des Abends breiten wir aber mal den Mantel des Schweigens, weil man wohl dabei gewesen sein muss um das witzig zu finden (Schwester und Katze wirkten jedenfalls schon mittelschwer irritiert von uns), haha...

Am Freitag war ich dann 'n bisschen schweinegrippig und am Samstagmorgen wäre ich fast von einem gefühlt ca. 500 kg schweren Tresor erschlagen worden (fragt mich nicht wie es dazu kam, aber die Geschichte stimmt wirklich). Nach soviel Todesangst und donnerstäglichem Kulturüberschuss stand mir der Sinn verständlicherweise nach so richtig primitiver Abendbeschäftigung. Also - nicht lange gefackelt, BUCK BILOXI AND THE FUCKS waren auf Europatour und würden an dem Abend in Oberhausen spielen, also hin da!

In Oberhausen sind wir auch mal direkt geblitzt worden, aber was tut man nicht alles um solchen verschuldeten und strukturschwachen Ruhrpott-Großstädten auf die Beine zu helfen. Vor Ort angekommen erstmal großes Hallo mit einer Handvoll Oberhausener Bekannter, hitzebedingt in Rekordzeit ein paar Biere weggepumpt und dann fing auch so langsam die erste Band an.


GIORGIO MURDERER (Giorgio-Murderer-Facebookpage) kennt bestimmt keine Sau in Minus Rockcity Meppen, aber egal... Das waren drei Ami-Dudes an Gitarre/Bass/Drums und ein Mädel am Synthesizer. Der Gitarrist war so hässlich, dass er sich freiwillig so eine MENTORS-Maske aufhatte. Und nebenbei bemerkt hatte der auch einen MENTORS-Rückenaufnäher, also ging der Underground-Rock'n'Roll-Award schon mal an ihn. Muckemäßig war es wie schon erwähnt primitivster US-Garagenpunk im SPITS-Style, inklusive Chaos (Gitarrensaite reißt im ersten Song), Krach und Lazerlords. So muss dat!

Danach dann BUCK BILOXI AND THE FUCKS (www.facebook.com/buckbiloxi) die als Trio unterwegs waren und sich - oh Wunder - komplett aus der GIORGIO MURDERER Besetzung rekrutierten, minus dem hässlichen Typen. Das nenn ich mal ökonomisches Arbeiten! Musikalisch hörten die sich auch genauso geil an wie ihr Bandname, nämlich als hätte man GG Allin und die RAMONES auf einer Überdosis Acid in einer Mülltonne den Berg runtergerollt. Geil! Oder halt wie GIORGIO MURDERER nur ohne Synthie, haha... Wenige Songs überschritten die 90-Sekunden-Grenze, in der Zugabe wurde wüstester Krach mit Instrumentenwechseln fabriziert. Wie ich oben schon sagte: So muss dat!!!


Womit eigentlich ein guter Konzertabend umschrieben wäre... Das Kuriose war aber eigentlich der Laden. In Oberhausen fahren wir ja meist nur zum "Druckluft", das kennt man ja... Diesmal war die Lokalität aber ein Stadtviertelgemeinschaftshaus in Ripse (wie ich an dem Abend erfuhr wohl der älteste Stadtteil Oberhausens), wo halt alles weniger nach Konzertkaschemme aussah und z. B. auch ein schmieriger Sozialarbeiter rumlief. Aber von den Besuchern war es halt das absolute Kuriositätenkabinett, z. B. ein barfuß umhertorkelnder zahnloser Althippie mit Wodkaflasche im Arm, entrückt tanzende adipöse Endfünfzigerinnen, Thekenpersonal die selbst ihre besten Kunden waren und gekifft wurde da, dass einem ganz schwindlig wurde ... also so richtig herrlich! :D Ich hab jedenfalls viele neue Freundschaften geschlossen, haha.

Sympathische Menschen waren auch die Bandmitglieder, denn die hatten mir per Punkerpost noch Schallplatten aus Karlsruhe mitgebracht. Davon abgesehen konnten sie auch einiges am Glas und setzten sich auf der Veranda des Ladens auch intensiv mit grüner Botanik auseinander, so dass mir bei der Abreise ganz wunderlich war. Ist mir auch bis heute ein Rätsel, dass ich dem hässlichen Gitarristen (Andy hieß er) bei meiner Top-Form nicht seine Maske abschwatzen konnte. Ich hab's versucht ... also, falls jemand noch ein Geschenk für mich such: So eine Maske hätte ich gern! Ist ja bald wieder Weihnachten...

