Eine Woche nach dem "Punkpalast" stieg am Samstag, 08.03.2014, im Meppener Jugendzentrum "Jam" mal wieder eine kleinere Lokalshow unter dem Motto "Akkord-Karate". Irgendwie war's auch so eine Art "Veteranenkonzert" da mit DISTANCE REMAINS aus Meppen, SALFORT aus Lingen und TWEE-STAR aus ... ähm ... Twist wirklich "alte Hasen" auf der Bühne standen, die sich teilweise schon seit Jahren mit verschiedenen regionalen Bands rumtreiben. Also Jungs die was können und die entspannt an so eine Sache rangehen. Entsprechend war dann auch der Konzertabend: entspannte spaßige Sache mit Bands die Bock hatten und bei denen der Fun im Vordergrund stand. Dementsprechend wurden auch alle Eintritts-Einnahmen an die "Kleinstadtkinder" (www.kleinstadtkinder.de) gespendet, damit im "Jam" weiter fleißig Konzerte gemacht werden können. Keine Band nahm da was an Gage mit! Und TWEE-STAR hauten nachher sogar noch CD's zum "pay what you want" Preis raus und spendeten die gesamten Einnahmen daraus. Hut ab dafür!
Als ich ankam spielten schon die Sahnegasprofis DISTANCE REMAINS (www.facebook.com/thedistanceremains) die ersten Lieder. Gitarrist Robert hatte den Abend organisiert, von daher respektabler Zug, dass die Band dann als erstes auftritt und den "auswärtigen" Bands den Vortritt lässt. Die Show an sich war natürlich wieder routiniert und auf den Punkt gespielt, die fünf Burschen lassen da nichts anbrennen. Da ich allerdings noch in der "Ankunftsphase" war, war ich erstmal mit allerlei Hallosagerei und Austausch von Klatsch und Tratsch beschäftigt. Und da ich an dem Abend auch noch alleine unterwegs war, musste ich erstmal sondieren an wen ich mich an dem Abend so anklinken konnte - da kam mir mein alter Freund und Kupferstecher Buckel an der Theke stehend wie gerufen. Tja, und zack, waren DISTANCE REMAINS auch schon fertig...
Es folgten die Lingener SALFORT (Facebook-Page), die im Grunde genommen ein nur leicht verändertes Line-Up zu den seinerzeit sehr umtriebigen B.RANZYK haben. Also quasi sowas wie die offizielle Nachfolgeband. B.RANZYK haben damals auch gefühlt an jeder Pommesbude hier in der Gegend gespielt, auch öfters mal im Vorprogramm von bekannteren internationalen Bands (SNFU, TEN FOOT POLE etc...).
Dementsprechend war der SALFORT-Auftritt dann auch eine recht gelungene Demonstration wie man knackig-gekonnten Punkrocksound runterschrubbt! Obwohl sie meinetwegen auch schon nach dem zweiten oder dritten Song hätten aufhören können, denn da haben sie "One Time Only" von den DWARVES gecovert, das kann man ja nicht mehr toppen, haha... Dafür also eine Höchstwertung in der B-Note von mir, auch wenn in Sachen Optik und im Habitus natürlich ein erhebliches Gefälle zu den originalen DWARVES bestand ... denn während SALFORT (die Meshcaps mal weggedacht) eher aussehen wie gediegene Sparkassenortsteilfilialleiter, ist Meppen wohl noch nicht ganz dafür bereit, dass irgendwann jemand wie Hewhocannotbenamed nackt und nur mit Gitarre und Wrestlingsmaske bekleidet über die Bühne flitzt... Na ja, okay - NOBUNNY war schon mal da, der hatte auch nicht viel an, haha! ... und die DWARVES waren auf ihrem Zenit ja dafür bekannt, Auftritte auch mal nach 10 Minuten zu beenden indem der gesamten ersten Reihe einfach mal auf Kauleistenhöhe der Mikroständer durch's Gesicht gezogen wurde und alles auf der Bühne restlos zertrümmert wurde, hehe... Ist damals im Osnabrücker Ostbunker glaub ich auch wirklich mal so passiert...
Nun denn, die SALFORT Show lief jedenfalls ohne Verletzte ab und es gab auch keinen Schniedelwutz zu sehen. Stattdessen spielten die einfach nur einen guten Auftritt. Das kann man ja auch am Publikumsverhalten ablesen. Man kennt ja das Spielchen bei solchen Lokalshows: Jede Band hat einen gewissen Kreis an Bekannten im Schlepptau, die dann während der Show vor die Bühne kommen. Für andere Bands wird sich dann kaum interessiert, außer die sind wirklich gut. Und SALFORT waren halt gut, so dass die Leute nachher auch immer näher an die Bühne kamen und ein paar junge Herren auch mal Paartanz wagten etc... Feine Sache!
Den Abschluss bildeten dann TWEE-STAR (www.facebook.com/tweestarrocks), bei denen man schon munkelte, dass das womöglich der letzte Auftritt wäre. Ist aber wohl nicht wirklich so, hatte mir Frontmann Dennis dann vorher auch noch mal erklärt. Auftritte sind jederzeit möglich wenn es mal Anfragen gibt. Da aber einige in der Band mittlerweile auch Kind und Kegel haben, ist regelmäßiges Proben und Songs schreiben wohl nicht mehr wirklich ordentlich machbar. Dementsprechend nehmen die Jungs gerne was kommt, aber es wird halt wohl keine neuen Sachen oder größere Touraktivitäten mehr geben. Ich denke mal ich hab das jetzt alles so korrekt weitergegeben... ;) Und für den Spaß an der Freud machen die in gleicher Besetzung auch noch mit einer Coverband weiter, wo die nur Sachen von anderen Bands spielen, auf die sie selbst Bock haben. Die Combo heißt FRAU HORST und die kann man auch schon auf Facebook liken, wie sich das heute so gehört: www.facebook.com/frauhorstband
Vielleicht gibt's ja irgendwann noch mal die Coverband-Traumhochzeit, bei der FRAU HORST und EISENKARL den Bund für's Leben eingehen, haha... uh Flachwitz, Füße hoch! ;)
Auch der TWEE-STAR Auftritt war dann wie erwartet gut. Ich hatte vorher zwar drum gebeten, dass zwischen den Songs immer mindestens ein Flachwitz erzählt werden muss, das wurde leider nicht kontinuierlich durchgehalten (von den BRAIN LICKERS würde ich mir das mal wünschen, der Sänger ist ein wahrer Meister seines Fachs). Aber das bandinterne Angezicke war auch ganz witzig, speziell der Mann an den vier Saiten bekam da alle naselang einen drüber, haha... "Ey, mach deinen Bass mal leiser!" "Du Pfeife bist auf mein Kabel getreten, jetzt isses kaputt!" Ein Träumchen! Rein musikalisch haben TWEE-STAR nach meinem Geschmack hier und da auch mal eine Schnulze zuviel im Programm, aber insgesamt beherrschen die diesen sehr poppigen Sound doch ziemlich perfekt. Und wenn ich mir Dennis immer so angucke muss ich auch immer denken: "Warum kann das Arsch so gut Gitarre spielen und dabei noch singen?!?" Haha, na ja, dafür seh ich besser aus! ^^
Das war's dann auch soweit im "Jam", bevor es weiterging in den "Rockpalast". Da zwischenzeitlich noch eine geburtstagsbedingte Kiste Pils ausgegeben wurde hatte ich auch schon ordentlich einen in der Krone. Die Fun-Facts aus dem Jugendzentrum noch mal im Schnelldurchlauf:
TWEE-STAR scheinen eine mordsmäßige weibliche Fanbase in den Meppener Nordgemeinden zu haben, was mir bisher völlig unbekannt war, obwohl ich da herkomme... Sachen gibt's!
Zuschauerzahlen waren zwar überschaubar, trotzdem war eine Person da, die größer war als ich. Kommt nicht alle Tage vor. Wenigstens hat er sich nicht vor mich gestellt, haha...
Das Bier war wieder so enorm kalt, dass ich permanent Gehirnfrost bekam. Falls ich also dumme Sachen gesagt oder getan hab, lag das daran! ^^
Es scheint trendy zu werden meinen Bart anzufassen. Scheint wohl sowas wie dieser "Buddha-den-Bauch-reiben" Effekt zu sein... Ich nehm da bald 5,- Euro für, Schüler und Studenten ermäßigt, Kinder frei. Wer mir Samstag im Gesicht rumgegrabbelt hat kann mir das Geld auch nachträglich überweisen (ja, ich spreche u. a. mit dir Johannes R. aus M. an der E.!)...
Nächster Stopp danach dann also wie erwähnt "Palazzo del Rock"! Was die Bands anging, sind ja einige Bandmitglieder in einem Alter, in dem man nachts nicht mehr aufbricht um unaussprechliche Drogen- und Alkoholexzesse zu erleben, sondern stattdessen mit der Familie nach Teneriffa fliegt. True story! Aber die schmutzigen Rock'n'Roll-Exzess-Pflichten sind in einem demokratischen Land wie dem unseren ja durchaus auf ein Bandmitglied der freien Wahl übertragbar, entsprechend musste der TWEE-STAR Drummer das Ganze ausbaden und für vier saufen, haha! Hat er auch geschafft, ich kann das bezeugen! ;)
Rockpalast-Aftershow-Action: Wer als erstes errät wem diese Glatze gehört bekommt 'n Minus Rockcity Button. Die Perspektive der Aufnahme ist mir auch noch unerklärlich - ich muss geflogen sein!
Daneben waren noch einige andere echte Premiumgäste im Palast am Start, mir wurde schon ganz angst und bange! Auch einige der ruppigeren Sorte, ich musste mich z. B. einmal aus einem Schwitzkasten befreien und 1-2 Leute die sich an der Theke mit mir unterhalten wollten, wurden auch mal rücksichtlos weggebombt. Daher an dieser Stelle mal ein Sorry an die Betroffenen, aber man sucht sich seine Bekannten halt manchmal nicht aus, haha... Und wo gehobelt wird fallen Späne, bla bla...
Auf der Tanzfläche war ich auch noch, offensichtlich sogar mehrmals (und das bei dem DJ, haha). Auch immer so ein Indikator für meinen Strahligkeitsgrad ... wurde bartbedingt wieder mehrmals für MC Fitti gehalten - nein, ich bin es nicht ... glücklicherweise hab ich den Schnaps gemieden, es gab schier Bier! Kluge Entscheidung! Dementsprechend war ich also noch in der Lage selbständig zu Fuß nach Hause zu laufen, wo ich auf dem Weg noch haarscharf daran vorbeigeschrammt bin im Pub zu versacken. Ein Bassist aus Brual stand da vor der Tür und es war natürlich meine Idee noch mal reingehen zu wollen um noch 2-3 Bierchen zusammen zu trinken. Gottseidank hatte der Mann soviel Verstand mein höfliches Angebot auszuschlagen und mich nach Hause zu schicken. Danke Micha! :)
Demnächst dann:
21.03.14: Acoustic Session mit Sofa Rock, Two And A Half Guitar, Tommy und Markus - JuZ "Jam"
22.03.14: Rüt'n'Rock Indoor-Festival - Saal Kamp
29.03.14: Drones, Shine Bright, TMH - JuZ "Jam"
10.04.14: Mahlstrom & Careless - JuZ "Jam"
19.04.14: Rocknacht Apeldorn (u. a. Eisenkarl, Against Randy etc.) - Jugendheim Apeldorn
25.04.14: Die Bullen, Fresse, Chaos & Sandale, Out Of Practise - JuZ "Jam"
Seit ca. einem 3/4-Jahr hatte die "Initiative 2.0" drauf hingearbeitet, am 26.10.2012 war es dann endlich soweit: das ROCK AM DOCK Indoor-Festival ging über die Bühne! Ich war da ... und neben mir noch 'ne ganze Menge andere Leute! Jetzt stellt sich die Frage: Wollt Ihr die Kurzversion von dem Abend lesen ("War gut, auch wenn ich total latten war und mich kaum an was erinnern kann...") oder doch eher die Langversion?!?
Na ja, da so ein Festival ja nicht nur aus dem Spektakel an dem einen Abend besteht, sondern aus jeder Menge Vor- und Nacharbeit und natürlich den heutzutage üblichen Medien- und Internet-Stunts, mach ich's mal auf die lange Tour, denn ich war nicht ganz unbeteiligt. Also schnappt Euch 'ne Packung Lebkuchen und ein Getränk und lauscht gespannt meinen Ausführungen, hehe...
Zu den Hintergründen:
Nachdem bekannt war, dass im Jahr 2012 kein Meppener Stadtfest und damit auch kein "Rock vor Gericht" stattfinden würde, hatten wir uns mit der "Initiative 2.0" so unsere Gedanken gemacht, was man als Ersatz bringen könnte. Und ein Indoorfestival war da einfach das Naheliegendste ... was letztendlich dank der Kooperation mit Stadt und Sponsoren auf die alte Raiffeisenhalle am Hafen hinauslief! Da das Ganze möglichst viele Jugendliche aus Meppen und Umgebung anlocken sollte war das gesamte Event auch von vornherein als "Umsonst und drinnen" Festival konzipiert.
So weit so gut... Von den Schwierigkeiten im Vorfeld will ich hier gar nicht so sehr sprechen. Die tauchen immer auf, in welcher Form auch immer, mal weniger mal mehr... Jeder der mal in die Organisation einer größeren Veranstaltung (egal
welcher Art) eingebunden war, wird wissen wovon ich spreche. Auch das ROCK AM DOCK war ein unglaublicher Riesenhaufen Arbeit, mit vielen Stolpersteinen, Problemen und bis zum letzten Augenblick Troubleshooting ohne Ende. Mir ist beispielsweise mittlerweile die Absagepolitik smarter emotionaler Punkbands mit schlauen deutschen Texten äußerst suspekt, haha...
Was man bei dem ganzen Projekt immer berücksichtigen muss: Unter der leitenden Hand der Stadtjugendpfleger Karsten und Peter wurde der ganze Haufen Arbeit wohlgemerkt von Leuten erledigt, die das alles ehrenamtlich in ihrer Freizeit machen! Für meinen Teil muss ich sagen: am Ende war ich wegen allerlei Privatstress gar nicht mehr allzu sehr in die Orga eingebunden, was mich aber in die angenehme Situation brachte die ganze Sache mit etwas mehr Distanz betrachten zu können. Denn wenn Leute etwas auf die Beine stellen und damit eine gewisse Öffentlichkeit herstellen, sind in Zeiten von Facebook und Web2.0 natürlich auch die Nörgler und Meckerer nicht weit. Wenn es eine Gewissheit gibt, dann diese!
Hausordnung: Die von meiner alten Schule musste ich öfters mal als Strafarbeit abschreiben. Würde einigen Meppener Jugendlichen sicherlich auch gut tun, um hirnlose Facebook-Fragen zu vermeiden... u gotta know da rules! ;)
Angepisstheiten rufe ich ja selbst schon mit so einem kleinen Blog wie diesem hier hervor. Vor 2 Wochen konnte ich z. B. mal wieder amüsiert auf einer Facebook-Pinnwand mitlesen, wie ein Booker und ein Bandmitglied mächtig vom Leder zogen, da denen anscheinend ein paar Zeilen hier nicht passten. Kann man machen - wunderte mich nur, dass sowas von Leuten kam die ansonsten den Anschein einer gewissen Professionalität erwecken möchten. Und es auch eine gewisse Zeit brauchte bis denen jemand steckte, dass es wohl nicht ganz so souverän ist so eine Lästerrunde auf einer einsehbaren Facebook-Pinnwand aufzuziehen. Nun gut, die interessantesten Stilblüten sind so vor dem Löschen des Eintrags noch in mein Archiv gewandert, Danke dafür - ich werd generell wohl mal eine FAQ-Seite für solche Fälle einrichten müssen... ;)
Da ging's allerdings um Musik, was ja von der Wahrnehmung her eine vollkommen subjektive Sache ist. Also etwas, was man schlecht diskutieren kann, denn Geschmäcker sind nun mal verschieden. Wenn ich etwas höre und toll finde, dann ist das so. Wenn ich etwas höre und scheiße finde, dann ist das ebenfalls so. Da diskutier ich nicht drüber!
Das einzige worüber ich diskutiere sind offensichtliche Falschaussagen meinerseits. Und da hab ich kürzlich aber mal einen ordentlichen Bock geschossen, was einen kleinen Shitstorm auf meiner Facebook-Seite verursachte. Kenner wissen Bescheid. Nach ROCK AM DOCK wurde das aber auch geklärt: Von diversen Seiten drauf hingewiesen worden, im Rockpalast direkt drauf angesprochen worden, vernünftig drüber geredet, entschuldigt und fertig! Mehr dazu am Ende des Artikels, ich möchte hier noch nicht vorgreifen.
Bzgl. ROCK AM DOCK sind aber die Stichworte schon gefallen: Nörgler, Meckerer und Facebook. Was da im Vorfeld auf der Facebook-Veranstaltungsseite abging war die absolute Realsatire. Ich weiß noch immer nicht, ob ich erschüttert bin oder mich totlachen soll, über die Medienkompetenz der Generation der 12-17jährigen in Meppen. Um mal im Jargon zu bleiben müsste ich dafür eigentlich ein "fettes dislike" verteilen, haha. Ansonsten ist es aber das Übliche für Meppen gewesen:
Gib den Leuten eine Gratis-Veranstaltung und sie meckern!
Gib ihnen eine ausgewogene Bandauswahl von Rock über Punk bis Metal ... und sie meckern!
Halte dich an gesetzliche Vorgaben um die Veranstaltung überhaupt durchführen zu können ... die Leute meckern!
Biete einen Getränkeausschank mit mehr als fairen Preisen an, bei dem aufgrund der Anwesenheit von unter 18jährigen allerdings auf Hartsprit verzichtet wird ... die Leute meckern!
Etc. pp... ich könnte jetzt endlos weitermachen. Ich war mir damals mal nicht ganz so sicher, ob ich in meinem Pamphlet "Meppener Mikrokosmos" (HIER zu lesen) nicht etwas über die Stränge geschlagen hätte ... NEIN! Der Facebook-Battle im Vorfeld von ROCK AM DOCK war mal wieder ein exzellenter Klischee-Check: Es stimmt alles! ;)
Interessanterweise fand ich zu späterer Stunde an der Wand der Raiffeisenhalle noch eine Inschrift, die den Intellekt der Meppener Jugend ziemlich auf den Punkt zu bringen schien. Lesen Sie selbst:
Haha, na ja okay... Die Erfahrung lehrt ja, dass speziell Facebook und Web2.0 gerade den minderbemittelten Real-Life-Versagern, Komplexbeladenen und sonstigen Trollen eine Stimme verleiht (warum würde ich sonst wohl diesen Blog betreiben, haha...)! Mit etwas Abstand betrachtet war's wohl mal wieder so, dass sich da wohl eher mal wieder die üblichen armen Fackeln "profilieren" wollten... Die Meppener Honkarmee! Die Veranstalter werkelten sich währenddessen in der Halle die Tage vorher den Arsch ab um alles fertig zu bekommen und hatten demnach gar keine Zeit sich um solchen www-Müll zu kümmern. Wahrscheinlich auch gut so...