Da Oberhausen-Meppen dank A31 ja nicht mehr als 'n Katzensprung ist schlugen wir später auch noch im Rockpalast auf, wo ich dann aber irgendwie auch restlos neben mir stand. Kann mich nur noch daran erinnern mit einem Mann in Holzschuhen geredet und den schönsten alkoholbedingten Silberblick der letzten fünf Jahre gesehen zu haben. Danke dafür! :)

So geht's weiter in den nächsten Wochen ... geht mehr auf Konzerte!!! (wer weitere Konzerttipps hat => gerne per Mail - kein Bullshit!):
  • 07.08.2015: Blues- und Jazznacht, Meppen
  • 14. bis 15.08.2015: Neon Fields Festival - Haren: Facebook-Festivalpage
  • 28. bis 29.08.2015: Kleinstadtfest Meppen: Facebook-Event
  • 30.08.2015: Fest der Kulturen - VHS Parkplatz, Meppen
  • 10.10.2015: Rob Moir + Support - Jugendzentrum "Jam", Meppen
  • 16.10.2015: Read ’Em All - die METAL-Lesung - Jugendzentrum "Jam", Meppen: Facebook-Event
  • 25.10.2015: I Saw Daylight, My Defens, Mobina Galore - Jugendzentrum "Jam", Meppen
  • 04.03.2016: Kleinstadt-Comedy Vol. 2 - Windthorst-Theater, Meppen

Dienstag, 14. Juli 2015

Konzerte: "Redefluss" Poetry-Slam am Püntker's Patt - 11. Juli 2015 (inkl. SEMO und ELEKTRO STROTHMANN)

Der Meppener "Redefluss" Poetry-Slam am Püntker's Patt ging am Samstag, 11. Juli, in die vierte Runde. Dass das Event mittlerweile fest etabliert ist hat wohl auch der Wettergott mitbekommen, denn der Tag war ja mal mit so einem absolut geilen Sommerwetter ausgestattet, dass es eine wahre Freude war. Ich war auf jeden Fall schon ziemlich schweißgebadet als ich nach 15-Minuten-Fußweg ankam, haha...


Da man einen solchen "Open-Air-Abend" auf verschiedene Weise verbringen kann, gibt's diesmal von mir die kurzgefasste "Larifari-Variante" ... sprich: viel gesabbelt, gechillt, wenig aufgepasst, einfach nur laufen lassen. :)

Vor Ort angekommen hatte die Minus-Rockcity-Reisegruppe direkt 'n paar Slammer verpasst, aber gar nicht mal so viele wie bei vorangegangen Veranstaltungen. SEMO (das Akustik-Soloding von Sebastian Molleker von A PLACE TO FALL: www.facebook.com/semomusic7) war gerade am Musizieren und wir scannten die Location erstmal nach Bekannten ab. Wie immer war's richtig geil anzusehen wie der Platz wieder hergerichtet war. Viele Leute bereits vor Ort, es wurde gegrillt und natürlich gab's auch günstig Getränke und Cocktails. Very nice!

Letztendlich ließen wir uns in einer ziemlich "nassen Ecke" nieder, was so viel heißen soll, als dass da ziemlich viel getrunken wurde, haha... Außerdem war ein Hund anwesend der meinen Namen trug. Cooler Typ! Da der Wauwau aber ständig irgendwelche Scheiße baute wurde auch ständig energisch sein Name gerufen, worauf ich mich immer mit angesprochen fühlte. Die Verwirrung war also groß und das schränkte meine Aufmerksamkeitsspanne noch mal zusätzlich ein... Hä, watt'n Stress!


Was mir von den Slammern in Erinnerung geblieben ist war ein okayer witziger Text über die erschreckenden Zustände für Kindergartenpraktikanten. Und ein Vortrag über Gamer, bei dem ich am Ende ein bisschen Angst vor dem Slammer selbst hatte, der sich etwas exaltiert wie ein hysterischer Sheldon Cooper kurz vorm Amoklauf gebärdete... Puh, gruselig... Der Rest der Beiträge war dann das übliche Auf und Ab zwischen Hui und Pfui, zwischen witzig und ernst, bzw. von Themen die einen persönlich eher mehr oder weniger ansprechen in verschiedenster Umsetzung. Die Rezeption ist da ja eine vollkommen subjektive Angelegenheit, da will ich hier gar nicht so viel wertende Schlaumeierei reinschmeißen.