Den Facebook-Nerveinträgen standen ja auch immer noch die 1.200 Veranstaltungszusagen gegenüber! Und generell ist es ja so, dass die Leute die so einer Veranstaltung positiv gegenüber stehen sich ihre Vorfreude eher weniger dadurch kaputtmachen lassen, als dass sie sich an solchen Web-Trollerein beteiligen.
Ankunft an der Halle um 18 Uhr! In der Bildmitte auf Kollisionskurs Stefan von BREAKING TO ASHES, der allmählich nervös wurde weil die Hälfte seiner Band eine halbe Stunde vorm Auftritt noch nicht da war... ;)
Als ich um 18 Uhr an der Halle ankam war schon einiges los und um es mal vorweg zu nehmen: Es waren tatsächlich 1.200 Leute da. Und sogar noch mehr! Es wurden nachweislich 1.200 Papier-Eintrittsbändchen von den Veranstaltern verteilt und ich würde sagen, dass rund um die Halle noch einige Leute mehr am Start waren, die gar nicht reingegangen sind, weil sie ihren Schülerausweis vergessen hatten oder Mami und Papi nicht als Begleitung mit dabei waren, haha... Ich hätte jedenfalls nicht mit einer solchen Zahl gerechnet! Wohl damit, dass ordentlich Leute da sind ... aber tatsächlich 1.200 Nasen?!? Hut ab!
Klar, die Leute waren nicht alle gleichzeitig anwesend und auch nicht gleichzeitig in der Halle, die übliche Fluktuation war natürlich vorhanden. Aber insgesamt war das schon eine dicke Sache! Hätte das Ganze auch nur 3,- oder 4,- Euro Eintritt gekostet, hätte ich pauschal höchstens mit 300/400 Leuten gerechnet. Da sind die "MEGA Festivals" im Saal Kamp 2006/2007 noch zu gut in Erinnerung. Aber am 26.10. gab's ja den Eintritt umsonst, da zeckte sich also der Großteil der Meppener Jugend zum alten Raiffeisenmarkt, hehe... Die ursprünglichen Erwartungen an die Zuschauerzahlen wurden also weit übertroffen!
Raiffeisenmarkt, tja... Ich hätte auch nie damit gerechnet da mal Bier zu trinken und Rockmusik zu hören. Aber die Location war ganz cool! Vielleicht war die Akustik nicht sooooo berauschend, aber vom ROCK AM DOCK Team war der ganze Laden wirklich toll an die einmaligen Gegebenheiten (der Schuppen wird ja bald abgerissen) angepasst worden. Als ich reinkam spielten auch schon TWEE-STAR, die unter der Woche einiges Pech hatten: Erst hat sich der Originaldrummer die Bänder gerissen und dann hatte der Ersatzdrummer nach nur einer Bandprobe einen Hörsturz. Oder wie ein Bekannter sagte: "Der eine hält sich für Batman und der andere kann keine laute Musik ab..." Haha, in einer Woche zwei Drummer verschlissen, da wird selbst SPINAL TAP neidisch! Der Posten als erste Band war für TWEE-STAR damit natürlich doppelt undankbar, aber da die Jungs abgeklärte Mucker sind haben sie einfach ein Akustikset gespielt und den fehlenden Drummer durch den Niedlichkeitsfaktor des Bandnachwuchses kompensiert, der munter über die Bühne tollte und auch schon einige Rockerposen drauf hatte. Well done und gute Besserung an alle lädierten Schlagwerker.
Erste Band: Prost TWEE-STAR!
BREAKING TO ASHES spielten danach erst ihren zweiten Auftritt (der erste war am 15.9. im "J@m-Center", siehe HIER), sorgten aber für die ersten richtig guten Publikumsreaktionen. Zumindest deute ich die offenen Münder einiger anwesender Eltern und dieses propellernde "Violent Dancing" der jugendlichen Zielgruppe mal so. Bei dem Hallenuntergrund war das Gehampel übrigens etwas schlüpfrig, nächster Halt gefliester Boden sag ich nur, hehe... Größter Fan des Harener Deathcore-Bretts schien übrigens der kleine Sohn von TWEE-STAR Frontmann Dennis zu sein, der auf Papas Schultern saß und das alles tierisch geil zu finden schien. Ich tippe also mal drauf, dass spätestens in 12-13 Jahren wieder eine zünftige Knüppelcombo in Twist am Start sein wird. Namensvorschläge: wie wär's mit TWIST THE KNIFE SLOWLY oder NAPALM TWIST?!? Na ja, wir haben ja noch Zeit, haha... Zurück zu BREAKING TO ASHES: Die zockten ein souveränes Set! Gitarrist Günther (ex GOING BORDERLINE) guckt zwar manchmal etwas ernst, aber wenn ich mit nur einer Gitarre für den Sound einer Deathcore-Band zu sorgen und dabei auch noch die cleanen Gesangsparts beisteuern müsste, würde ich wohl auch ziemlich bedröppelt aus der Wäsche gucken. Guter Gegenpart auf der Bühne ist allerdings Bassist Stefan, der sich jedesmal freut wie ein Honigkuchenpferd, wenn er auf der Bühne steht und abgehen kann. Guter Auftritt, es hat auch glaub ich kaum jemand mitbekommen, dass die Band den letzten Song einfach doppelt gespielt hat... ;)
Zwischendurch war ich auch mal draußen, wo sich bereits das ein oder andere Teenage Drama abspielte und in dunklen Ecken mit Sicherheit auch einiges an Heavy Petting und sonstigen Schlüpfrigkeiten. Gebrochen wurde auch ziemlich viel, mein ich alle... Richtigen Stress hab ich aber nicht mitbekommen, also keinerlei Prügeleien oder ähnliches. Klar, wenn so viele Leute auf einem Fleck versammelt sind und Alkohol im Spiel ist, geht auch mal das ein oder andere aus Versehen oder mutwillig kaputt (Stichwort Glasbruch), aber wirkliche Eskalationen hab ich am gesamten Abend nicht gesehen und das Orga-Team hatte alle Situationen immer im Griff. Selbst die zwielichtigen Schaustellervisagen, die mir direkt am Beginn des Abends aufgefallen waren, verhielten sich ruhig, hehe...
Allerdings waren mittlerweile die Stoffbändchen fürs Handgelenk nicht mehr zu haben, was einige Kiddies förmlich zur Verzweiflung zu treiben schien und am Folgetag erneute Facebook-Proteststürme hervorrief. Zum Schießen... Ich hab irgendwie nie verstanden, was so toll an diesen Bändchen ist, aber heutzutage scheinen die ja fast das sinnstiftende Element einer ganzen Generation zu sein. Seltsam, so viel Trubel nur um ein Stück Stoff...
Währenddessen ging's aber natürlich auch mit Bands weiter, als nächstes INSERT COIN aus Recklinghausen. Wenn ich richtig gezählt hab waren die auch schon 2x im JuZ "J@m-Center" und haben sich dabei immer mächtig ins Zeug gelegt. Irgendwie haben die aber immer das Pech, dass das Meppener Publikum bei denen nicht so richtig in die Puschen kommt. Okay, wann kommt es das überhaupt schon mal ... aber INSERT COIN hätten eigentlich ein Publikum verdient, das ein bisschen mehr feiert, da die Band echt alle Hebel in Bewegung setzt um die Action zu starten. An diesem Abend waren die meisten Anwesenden aber noch ein bisschen zu sehr mit Pegel ansaufen beschäftigt um vor der Bühne Party machen zu wollen. An der Band lag's nicht, guter flotter Melodycore und ein passabler Auftritt.
Ein bisschen Eisbrecherfunktion hatte auch noch der bekloppte Holländer CAPACOCHA, aber hier tauten schon ein paar mehr Leute auf. Der Bursche sollte im Emsland ja vor allen Dingen durch Auftritte beim "Inlading" und "Rüt'n'Rock" bekannt sein und zog auch in Meppen eine geile Show ab. Okay okay, ich muss den natürlich abfeiern, weil ich ihn selbst ins Line-Up gebucht hatte. Aber ich find's halt immer geil wenn etwas auf der Bühne mal ein wenig ungewöhnlicher ist und Leute zu ihrer Mucke ehrlich
abgehen, ohne dafür irgendwelches Gepose abziehen zu müssen. Und das bot CAPACOCHA! Der steht alleine auf der Bühne, nur mit Laptop, Gitarre, Mikro und Orgel. Das hört sich erstmal wenig spektakulär an, bis der Vogel dann vollkommen explodiert und abgeht wie die letzte Sau!!! Ich fand's grandios, musikalisch irgendwo zwischen Electroclash, Garage und wildem Indie/Alternative, performt von einer absoluten Party-Rampensau!!! Da fällt mir dann auch noch der einzige Kritikpunkt am Aufbau in der Halle ein: der viel zu große Graben zwischen Bühne und Publikum, denn der war unnötigerweise bestimmt 3-4 Meter breit! Ich denke es wäre noch mehr abgegangen wenn der "Graben" nicht gewesen wäre, denn CAPACOCHA rennt gerne mal ins Publikum, umarmt Leute, macht sich nackig und all sowas. So musste er seine
berühmt-berüchtigten Ausflüge leider auf nur einen beschränken. Aber egal, er hat trotzdem super eingeheizt!!!
Beste Voraussetzungen also für RADIO HAVANNA, denn das Publikum war jetzt warm und bewegte sich nach vorne. Flotter Punkrock/Melodycore mit deutschen Texten, ZSK ließen grüßen. Die Coverversion von DIE PRINZEN fand ich eher so na ja, ähem .... aber die Berliner sparten nicht mit kritischen und politischen Ansagen, z. B. zu Grauzonen-Vollschrott wie FREI.WILD. Dinge die ruhig mal gesagt werden können! Leider schien der Band keiner gesteckt zu haben, dass sie sich in der Heimatstadt von GIGI UND DIE BRAUNEN STADTMUSIKANTEN befanden, deren Hauptprotagonist "Gigi" Giese immerhin ein paar Tage vorher noch vom Meppener Amtsgericht wegen Volksverhetzung verurteilt wurde. Dazu wäre ein Statement sicher auch passend gewesen. Aber auch so war's eine gute positive und energetische Show, bei dem das Publikum für Meppener Verhältnisse auch ganz ordentlich mitging. Pogo Pogo!!!
Danach spielten LAYMENT aus Herne, von denen ich aber irgendwie beinahe rein gar nichts mitbekommen hab, da ich im Backstage mit CAPACOCHA geredet hab. Wegen LAYMENT war ich mir vorher nicht so ganz sicher ob die ins Programm passten, aber im Nachhinein kam's mir vor als ob viele extra wegen denen da waren. Metalpublikum ist ja als sehr loyal bekannt, zur Performance kann ich aber wie gesagt nichts sagen, denn ich hab den kompletten Auftritt verquatscht. Sorry, ich schäme mich...
Zur Strafe ist mir auch irgendwas im Backstage widerfahren, was mich etwas neben die Spur gebracht hat, ähem... Tüddelig und mit Kurvenschuh lief ich zum Glück direkt in die Arme meiner Babysitterin. Mannoman, was muss ich genervt haben... Was auch die Mädels in der Frittenbude zu spüren bekamen, die meinem ungehemmten Fressflash und Redefluss ausgesetzt waren. Ich glaub ich sprach auch wieder in fremden Zungen (hautsächlich Englisch und Plattdeutsch), aber wenn ich mich richtig erinnere entsponn sich noch ein interessantes Gespräch über Vegetarier und Veganer, woraufhin die eine Frittenfrau mit den fünf Zähnen meinte: "Och, ich mach wohl ma gerne son Stück Fleisch..." Ja ja, keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen, haha... Frikadelle kann ich übrigens empfehlen, Krakauer nicht so, die lag mir noch 2 Tage quer. Meine Babysitterin hatte gute bis sehr gute Noten für Pommes Mayo und Hamburger zu vergeben.
So als Veranstaltungs-Fazit möchte ich mal sagen: Rundum gelungen! Es gab die üblichen kleinen Hürden, die souverän genommen wurden. Und im Grunde war das ROCK AM DOCK am Ende ein Event, bei dem jede/r der/die was auf sich hält anwesend war. Für viele der ganz jungen Kids war's hoffentlich auch der Startschuss um öfters mal zu Konzerten zu gehen. Ich bin gespannt wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt, aber ROCK AM DOCK war auf jeden Fall eine Sache die rundum gelungen war und von der die Leute bestimmt auch noch eine Zeit lang reden werden!
Backstage ... hab ich mich auch ne gewisse Zeit lang aufgehalten ... und kam äußerst wunderlich von der Parade...
So, das Schlusswort war das aber noch nicht, denn ich bin ja noch die Sache mit dem Shitstorm auf der Minus Rockcity Facebook-Seite schuldig. Wie gesagt ging es da um eine Falschaussage von mir, und zwar betraf die die Ultras vom SV Meppen. Direkt nach dem ROCK AM DOCK wurde das Ganze im Rockpalast aber an der Theke geklärt, wie sich das gehört. Um es nur kurz zusammenzufassen: Durch einen unbedachten Facebook-Post hatte ich die Ultras in eine rechte Ecke gerückt. Als die Wellen der Empörung dann hochschlugen wurde mir aber ziemlich schnell bewusst, dass ich da einen ziemlichen Bock geschossen hatte, daher hab ich den Post auch offline genommen, um das nicht so stehen zu lassen, weil es ja offensichtlich falsch war.
Die Empörung war also nachvollziehbar. Im Rockpalast waren dann ein paar Ultras vor Ort (der SVM hatte am Abend 3:1 gegen Goslar gewonnen) und haben mich auch direkt angesprochen. Was ich immer gut finde, solche Sachen klär ich lieber direkt im Gespräch. Alles lief total gesittet ab, ruhiges Gespräch, kein Angeschreie, keine Drohungen, alles easy. Ich hab erklärt warum mir dieser Fauxpas unterlaufen ist, die Ultras haben mir erklärt, dass sie ernsthaft angepisst waren. Und noch mal unterstrichen, dass definitiv keiner der Meppener Ultras in irgendeinder Form rechtsradikal oder rechtsextrem ist. Finde ich gut, klare Positionierung!
Ich hab mich noch mal in aller Form für meinen Bock entschuldigt, was ich an dieser Stelle auch gerne noch mal wiederhole, für alle Ultras die da im Rockpalast nicht anwesend waren. Aber ich denke die Leute mit denen ich da geredet hab, werden das schon weitergetragen haben.
Tja, Fehler macht jeder mal, man muss sich dann auch nur entschuldigen können. Und deswegen bricht mir kein Zacken aus der Krone, also noch mal: Sorry Jungs!
So, das hatte jetzt zwar nichts mit Musik zu tun, musste aber mal gesagt werden. Mit Mucke geht's hier weiter, wir sehen uns:
02.11.2012: "Dreieck Live" im Meppener Bermuda-Dreieck ... vielleicht nicht besonders relevante Musik für diesen Blog am Start, aber immer viel los und angenehm um Bekannte zu treffen...
17.11.2012: DESONA Pre-Release-Party in Lingen
23.11.2012: Havarii. (postpunk/Hamburg, ex-SALON HELGA) und FJØRT (hardcore/Aachen) live im JuZ Meppen
24.11.2012: "20 Jahre CIVIL COURAGE" live in Lähden, mit Dritte Wahl, The Grizzly Adams Band, Asthmateufel, Never Silent, Dorfkind und Out of Practise ... das Drama: ich kann nicht! Hätte speziell die Grizzly Adams Band mal gerne (wieder) gesehen. Na ja, dann muss ich wohl selber ein Konzert mit denen klar machen... ;)
Lange war es erwartet worden, am 07. und 08.09.2012 ging es dann endlich über die Bühne: Das Festival zum 30-Jahre-Jubiläum vom Rockpalast Meppen. Ich denke mal, dass so ziemlich jede/r der/die zur Zielgruppe dieses Blogs gehört da schon mal mindestens einmal ein versumpftes Wochenende hingelegt hat, sofern er/sie nicht sowieso schon zur erweiterten Inventarliste des Ladens gehört. Und dass der Rockpalast dieser Tage seinen 30. Geburtstag feiern konnte war ja auch nicht immer so ganz sicher, denn permanente Schließungsgerüchte gehören ja zu dem Laden, wie die Pfütze ab 1 Uhr auf dem Boden der Herrentoilette. Man erinnere sich nur an die Farce, die da vor wenigen Monaten abging...
Die große Sause konnte also steigen und dafür waren gleich mal 2 Tage Open-Air angesetzt, coole Sache! Da könnte ein Rock'n'Roll-Traninigslager nicht schaden, dachte ich so bei mir, weswegen wir uns schon mal am Donnerstag (06.09.) ins Gleis 22 in Münster begaben. Da spielten DIGGER & THE PUSSYCATS aus Australien, mit denen ich am 16. November 2009 auch schon mal ein Konzert im Meppener Jugendzentrum gemacht hatte. Das war ein Montag, also standen damals eigentlich alle Zeichen auf scheiß Besucherzahlen ... war aber nicht so! Es war gut was los und so einige Meppener kriegten danach vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Denn DIGGER & THE PUSSYCATS sind nur 2 Typen, einer mit Gitarre, der andere mit Minimal-Standschlagzeug (1x Snare, 1x Stand-Tom, 1x Becken), beide singen. Und in der Formation bliesen die so ziemlich alles an die Wand, was jemals eine "komplette" Bandbesetzung in Meppen auf eine Bühne gebracht hatte! Die Meppener Tagespost titelte daraufhin ein paar Tage später mit "Australischer Musiker zerlegt seine Gitarre", da muss ich heute noch schmunzeln, das stimmte nämlich gar nicht. Frontmann Sam war nur leicht erregt darüber, dass ihm eine Saite gerissen war und warf sein Instrument daher etwas impulsiv von sich. Ich hab den Trümmer aufgesammelt und dann selbst hinter der Bühne eine neue Saite aufgezogen, alles noch voll funktionstüchtig! Aber Sam machte schon mit seinem Ersatzhobel weiter. Den kompletten Bericht von damals findet man auch noch HIER.