Moderiert wurde das Ganze übrigens wieder charmant gut vom Peterle vom "Jam". Zuerst sollte ich sogar noch als "Nummerngirl" auflaufen, aber da war jemand anderes so scharf drauf, dass derjenige in Sachen Bewerbung am Vorabend im Rockpalast schon ohne Hose rumstand. Respekt, so verdient man sich so einen Posten, da geb ich so eine verantwortungsvolle Aufgabe doch gerne weiter, haha! Keine Hose, keine Probleme...

Musik gab's auch noch, nämlich von ELEKTRO STROTHMANN (Elektro-Strothmann-Facebookpage), was mitnichten eine Elektropunkkapelle oder sowas war, sondern Markus aus dem Osnabrücker Land solo mit Akustikklampfe. Der war vorher u. a. bei BOOZED (kennt ja vielleicht noch der ein oder andere) und gab mit trocken-kauzigem nordwestdeutschen Humor ganz lustige Liedchen im Funny-van-Dannen-Style zum Besten. Fand ich sehr unterhaltsam! Der Song den ich auf Video bannen konnte kommt zwar etwas banal daher (da hatte er ein paar bessere im Repertoire, u. a. über Saufen und andere wichtige Dinge des Lebens), aber von dem Teil hier hab ich seit drei Tagen einen Ohrwurm, aaaaaarrrrrggggh...


Leider konnte ich den Herrn Strothmann nachher nicht mehr zum Gespräch abfangen, da ich noch 1-2 (für mich sehr peinliche) BOOZED-Anekdoten zu klären gehabt hätte. Osterrock Lindern und so, MöMa und ich je 2,5 Promille, lang lang ist's her... Vielleicht nächstes Mal, haha...

Mittlerweile war auch ein Kanu mit drei leicht bekleideten und offensichtlich sehr betrunkenen Personen eingetroffen. Da gab es in der "nassen Ecke" also einiges aufzuholen, womit wir auch sehr fleißig waren. Dementsprechend vernebelt sich meine Erinnerung hier etwas. Der ganze Trubel endete damit, dass eine nicht näher genannte männliche Person noch mit einer Dame Klamottentausch machte und fortan in einem hübschen Sommerkleid rumlief (keine Hose, keine Probleme... aber das hatten wir ja schon weiter oben festgestellt). Conchita Grinse sozusagen... ;) Problematisch war nur, dass die Dame die Sachen später nicht zurücktauschen wollte...

Irgendwie hat sich das dann aber auch noch geklärt, glaube ich... ELEKTRO STROTHMANN spielte noch ein paar Songs, auf der Slammer-Bühne wurde eine Siegerin gekürt (ich hab aber erst zwei Tage später erfahren wer überhaupt gewonnen hat, daher gibt es einen kompetenteren Bericht HIER zu lesen) und ich hab noch den allerletzten Cocktail an der Bar geschenkt bekommen. Keine Ahnung ob damit was nicht stimmte, jedenfalls war mir danach sehr wunderlich... Kann aber auch an den vielen Vitaminen gelegen haben...

Also: Redefluss war mal wieder 'ne feine kurzweilige Sache, auch wenn ich mich persönlich diesmal eher auf's Happening als auf die konzentrierte Verfolgung der Vorträge verlegt hatte. Beim nächsten Mal werden wir dann mit dem Schiff anreisen (wenn der Sohn des Eigners nicht wieder versagt) und säckeweise Crushed-Ice dabeihaben. Und Fischbrötchen! Geil!