Konzertplakat zum DIGGER & THE PUSSYCATS Gig 2009. Hab ich damals auch selbst gezeichnet. Merke: Wenn Dir nichts Vernünftiges einfällt, dann verbrate einfach die naheliegendsten Klischees die Dir zum Heimatland der Musiker in den Sinn kommen... ;)
Nun ja, man könnte jetzt meinen diese australischen Randalebrüder hätten danach erstmal meine Wohnung zerlegt, aber weit gefehlt. Sam und Andy sind so ziemlich die sympathischten und pflegeleichtesten Typen der Welt, wir saßen noch die ganze Nacht bei ein paar Bierchen am Wohnzimmertisch, bevor ich die beiden am nächsten Vormittag schweren Herzens in die weite wilde Rock'n'Roll-Welt entließ. Allerdings sind wir eigentlich permanent in Kontakt geblieben und Andy hat sogar noch einen sehr coolen und witzigen "European Tourfood-Guide" für mein CRKO Fanzine geschrieben. Den kann man HIER nachlesen, auf Seite 70-72. Macht euch schlau über "Lunch at Flunch" und "Grünkohl, the green jewel of the earth..." ;)
Im Frühjahr 2012 war ich dann tatsächlich schon mit Marco - der die ganze Organisation für das Rockpalast-Festival machte - am überlegen, ob DIGGER & THE PUSSYCATS nicht auch dort spielen sollten, da schon feststand, dass die in dem Zeitraum touren. Letztendlich klappte das aber nicht, da beim Rockpalast auch eher Lokalbands mit direktem Bezug zum Laden spielen sollten. Gute Idee, von daher nicht schlimm, dass die Australier nicht dabei waren. Wir nahmen also das Konzert in Münster mit, was auch gleichzeitig den Tourneestart markierte. Erfreulicherweise durfte ich mit meinem kleinen Plattenlabel die beiden neuen Vinylsingles von DIGGER & THE PUSSYCATS mit rausbringen, also war das zeitgleich auch die Record-Release-Party! Wer Interesse an den Singles hat kann die übrigens HIER im Stream anhören und HIER kaufen... Verschiedene Vinylfarben, aller Schnick und Schnack... So, aber jetzt Werbemodus off... ;)
Als wir ankamen spielten THE SENSATIONAL SECOND COUSINS aus ... nanu ... Klazienaveen in Holland. Direkt hinter der Grenze also, haha, da hätte man auch zusammen fahren können. Ebenfalls ein Duo, aber eher in die klassische Rockabilly-Richtung, feine Sache. Dann war Zittern angesagt, denn DIGGER & THE PUSSYCATS waren noch gar nicht da! "Flugverspätung" ging durch den Ticker, aber um 22 Uhr ging die Tür auf und Sam und Andy standen auf der Matte, nachdem Sam (der seit Sommer in Europa lebt) im Alarmstart den armen Andy aus Schiphol abgeholt hat, wo der nach einer 36-Stunden-Odyssee (Melbourne, Indonesien, London etc.) endlich gelandet war. Und dann ging's direkt auf die Bühne und die beiden haben alles niedergerockt, und das obwohl sie seit 8 Monaten nicht mehr zusammen gespielt hatten. Hut ab! Andy kroch nachher aber auch wirklich auf seinem Zahnfleisch von der Bühne, der arme Kerl. Nachher haben wir aber beinahe noch ausgehandelt, dass die beiden nächstes Jahr auf meiner Hochzeitsparty spielen, haha... Mal gucken ob das klappt, geil wär's... (... kleine Anmerkung noch: Soeben erreichte mich die Meldung, dass den
beiden Australiern in Berlin das Hotel unter'm Arsch weggebrannt ist!
Zum Glück kein Personenschaden. Heiße Typen!)
So, nachdem sich der ein oder andere wahrscheinlich schon gefragt hat "Wann schreibt der Depp jetzt endlich was zur Rockpalast-Sause" ... keine Panik, jetzt geht's los!!! Dabei möchte ich mal von vornherein auf einen der wichtigsten Faktoren des Festivals hinweisen: Es herrschte tolles Wetter!!! Zwei wunderbare Spätsommerabende, da konnte von vornherein eigentlich fast gar nichts schief gehen! Ich hatte mir auch vorgenommen an jedem Abend früh da zu sein, das ging allerdings am Freitag in die Hose, so dass ich ALITAVE verpasste. Schade, aber die Jungs hab ich auch schon oft gesehen und selbst bestimmt schon ein halbes Dutzend Konzerte mit denen gemacht. Feine Burschen!
Dann folgte mit JAMMIN' JOHNNY & THE DISKOFUCKERS direkt die erste Überraschung des Wochenendes. Der Name sagte mir auf den Plakaten gar nichts und irgend jemand sagte vorher, die würden so eine Art "Party-Ska" spielen. Hmm... nicht die besten Voraussetzungen für mich, denn mit Ska kann man mich jagen. Auf der Bühne stand dann ein Typ mit Akustikgitarre, eine Bläsersektion und ein Typ der die Percussion auf einem Cajón machte. Und ich muss sagen, das Ganze war relativ geil, da das eher auf gutes Entertainment (okay, manchmal auch etwas zu viel Klamauk) angelegt war und auch starke Züge von Straßenmusik hatte, als die Musiker anfingen durch's Publikum zu rennen. Eine sehr gute Aktion, denn zu dem Zeitpunkt herrschte vor der Bühne noch der "emsländische Halbkreis" vor. Na ja, dieses geflügelte Wort sollte an beiden Abenden aber noch öfter die Runde machen, man kennt das ja... Später stand der Frontmann der Combo (also wahrscheinlich Jammin' Johnny höchstselbst) dann noch neben mir, als wir gemeinsam ein Gebüsch bewässerten. Einer der Trompeter ist wohl Meppener, er selbst kommt aus der Gegend um Hamburg und mit ihrer Band sind die in echter Straßenmusiker-Manier auch fleißig am rumreisen, unter anderem war auch kurz die Rede von Australien. Da könnten die ja evtl. mal mit DIGGER & THE PUSSYCATS Hotels niederbrennen, hehe...
Etwa zur gleichen Zeit liefen mir auch die Jungs von BIG TENNIS über den Weg, die auch alle alte Kumpels sind. Unfassbare Aktion: Deren Drummer Bo hatte einen Kuchen für mich gebacken! Da meine ehemalige Freundin und ich seit einem Monat ein frischgebackener Ehepaar sind, hatte der für uns einen frischgebackenen Kuchen mitgebracht! Unfassbar, ich war den Rest des Abends baff! Und der war noch warm und schmeckte großartig. Allerdings ist es für 2 Leute ein bisschen schwierig sich da in kurzer Zeit einen ganzen Kuchen reinzuverputzen, dementsprechend brachte ich den erstmal unter die Leute. Falls sich da also jemand über den komischen Vogel gewundert hat, der Kuchen verteilt hat ... das war ich!
Kuchen gab's! Aber leider keinen Kaffee, daher musste Bier herhalten, yummy :) DANKE BO!!!
Während der ganzen Zeit spielten natürlich auch Bands, um genau zu sein SEARCHING FOR SAM (die mir seit jeher - wie generell viele Harener Bands - viel zu schwermütig sind/waren) und FOOLS FROM STACK (gut, wie immer). Den Abschluss bildeten dann BIG TENNIS aus Lingen, da bin ich natürlich befangen, denn der Schlagzeuger hat mir halt diesen unfassbar guten Kuchen gebacken. Glaubt mir jetzt noch einer, dass ich die für die Band mit dem besten Pop-Songwriting und dem besten Sänger halte, die in den letzten Jahren dem Emsland entsprungen ist?!? Das riecht nach Bestechung! Na ja, ist ja auch egal, es sind halt auch einfach nur steile Typen! Gut ins Line-Up fügte sich übrigens auch deren neuer Bassist Philipp ein, der aber als Lingener Urgestein (u. a. ex-FATSO & THE RIGHTMAKERS) kein Unbekannter sein dürfte.
Während des gesamten Abends war natürlich großes Hallo angesagt, da massig Bekannte da waren, auch "länger nicht mehr Dagewesene". Also Smalltalk an allen Ecken und Enden, alles sehr angenehm. Nur war es nachher etwas schwierig in den Rockpalast selbst zu kommen, da war es leicht chaotisch am Einlass. Dementsprechend hab ich es mir dann nicht mehr angetan mich in der Schlange anzustellen, sondern hab noch eine Frikadelle auf die Hand genommen und bin mit meiner Liebsten nach Hause gestiefelt...
... was sich auch als weise Entscheidung herausstellen sollte, denn so war ich am nächsten Tag relativ fit und auch zeitig am Platz. TMH spielten zwar schon, aber das meiste vom Set bekam ich noch mit. Diese Band wollte ich auch sehen, da ich mit Sänger Peter bei der "Initiative 2.0" schon diverse Konzertprojekte mir durchgezogen hatte, mir seine Band aber immer ein Mysterium geblieben ist. Wenn nämlich mal die Chance bestand, dass TMH Support spielen sollten kamen immer dubiose Absagegründe, à la "Das geht nicht, da sind wir im Zeltlager" oder sowas, hehe... Der Auftritt beim Palast war aber ganz passabel, Melodycore mit englischen und deutschen Texten. Wobei ich von den deutschen Texten aber kein Wort verstanden hab, ich hoffe die haben keinen Quatsch gesungen. Ansonsten: Wenn kein Zeltlager ist seid ihr engagiert! ;D
Nach OUT OF PRACTISE (waren okay, werden mir aber mittlerweile zu schwülstig), TWEE-STAR (spielerisch mit am besten, litten aber auch etwas unter dem emsländischen Halbkreis) und BIG BALLS COWGIRL (von denen hab ich nicht viel mitbekommen, weil ich so eine "Rumlauf-Phase" hatte und im Rockpalast selber schon den ersten Russisch-Koks runterstürzen musste) kam dann (über eine kleine Solo-Einlage einer mir bekannten Person breite ich mal den Mantel des Schweigens) der Meister selbst: George Gambier, aka "Lord Cammy", der Chef vom Rockpalast. Bei den letzten Jubiläen war es ja schon Tradition, dass er immer noch ein paar Songs gesungen hat, diesmal also auch. Allerdings hatte er keine Backingband, sondern hat zu Musik aus der Konserve gesungen. Hm, wirkte ein bisschen komisch, aber okay ... hätte man dafür nicht KALTMIETE engagieren können?!? Wäre cool gewesen, aber ich weiß gar nicht ob es die noch gibt. Die Homepage existiert jedenfalls noch, da findet man auch alte "Lord Cammy" Songs: www.kaltmiete.de
Das Video hier ist übrigens der zweite Song den George gesungen hat, Gänsehautfeeling war schon dabei, wenn man sieht wie viele Leute da waren und jubelten. Danach begab ich mich allerdings direkt in den Palast, denn ... steinigt mich, aber ... ich bin nicht so ein Riesenfan von George's Kalypso-Pop, haha... Nicht böse gemeint, aber ich musste mich schon mal an der Theke festketten bevor sich da wieder Menschenmassen am Eingang drängelten. Es folgte dann auch mal wieder die Totaleskalation, denn so schlau wie ich am Vortag mit meiner frühen Abreise gewesen war, so dumm war ich am Samstag, als der Russisch-Koks in Strömen floss und sich mein Verstand allmählich gen Nirvana verabschiedete... Ja ja, das kennt man ja wieder, daher schreib ich jetzt auch mal nicht groß drüber, geschweige denn, dass ich noch was wüsste, haha...
Als Fazit kann ich eigentlich nur sagen: Absolut gelungene Veranstaltung! Prima Wetter, tolle und friedliche Stimmung auf dem Platz und im Laden (auch wenn ich draußen wieder ein paar braun angehauchte Honks rumlaufen sah) und jede Menge lange nicht gesehener Bekannter. Unter anderem auch aus alten Bands! Dennis von TWEE-STAR erinnerte sich z. B. bei einer Ansage noch an die ersten Palastauftritte mit seiner alten Band SAMPLAX, während vor der Bühne seine alten Mitmusikanten ihre Bierbäuche spazieren führten, hehe. Einen alten MORTAL FEAR Gitarristen sah ich leider nur von weitem, als er einen Bierstand belagerte (die teilweise mit den alten Thekenleuten besetzt waren, auch cool). Auf dem Platz hab ich noch mit Chrissy von den BATTLEDYKES geredet, der mit Timo von den BACKWOOD CREATURES vor 5 Jahren noch in der Palast-Jubiläumsband TEAM ZERO gespielt hat, damals mit dem Hit "Twentyfive years of Rockpalast". Timo war übrigens diesmal der Bühnentechniker und hat reihenweise auftretende Bandmitglieder verarscht, à la "Wie? Du willst ein Mikro? Kannst du denn überhaupt singen?" Wir standen dahinter und lachten uns ins Fäustchen, haha...
Ja, so war es also, das 30-Jahre-Rockpalast-Jubiläum. Eine schöne Sache war's und ich bin ganz froh, dass ich mit dem Entwurf des Jubiläums-Shirts auch ein bisschen selbst mit beteiligt war. Sollte jetzt ein großes Schlusswort folgen? Oder noch zeilenlange George-Beweihräucherung? Nee, das lass ich mal lieber... Nur kurz: Hut ab, dass George das so lange durchgehalten hat, trotz der massiven Schwierigkeiten! Bei allem Respekt vor dieser Leistung bin ich aber nicht so ein großer Anhänger dieser George-Ikonisierung, wie sie gerne von diversen Leuten betrieben wird. Der alte Mann ist ein guter Typ und ein Meppener Original, keine Frage! Aber wer z. B. schon mal eine Party mit ihm abgerechnet hat, der weiß, dass er da - mal ganz unromantisch gesagt - auch "nur" ein Geschäft führt. Und ich finde auch, dass mehr Potential in dem Laden steckt(e). Da hätte man in den letzten Jahren mehr machen können, als das standardmäßige endgültige Abschießen ab 2-3 Uhr nachts. Schade, dass da Möglichkeiten verschenkt wurden... Na ja, egal, ich bin gespannt wie viele Jahre George den Laden noch führen kann und wie es weitergeht. Gerüchte gibt es ja genug... 35 Jahre Rockpalast? Ich hoffe es, warten wir mal ab...
So, ich hab's getan, ich war im Easy-5-Club! Anlass war das Konzert der Hannoveraner TERRY HOAX. Aber der Reihe nach...
Irgendwann letzten Monat tauchten die ersten Ankündigungen auf: TERRY HOAX live im Easy-5-Club Meppen. Ich, als unterm Stein Lebender, musste mich erst mal schlau machen, was und wo der Easy-5-Club überhaupt ist. Kurz gegoogelt, alles klar: das ehemalige "Pearl" bzw. "K3" in der Bahnhofstraße Meppen. Nach allem was ich rausfinden konnte, gab es rechtliche Probleme mit dem Namen "Pearl", folglich heißt das Ganze nun "Easy-5-Club" und erstreckt sich über die Bereiche der ehemaligen "Tröte", des ehemaligen "K3" und des ehemaligen "Szenario".
Die Meldung über ein Konzert in dem Laden kam aber eher überraschend, und aus dem Bekanntenkreis kam zu dem Laden auch schnell der Tenor (ich zitiere): "null komma nix los, sau kacke der laden!!!" Zumal ich bei Betrachtung der Homepage auch eher den Eindruck hatte, dass die Grundausrichtung eher auf "normales" Diskotheken/Zappelclub-Publikum abzielte. Ganz zu schweigen von den crazy Einlasskriterien, da musste ich beim Lesen doch sehr lachen und mit dem Kopf schütteln...
Es standen also schon vor dem Konzert einige Fragezeichen im Raum. Dazu kam noch: Auf welche Zielgruppe zielt das Konzert ab? Bzw.: Wer kennt noch TERRY HOAX? Mir waren die namentlich noch bekannt, stammten aus dem Hannoveraner Umfeld von FURY AND THE SLAUGHTERHOUSE und haben sich wohl kürzlich reformiert. Aber würden sich da die Meppener Kids für interessieren? Eher nicht... Ich tippte also eher auf ältere Semester im Publikum, zumal der Eintrittspreis mit 17,50 Euro (Abendkasse) auch recht happig war.
Ein kluger Schachzug war aber womöglich, dass die Veranstalter in der Woche vor dem Konzert kurzfristig TWEE-STAR als erste Vorband ergänzten, die eine Woche vorher bei ihrem Comeback-Auftritt eine echt gute Leistung im Meppener Jugendzentrum abgeliefert hatten (HIER nachzulesen) und selbst (zumindest Sänger Dennis) auch große Fans von TERRY HOAX sind.
Ich hatte mein Kommen vorab einigen Leuten zugesagt, aber es war echt schwer überhaupt Mitreisende zu finden. Von den meisten Leuten kamen vorab nur die bereits erwähnten Kommentare zu dem Laden. Letztendlich kamen aber Ziege und der Baron mit, coole Typen, aber beide machten allerdings auch dicke Backen, als ich sie über den Eintrittspreis aufklärte...
Vor Ort befürchtete ich anhand der schon erwähnten Einlasskriterien erst mal, gar nicht reinzukommen! Wie ein Damoklesschwert schwebten die Worte "keine schmutzigen Schuhe" und "keine Motorradbekleidung" über meinem Haupt! Vor meinem inneren Auge sah ich mich schon von Security-Kleiderschränken vermöbelt vorm MEP-Bauzaun liegen, als ich da in meinen gammeligen Chucks und mit Lederjacke eintraf. Auch von schlechten Karten für "stark alkoholisierte Personen" war die Rede, aber zu denen wollte ich mich erst beim Verlassen des Etablissements zählen... Ich hatte also schon fast Pipi in der Hose, hatte extra eine heile Jeans angezogen und sämtliche Bewaffnung die ich sonst mit mir rumtrage zu Hause gelassen ... und was war ... NIX! Eintritt bezahlt, Stempel bekommen, kein Security-Mensch weit und breit! Für 17,50 Euro hätte ich wenigstens erwartet einmal so richtig ordentlich und mit Hingabe abgetastet zu werden... Nix da! Aber die erste Hürde war genommen!
TWEE-STAR live im Easy-5-Club. Pic by brutaler Roadie! ;)
Die zweite Hürde war die Treppe nach oben, die schaffte ich so grade... Wir drei Gescheiten also die Treppe hoch und in dem Moment fingen TWEE-STAR auch gerade an zu spielen. Kurzer Exkurs zum Thema Treppen: Der Laden ist voll davon! Fast immer wenn man irgendwo hin wollte, musste man eine Treppe hoch oder runter! Ich war wirklich froh, dass ich nicht im Rollstuhl saß, Barrierefreiheit war nicht so wirklich gegeben... Allerdings habe ich allein durch Treppensteigen im Easy-5-Club bestimmt mehr Kalorien verloren, als ich durch Biertrinken zu mir nehmen konnte.
Wo war ich? Ach ja, TWEE-STAR fingen an! Ein Blick in die Runde ... oh oh ... meine Befürchtungen bzgl. schlechter Publikumsresonanz bestätigten sich. Geschätzte 20/30 Leute sammelten sich um die Theke... Meterweit Platz vor der Bühne, bis auf den zwielichtigen Roadie von TWEE-STAR, der einen Stehtisch besetzt hielt.. Brutaler Typ! ;) Ich stand dann auch ziemlich fix in der ersten Reihe, was an dem Abend so ca. 4 Meter vor und 3,50 Meter rechts der Bühne war, haha...