So geht's weiter in den nächsten Wochen ... geht mehr auf Konzerte!!! (wer weitere Konzerttipps hat => gerne per Mail - kein Bullshit!):
  • 17. bis 19.07.2015: Abifestival Lingen
  • 14. bis 15.08.2015: Neon Fields Festival - Haren: Facebook-Festivalpage
  • 28. bis 29.08.2015: Kleinstadtfest Meppen: Facebook-Event
  • 16.10.2015: Read ’Em All - die METAL-Lesung - Jugendzentrum "Jam", Meppen: Facebook-Event
  • 25.10.2015: I Saw Daylight, My Defens, Mobina Galore - Jugendzentrum "Jam", Meppen
  • 04.03.2016: Kleinstadt-Comedy Vol. 2 - Windthorst-Theater, Meppen

Donnerstag, 9. Juli 2015

Reviews: SWAMPHEAD - Alive (CD)

SWAMPHEAD – Alive
CD | LandMusik/Reich und berühmt Musikverlag | 14 Songs - 50:52
Minuten | www.swamphead.de

Halleluja, das erste SWAMPHEAD Album ist da! Der erste Satz der mir zu der Scheibe einfällt ist wohl: "Gut Ding will Weile haben..." Erste Rohmixe gab es nämlich schon 2011, auch immer wieder neue Ankündigungen zum Release, aber dass es dann noch mal vier Jahre dauert bis das Dingen tatsächlich rauskommt ... puh! Ich dachte zwischenzeitlich schon das wird ein zweites "Chinese Democracy", haha...


Aber: Das Warten hat sich gelohnt, die Platte ist 'ne gute geworden! Was ja auch kein Wunder ist, da die Jungs aus circa 20 Jahren Songmaterial schöpfen konnten. Was mich auch schon zu der Frage führt: Muss ich auf einem "Emsland-Blog" zu SWAMPHEAD noch groß was sagen?!?

Also kurz abgerissen aus meiner (absolut subjektiven) Sicht: Mitte der Neunziger des vergangenen Jahrhunderts war die Band einer der wichtigen Stützpfeiler der Bandszene im mittleren Emsland. In Haren und Umgebung gegründet und anfangs noch unter dem Namen ALIVE unterwegs (schöne Referenz im Albumtitel übrigens) nannte man sich bald SWAMPHEAD und spielte in der Region förmlich an jeder Pommesbude. Jeder kannte sie, jeder mochte sie und mit ihrem schmissigen Grungerock (ich nenn das jetzt einfach mal so) waren sie auch richtig gut. So gut, dass man natürlich auch gerne den größeren Sprung wagen wollte - von der Musik leben und so... Es kam ein Management ins Spiel, überregionale Touren (u. a. mit den LEMONBABIES) und sie saßen sogar bei Enie van de Meiklokjes auf dem BRAVO TV Sofa (da bin ich mir aber nicht sicher, ob das jemals ausgestrahlt wurde, haha)...

Trotzdem blieben sie der Region treu, waren z. B. eng mit der Organisation vom "Nils Festival" in Versen verbandelt, lebten dort teilweise auf dem legendären Bauernhof, lagen vereinzelt mal auf der Veranda vom Meppener BACKWOOD CREATURES Häuschen rum und ließen sich die Nippel piercen und feierten immer fleißig die berüchtigten "Haren-Haar-Parties" bei Hubi's Oma auf'm Hof mit, hehe...

Die Band startete aber nicht so wirklich durch, so dass das Ganze sich irgendwie im Sande verlief. Ich weiß gar nicht ob es jemals eine offizielle Auflösung gab, aber Peter und Mücke (beide Gitarre) gingen irgendwann mit Hubi (Schlagzeug) nach Berlin. Dort sah man sie ein paar mal im Fernsehen (als Backingband für ROSENSTOLZ und irgendeinen Teenie-Star) bevor sie dann zu dritt EL*KE (nette Emsland-KFZ-Zeichen-Referenz) gründeten. Damit waren sie ein paar Jahre unterwegs, auch leidlich erfolgreich, aber irgendwann schloss sich auch dieses Kapitel.

Die Gebrüder Strodt blieben derweil im Emsland, Marco (Bass) dürfte einigen heute als Darsteller von "Opa Anton" bekannt sein während Chris (Gesang) immer mal wieder an verschiedenen Musik-Projekten beteiligt war. Nach dem Ende von EL*KE heuerte Mücke übrigens als zweiter Gitarrist bei MADSEN an, verbringt seine meiste Zeit aber wieder im Emsland, wo er mit FREE MAN (die ich hier auf dem Blog schon desöfteren unter ihrem alten Namen MAMAHARA abgefeiert hab) auch wieder eine cool-chillige Combo am Start hat. Peter ist immer noch in Berlin und mittlerweile Frontmann von BOLLMER bei denen Hubi (neben diversen anderen Bands, u. a. SERGE) auch Schlagzeug spielt.