Na ja, die Band machte jedenfalls das Beste draus. Solider Auftritt, für das fehlende Publikum konnten sie nix, alles ordentlich über die Bühne gebracht. Auch die zweite Band FIBRE machte es den Umständen entsprechend gut. Ganz junge Burschen im Industriekaufmann-Look, die mit TERRY HOAX auf Tour waren. Musikalisch aber nicht unbedingt meine Tasse Tee, sehr radiokompatibler Gitarrenpoprock, etwas zu glatt und auch hier traf ich desöfteren auf den ominösen "offene-HiHat-Beat", den HURRICANE DEAN schon eine Woche zuvor im Meppener JuZ bis zum Erbrechen zelebriert hatten (HIER nachzulesen). Auch der Preis für die häufigste Ansagenschleife ging an FIBRE, denn der Sänger wünschte den Anwesenden mindestens ein Dutzend mal "Viel Spaß mit dem nächsten Song!" Aber: Keine Meckerei! Beide Vorbands machten ihre Sache den Umständen entsprechend gut!
So, dann kam die Hauptband! Und da war ich wirklich gespannt, wie die mit den enttäuschenden Besucherzahlen umgehen würden! Ich hab in Meppen ja schon die durchschnittlichsten Schülercombos auf albernste Weise rummotzen sehen, als die mal vor nur 15-20 Leuten ran mussten. Wie würde also so ein Kaliber wie TERRY HOAX reagieren?
Um's vorweg zu sagen: Es war ein richtig guter Auftritt! Fünf Herren mittleren Alters betraten die Bühne, guckten sich die Umstände an und legten einfach los und spielten einen prima Auftritt. Wie weiter oben erwähnt: Ich kannte TERRY HOAX auch eher nur noch dem Namen nach, aber als die dann spielten kamen mir einige Songs doch ziemlich bekannt vor. In den 90ern hatte die Band ein paar Hits gelandet und außerdem mit einer Rock-Coverversion von DEPECHE MODE ("Policy Of Truth", wurde auch an diesem Abend gespielt) einige Bekanntheit erlangt.
Als es losging war auch zu merken, dass unter den spärlichen Anwesenden einige echte Fans waren, die fast alle Songs mitsingen konnten. Auch der obligatorische "mitreisende Fan" war dabei, in diesem Fall eine kleine Dame, die am Rand der Tanzfläche zu jedem Song mitging wie ein Flummiball. Sänger Olli Perau würdigte das alles in seinen Ansagen, durch die er sowieso die Stimmung immer hoch hielt. Ich denke mal bei jemandem wie Perau (wie auch dem Rest der Band) spielt da auch ein hohes Maß an Professionalität eine Rolle, aber er kam einfach wie ein echter Entertainer-Sympathiebolzen rüber. Mal davon abgesehen, dass der Mann ein wirklich guter Sänger ist.
In Sachen Publikumsinteraktion hätte ich mich übrigens fast eingenässt, als Perau in einer Ansage den neben mir stehenden Baron mit "Ey, irgendwoher kenn ich dich!" ansprach, was dieser jedoch vehement abstritt. Später bekam der Baron von der Bühne aus auch noch die Anweisung seine Jacke ausziehen, wollte er aber nicht! Interessant daran ist, dass der Baron zwar aus Meppen kommt aber schon seit geraumer Zeit in Hannover wohnt und arbeitet. Es wäre also theoretisch durchaus möglich, dass er und Olli Perau sich da tatsächlich mal über den Weg gelaufen sind, aber wir konnten bis zum Ende kein Licht in die Sache bringen. Aber wenigstens gut gelacht... :) Interessante Anekdote: Herr Perau machte uns irgendwann darauf aufmerksam, dass im Publikum nur 3 Frauen anwesend waren! Totale Männergesellschaft im Easy-5-Club!
TERRY HOAX live im Easy-5-Club. Pic by brutaler Roadie.
Der TERRY HOAX Auftritt war also wie gesagt sehr gut! Ich fühlte mich gut unterhalten und die Band spielte locker 80-90 Minuten und war sich auch für 2-3 Zugaben nicht zu schade. Irgendwie hatte ich vorher spitz gekriegt, dass einer der beiden Gitarristen wohl auch bei der alten refomierten Hannoveraner Punkband BLUT + EISEN spielt. Nach dem Auftritt hatte ich mich aber mit 1-2 anderen Leuten festgequatscht, so dass ich da leider nicht mehr investigativ tätig werden konnte, schade...
Tja, wie soll ich den Abend bewerten?!? Die Bands waren gut, keine Frage. Die Publikumsresonanz war enttäuschend, keine Frage. Woran lag's? Abschließend beantworten kann und will ich das hier natürlich nicht, ich hatte ja direkt auch gar nichts mit dem Konzert zu tun, sondern war nur als Gast da. So einige Punkte/Fragen die mir das in den Sinn kommen wären aber:
Im Osnabrücker Rosenhof ziehen TERRY HOAX um die 300-400 Zuschauer. Warum in Meppen so extrem wenige? Ignoranz der Landeier?
War der Eintrittspreis zu hoch? Keine Ahnung, ich kenne die Gagenforderungen von TERRY HOAX nicht. Allerdings ordne ich die relativ hoch ein, insofern war es für den Veranstalter wahrscheinlich angemessen. Zielgruppe war wohl eher arbeitendes Volk, Altersklasse: Ende 20 bis Mitte 40. Die meisten potentiellen Gäste lagen vermutlich zu Hause vor der Glotze...
Sonstiges: Die Getränkepreise lagen generell ca. 50 Cent über den "üblichen Preisen" in Meppen (eine Flasche Beck's z. B. 2,50 Euro). Bedienung war allerdings prompt, was aber auch vielleicht nicht verwunderlich war, es waren ja auch nicht allzu viele Gäste da, näch... ;)
Toiletten auch sehr sauber, aber kein Dan-Dryer-Handföhn...
Traute Zweisamkeit vor'm MEP-Bauzaun: Olli Perau (TERRY HOAX) und Dennis (TWEE-STAR). Pic by brutaler Roadie.
Ein Grundproblem war womöglich die Location selbst. Aber auch hier kann ich nur spekulieren. Wie schon erwähnt, hab ich im Vorfeld nichts Positives über den Easy-5-Club gehört. Jetzt war ich selbst da und kann eigentlich nichst Schlechtes über den Laden sagen. Aber halt auch nichts richtig Gutes. Es ist etwas teurer als der Rest von Meppen. Auch der Sound/die Akustik im Konzertraum (das ehemalige "K3") ist eher dürftig. Und generell kam mir ein Rockkonzert in dem Laden etwas exotisch vor. Auch im "K3" ging ja damals so gut wie gar nichts, wenn ich mich richtig erinnere... Aber das sind wohl schon die kleinen Unterschiede, die für die Masse der Leute ausschlaggebend sind, lieber in die altbekannten Läden zu gehen...
Beim Easy-5-Club kann ich auch noch nicht deuten, wofür der Laden steht, wo er hin will, welche Leute da angesprochen werden sollen. Ein Kumpel legte die "Reviere" in Meppen letztens mal ganz anschaulich dar:
Rockpalast = Alternative, Rock, Punk, Metal, Auffangbecken für Leute die "anders" sein wollen. Viel Abiturientenpublikum, wegen Abifeten.
Night/Jersey = Feierwütige, Normalsterbliche, im Volksmund gerne auch "Klein-Haren" genannt... ;)
Penthaus: Exklusiveres Club-Publikum, auch viele exklusive Sachen, z. B. DJ-Sets für die auch Publikum von auswärts anreist
Havana = irgendwie die Schnittmenge aus Rockpalast und "Kleinharen"
Alte Wäscherei = Richtung Night/Jersey, aber eher Ü30-Publikum
Tja, wo lässt sich da der Easy-5-Club einordnen??? Allein von der Internetpräsenz her wählte der schon erwähnte Kumpel kürzlich das Wort "Pseudogroßstadtdiskothek"... Mir kommt es so vor, als ob die Grundausrichtung leicht zu so einem Zwischending zwischen Night/Jersey und Penthaus tendiert. Allerdings kommt man wohl derzeit nicht an die anderen (etablierten) Läden ran...
Ausgehend von dieser Zielausrichtungs-Vermutung, zähle ich mich mal von vornherein nicht zum gewünschten Standard-Publikum des Clubs. Für "Rock-Publikum" ist laut Easy-5-Homepage auch kein "Area" im Club vorgesehen. Da ist und bleibt George mit seinem Rockpalast in Meppen Platzhirsch. Wobei ich in dem Rock-Bereich eigentlich Potential sehe, da der Rockpalast seit Jahren immer die gleiche Standard-Schiene fährt und ehrlich gesagt mehr von der Reputation lebt, als von irgendetwas anderem.
Konzerte sind im Rockpalast immer schwierig (fehlende PA muss angemietet werden, Bühnenauf-/abbau etc.) und solche Chancen wie "Themen-Nächte" werden auch vom Rockpalast seit jeher nicht wahrgenommen. Obwohl ich in Meppen und Umgebung von vielen Leuten aus entsprechenden "Szene-Subkulturen" schon öfters gehört hab, dass sich manch einer wirklich sowas wie eine regelmäßig stattfindende "Metal-Nacht" o. ä. wünschen würde. Ich geh stark davon aus, dass da großes Publikumspotential vorhanden wäre, wenn man das erstmal etabliert. Womöglich auch für so Sachen wie Gothic, wer weiß...