Oh man, "kurz abgerissene Bandgeschichte" und jetzt wieder so'n Aufsatz, sorry, haha...


Zurück in die Gegenwart: Das Kapitel SWAMPHEAD wollten alle Fünf aber wohl nie so ganz ruhen lassen. Zwar gab es von der Band 1998 mal eine 4-Song-EP (gibt's als Free-Download auf der Band-Homepage) aber leider nie ein ganzes Album. Also haben sie bei Bandmentor Wolfgang "Buffy" Albers insgesamt 14 Songs eingespielt, von denen der jüngste auf 2011 und der älteste auf 1994 datiert. Und - zack - nach 20 Jahren Wartezeit gibt es nun die erste richtige SWAMPHEAD "Full-Length"!

Na ja, "zack" ist so dahingesagt, die Release-Verzögerung hatte ich ja schon eingangs erwähnt. Aber das Ergebnis entschädigt natürlich absolut. Die alten Ohrwürmer sitzen noch und bei einem Song wie "Perfect" fühle ich mich gleich, als stünde ich 1999 besoffen in der Mehrzweckhalle Herbrum vor der Bühne ... geiles Feeling, haha! Die "alten Veteranen" kennen das Gefühl und die jüngeren Semester checken das SWAMPHEAD-Album hoffentlich auch mal an. Hier gibt's keinen "Altherrenrock", das hier ist coole druckvolle Rockmusik mit leichtem Grunge/Alternative-Einschlag, guten Riffs, eingängigen Pop-Hooks, da kannste nix mit falsch machen... Von der Uptempo Bratznummer (z. B. "Lovely D.") bis zur Akustikschmonzette ("See How") alles dabei was das Herz begehrt. Gibt's auch bei iTunes und wie der ganze neumodische Scheiß heißt, die CD kommt aber im schicken Digipak.

Jetzt noch 'ne "20-Euro-Frei-Saufen" Release-Party mit Tequila-Bar in der Haren-Haar-Scheune und ich flipp vollkommen aus! Tut es!!! Rockpalast reicht aber evtl. auch... ;)

[Bombe]

Dienstag, 7. Juli 2015

Buch-Review: Andreas Müller - Schluss mit der Sozialromantik! (Buch)

Andreas Müller - Schluss mit der Sozialromantik! Ein Jugendrichter zieht Bilanz
Taschenbuch | Verlag Herder | September 2013 | 240 Seiten | ISBN-10: 3451309092 / ISBN-13: 978-3451309090

Nanu, ein Buch von einem Jugendrichter? Was soll das auf dem Minus-Rockcity-Meppen Blog? Na ja, der/die ein oder andere wird vielleicht wissen, dass Jugendrichter Andreas Müller nicht nur aus Funk und Fernsehen (diverse Talkshows, Expertenrunden, Interviews etc.) bekannt ist, sondern gebürtig aus Meppen kommt. Und "Meppen" (ich benutze den Begriff jetzt einfach mal abstrakt personal, da ich in letzter Zeit auch immer von "Typisch Meppen" usw. lese ... es scheint hier also wohl sowas wie eine angenommene Schwarm-/Kollektivintelligenz zu geben) rühmt sich ja gerne der Söhne und Töchter der Stadt, die es zu was gebracht habe - selbst wenn die schon längst nicht mehr hier leben, da unser schöner kleiner Ort nun mal nicht die absolut steilgeilen Karrieremöglichkeiten bietet und man besser wegzieht wenn man was aus sich machen will. Meppener bleibt man aber offensichtlich lebenslang...

Andreas Müller: Schluss mit der Sozialromantik! (Der Einband hat beunruhigende Ähnlichkeit mit Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab", davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen...)
Bei Andreas Müller verhält es sich so, dass er als Jugendrichter in Bernau (in Brandenburg, direkt bei Berlin) gelandet ist und dort seit den Neunzigern einige aufsehenerregende Prozesse im Jugendstrafrecht geführt hat und nebenbei auch durchaus (wie eingangs erwähnt) medienaffin in der Öffentlichkeit agiert, also auch öfter mal im Fernsehen auftaucht wenn es um entsprechende Themen wie Jugendstrafrecht geht. Aufgrund seiner Meppener Wurzeln lasse ich ihm jetzt auch mal die Ehre einer Buchbesprechung auf dem Minus-Rockcity-Blog zuteil werden, da er mit "Schluss mit der Sozialromantik!" vor nicht allzu langer Zeit ein relativ vielbeachtetes Buch geschrieben hat.

Wer bei Justizthemen jetzt an dröge Gesetztestexte denkt, die sowieso kein Normalsterblicher versteht, der sei beruhigt: Das gesamte Buch ist absolut verständlich und bodenständig geschrieben. Speziell wenn Müller z. B. mal wieder davon berichtet, wie er in seinem Kiez Bier trinken war "menschelt" es immer sehr. Wie ich so hörte ist er auch desöfteren noch mal in Meppen am Bier trinken, da hab ich ihn aber immer verpasst. Ärgerlich...

Ärgerlich deshalb, weil Müller rein persönlich ein sehr interessanter Mensch zu sein scheint. Ihm eilt durch seine teils harten Urteile immer wieder der Ruf als "Richter Gnadenlos" voraus, was er in dem Buch aber ganz gut relativiert. Er bringt sehr viel Persönliches ein und man merkt, dass sich hier ein Typ äußert, der absolut für seinen Beruf brennt.

Was den Inhalt des Buchs betrifft fällt natürlich zunächst mal der ziemlich plakative Titel auf. Gepaart mit Müllers Ruf als "hartem Hund" könnte man bei "Schluss mit der Sozialromantik!" natürlich erstmal meinen, dass er hier die absolute Keule gegen jugendliche Straftäter schwingt. Dem ist aber nicht so! Denn der Begriff "Sozialromantik" hat bei ihm zweierlei Lesart:
  1. Die "weiche" linke Sozialromantik, auf die der Titel sicher auch abzielt. Sprich: Milde, statt Arrest oder Jugendhaft immer wieder erzieherische (ambulante) Maßnahmen, Sozialstunden etc.
  2. Das genaue Gegenteil, nämlich die "harte" rechte/konservative Sozialromantik: kompromisslose stationäre Maßnahmen wie Arrest, Freiheitsentzug, verschärfte Jugendstrafen etc. oder z. B. auch Warnschussarrest als "Allheilmittel".
Müller zeigt in seinem Buch recht deutlich die negativen Seiten beider Sichtweisen auf. Basierend darauf fordert er eine Reform des Jugendstrafrechts mit besser durchdachtem und organisierterem Eingreifen. Er sieht das deutsche Jugendgerichtsgesetzt zwar generell als gut an, allerdings könnte es seiner Meinung nach stellenweise besser gemacht werden.

Das Ganze handelt er an einem Schwung von Fallbeispielen aus seiner Richterlaufbahn ab, die derzeitige Probleme von Jugendrichtern und Gerichten relativ deutlich machen: Zeitmangel der Richter, so dass wirklich sorgfältiges Arbeiten kaum möglich ist. Und was für mich als Nicht-Fachmann im Bezug auf Strafjustiz besonders erschreckend war: Die offensichtliche Langsamkeit und fehlende schnelle Informationsweitergabe der staatlichen Stellen an den Schnittstellen zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten. Die offensichtlich mangelnde Kommunikation/Vernetzung und/oder Verantwortungsgerangel staatlicher Stellen (vor allem bei Intensivtätern) stimmt schon bedenklich ... passt aber irgendwie auch ins Bild, das manch einer von deutscher Bürokratie hat.

Müller hangelt sich recht anschaulich an seinen "Lieblingsthemen" entlang, um genau zu sein Rechtsradikalismus/Ausländerfeindlichkeit (den er in seinem richterlichen Zuständigkeitsbereich Bernau stark eindämmte) und vor allen Dingen dem Umgang mit Intensiv- und Wiederholungstätern. Dabei legt er nachvollziehbare Instrumente dar, die in dem Bereich wünschenswert wären, wie z. B. Generalprävention im Täterumfeld (Signal an die "Szene" um gewisse Täter, dass schnell, effektiv und hart gegen sie vorgegangen wird) und auch "Erziehungsrichter" (die sich z. B. ggf. um Problemfamilien kümmern und kriminellen Karrieren vorbeugen).

Ein "Nebenschauplatz" sind auch seine Ansichten zur Entkriminalisierung von Cannabis, die der/die ein oder andere sicher auch interessant und sinnvoll finden könnte, so er/sie denn kein dogmatischer Verfechter der "rechtskonservativen Sozialromantik" ist... Aber in Meppen fordert ja sogar schon die FDP eine Cannabis-Legalisierung, haha...

Die grundsätzliche Stoßrichtung des Buches ist also kein "Strafe um jeden Preis für jugendliches Gesindel", sondern eine nach meinem Verständnis durchaus moderate und an Beispielen belegte Forderung nach besseren Instrumenten im Jugendstrafrecht. Nach Müllers Verständnis müssen die Richter mit diesem vernünftigen Handwerkszeug dann angemessen umgehen. Manchmal hart (bei Wiederholungs-/Intensivtätern), manchmal eben mit gewisser Nachsicht. Härte des Gerichts darf kein Selbstzweck sein und es gibt auch kein Patentrezept zur Anwendung von Milde oder Härte. Es muss in jedem einzelnen Fall mit Vernunft und Augenmaß geurteilt werden und Jugendlichen muss generell mit Zuwendung aber auch mit Konsequenz und Klarheit begegnet werden.

Im Grunde genommen Selbstverständlichkeiten sollte man meinen, aber Müller legt in seinem Buch halt dar, dass es an einigen Stellen in der deutschen Strafjustiz wohl doch ziemlich hapert. Beruhigend auch, dass er sich der tiefgreifenden Auswirkungen die sein Richterurteil auf Täter haben kann sehr bewusst zu sein scheint, aber auch der Verantwortung die er gegenüber den Opfern hat. Da kann man nur hoffen, dass seine Richterkollegen in der Bundesrepublik ähnlich selbstreflektiert sind.

Stichwort Richterkollegen: Einen nicht unerheblichen Teil von Müllers Buch nimmt auch die Richterin Kirsten Heisig ein, die seit 2001 wichtige Mitstreiterin in seinen Standpunkten war. Sie war Begründerin des "Neuköllner Modells" die ebenso kompromisslos gegen Berliner Intensivtäter mit Migrationshintergrund vorging wie Müller gegen die rechtsradikale Szene in seinem Bezirk Bernau. Im Jahr 2010 beging Heisig Selbstmord, ein Fall der auch durch die Presse ging.

Da kommen wir auch an einen Punkt wo Müller in seinem Buch förmlich die Hosen runterlässt, ums mal flapsig zu sagen: Er streut immer wieder persönliche Geschichten ein und berichtet auch recht freimütig und ehrlich von seinen Schwächen und Problemen. Speziell seine Jugend in Meppen war nicht immer leicht, da er einen alkoholkranken Vater und einen drogensüchtigen Bruder hatte. Nicht unbedingt die einfachste Konstellation, wie sicherlich der/die ein/e oder andere nachvollziehen kann, der/die ebenfalls in diesem ländlichen Milieu groß geworden ist. Richtig schlucken musste ich dann als Müller über seine späteren psychischen Probleme wegen Überarbeitung und daraus folgernde Depressionen erzählt.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch mit klaren Standpunkten. Es ist natürlich festzustellen, dass Müller sich teilweise auch in seiner Rolle als "unkonventioneller und unbequemer Gegen-den-Strom-Schwimmer" gefällt, aber solche Leute braucht man wahrscheinlich auch um Veränderungen anzustoßen. Ob solche Veränderungsforderungen in einer bundesdeutschen "Ära Merkel" (die nach meinem Empfinden eher auf Stillstand bzw. Wahrung des Status Quo ausgerichtet ist) in der Politik nicht eher auf taube Ohren stoßen steht wohl auf einem anderen Blatt...

Wer sich jedenfalls mal mit den angesprochenen Themen auseinandersetzen möchte, dem kann ich für das Buch vom Herrn Müller durchaus eine Leseempfehlung aussprechen. Mal gucken ... vielleicht treffe ich ihn ja doch noch mal des nächtens an irgendeinem Meppener Tresen, dann kann man vielleicht noch den ein oder anderen Punkt besprechen, haha...

[Bombe]