Ob man da dann nun Bands mit auf die Bühne stellt oder "nur" eine DJ-Nacht von macht wäre zu überlegen, aber ein Versuch wäre das vielleicht wert. Und auch wenn das erste Konzert im Easy-5-Club jetzt vielleicht aus Veranstaltersicht ein Misserfolg war, ist dort trotzdem ein Raum vorhanden, in dem in Meppen Konzerte machbar sind. Wenn man das anders aufzieht (z. B. Bandfestivals mit diversen Lokalbands oder sowas) bestünde ja evtl. die Möglichkeit da langsam was aufzubauen.
Momentan scheint mir der Easy-5-Club aber ziemlich konzeptlos in der Luft zu hängen. Ich hab ja auch gar keine Ahnung ob "Rock-Publikum" da überhaupt erwünscht ist, ich vermute eher nicht. Dementsprechend könnten meine Ideen aus dem vorherigen Absatz eh für die Katz sein... Nach dem Konzert hab ich jedenfalls nicht das dringende Bedürfnis den Laden noch mal aufzusuchen. Speziell nicht an einem "normalen" Abend, da ich da wohl sicher davon ausgehen kann, dass dort nicht meine Musik läuft und sich nicht der Schlag Menschen rumtreibt mit dem ich gerne rumhänge.
Wenn im Easy-5-Club aber in Zukunft mal wieder ein Konzertabend ansteht der mich anspricht, überleg ich's mir vielleicht noch mal...
So, Ostern 2012 ist überstanden! Wie üblich mit dem gewohnten Raubbau am eigenen Körper und auch 'ner ganzen Menge Rock'n'Roll! Vorher war ich schon ein bisschen unterwegs gewesen, u. a. am 23.03. bei Funny van Dannen im Rosenhof/Osnabrück (dafür hab ich an dem Tag leider das "Haren rockt!" verpasst, aber nu...). Ich glaube als ich den das letzte Mal gesehen hab war es Ende der 90er, bei einem denkwürdigen warmen Abend im Münsteraner Gleis 22. Ausverkauft, keine Karte, trotzdem reingekommen, Stromausfall, alle mitgesungen (weil das Mikro ja nicht tat), reihenweise unterernährte Studenten kippten aus den Latschen, weil es wirklich brutal heiß war. Dickster Sommer, es war glaub ich die Tour zum "Uruguay" Album, hach watt war datt schön damals...
Nun also Osnabrück, und da der Herr van Dannen zwischendurch ja einige größere Bekanntheit erreicht hat und auch so dubiose Kooperationen mit uncoolen Leuten wie Campino auf seinem Kerbholz hat, befürchtete ich Schlimmes was das Publikum anging. Was sich dann auch bestätigte - eine bunte Mischung aus Intellektuellen und Pseudointellektuellen aller Schichten: Erstsemesterstudenten, Studienräte, hängengebliebene Beatniks, Hausfrauen (Lieblingslied natürlich: "Schilddrüsenunterfunktion"), Spaßmetaller (Lieblingslied natürlich: "Saufen") und so Prollfreunde, die von ihrer Lebensabschnittsgefährtin mitgeschleppt wurden (Lieblingslied wahrscheinlich: "Posex und Poesie").
Angesichts dieses Publikums war natürlich für mich Obacht geboten. Es begann dann auch mit dem Klassiker: Ich begab mich zusammen mit meinen Mitreisenden in den Zuschauerraum, suchte mir ein mittiges Plätzchen und ... ein Klopfen auf der Schulter, umgedreht, dicker grauhaariger Mann sitzt hinter mir auf Barhocker: "Äh, tschuldigung, könntest du bitte zur Seite gehen, ich seh sonst nix!"
Haha, nun gut, ich war innerlich drauf vorbereitet! Also hab ich KEINEN Streit vom Zaun gebrochen. Was soll man da auch argumentieren? Dem guten Mann fragen, warum er sich denn in einem Stehplatzbereich hinsetzt?! Wohlgemerkt im hintersten Winkel des Stehplatzbereichs! Und wie er denn da was sehen will, wen er da sitzt, wo er doch damit rechnen muss, dass vor ihm Leute stehen. Dass er, wäre das ein Punkkonzert, für so ungefragtes Rumnerven auch mal einen kommentarlosen Schlag in die Fresse riskiert?! Nee nee, ich blieb ganz ruhig und ging ein Stückchen zur Seite.
Herr van Dannen fing dann auch an, was auch sehr unterhaltsam war, ich hab mich köstlich amüsiert. Mir fiel aber bald unangenehm auf, dass ich unerfreulich weit weg von der Theke stand (da wo die Spaßmetaller und mitgebrachten Prollfreunde schon rumstanden). Als ich dann einmal Bier holen war hab ich da eine offene Einflugschneise direkt zum Verweilen genutzt, da man im Rosenhof ja selbst von hinten von der Theke gut sieht und hört, der Club ist ja anscheinend ein altes Kino oder Theater, leicht abfallend mit guter Akustik.
Funny van Dannen hielt ich auch immer für so einen total zentrierten und ausgeglichenen Typen, der halt allem im Leben was Witziges abgewinnen kann. Aber dann hat der da plötzlich so eine hängengebliebene Beatnikfraktion direkt vor der Bühne zur Sau gemacht, hallali! Wie aus heiterem Himmel, sollten die doch mal die Fresse halten. Alle machten große Augen und dicke Backen, 15 Minuten gab es auch keine freundlichen Ansagen mehr, dann waren die Wogen wieder geglättet. Ja ja, von wegen da bei Funny vor der Bühne stehen, 2 Flaschen billigen Rotwein saufen und lautstark dazwischenschwätzen... Nee nee, das war das letzte Mal.
Das Konzert war ansonsten aber gut und unterhaltsam, ich war am Ende ganz froh dagewesen zu sein, obwohl ich vorher meine Karte erst wegen terminlicher Probleme verkaufen wollte. Herr v. D. machte dann glaub ich nach so knapp 2 Stunden Schluss und hielt sich auch nicht lange mit Zugaben auf, wodurch ich auch nicht weiter den Männlichkeitsritualen eines mitgebrachten Prollfreunds schräg vor mir beiwohnen musste. Alles gut!
In Sachen Klischeeschubladenpublikum bin ich übrigens so eher einer aus der hier besungenen Klientel:
Das fand aber jetzt alles in Osnabrück statt und nicht im Emsland, oje, ich entschuldige mich vielmals. Und jetzt wollte ich aber auch noch mit einem Konzert in Oberhausen weitermachen, wie krieg ich denn jetzt da den Dreh hin?!? Na ja, Oberhausen hat momentan auch irgendwie das Problem, das ich auch immer in Meppen bemängele: fehlendes Publikum! Also eigentlich haben alle Städte dieses Problem, wenn die nicht gerade als "hip" gelten, ist mir in den letzten Jahren mal aufgefallen. Ich wage es kaum zu sagen, aber ich bin in den letzten paar Jahren wirklich zu dem Schluss gekommen, dass wir es in Meppen gar nicht sooo schlecht haben. Als Vergleichsbeispiel sei also mal das Konzert in Oberhausen genannt.
Es sollten drei Bands spielen: die BREWERS aus dem Ruhrgebeat [sic] und die beiden Schwedenbands TYRED EYES und IMPO & THE TENTS! Ich kannte die auch alle, bei den BREWERS spielt Marky Fanatico, ein leicht irrer Bekannter von uns aus Oberhausen. Und mit den Schweden war ich vorab in regen E-Mail/Facebook-Kontakt. Location war das "Druckluft", wo man vor ca. 10 Jahren noch locker mit durchschnittlich 100 zahlenden Gästen rechnen konnte, wenn nicht sogar noch mehr. Erscheint ja auch logisch, das ist das Ruhrgebiet, da wohnen viele Menschen, die durch so tolle Erfindungen wie regelmäßig verkehrende S-Bahnen und Regionalzüge auch gute Anreisemöglichkeiten haben.
Nun kamen wir (meine Freundin und ich, denn natürlich wollte mal wieder keiner mit) am Tag des Geschehens (30.3.) nach den üblichen 150 km Autobahn von Meppen aus da an, und es wurden neben uns weit gereisten Emsländern letztendlich nur 30 zahlende Gäste! An einem Freitag! Unglaublich! Die Bands waren allesamt super, aber nur 30 Leute da? Traurig! Es lag auch nicht am Veranstalter, auch den kenn ich, der Frank aus Oberhausen. Der bewirbt seine Konzerte immer ordentlich und hängt sich rein, er war selbst konsterniert. Die Schweden entpuppten sich aber als Top-Leute, die mittlerweile seit 9 Tagen in Deutschland unterwegs waren, und die sagten dasselbe: egal welcher Abend, egal welche Stadt - maximal 20-30 Gäste.
Mal ehrlich, auch wenn wir in Meppen da mit unseren Besucherzahlen mehr als zufrieden sein können (siehe die Berichte weiter unten) ... wohin soll das generell führen? In 5 Jahren nur noch gepushte Hipster-Scheißbands für 30,- Euro Eintritt in irgendwelchen Lackaffen-Clubs? Nur noch 200-300-Euro-Festivals für die konsumfreudige, gesichtslose, austauschbare Indie-Hipster-CashCow-Zielgruppe? Ach was reg ich mich auf... Die Schweden haben sich auch nicht aufgeregt. Im Gegenteil! Das Konzert entwickelte sich vielleicht gerade durch die etwas ungünstigen Umstände zu so einer Art Scheißegal-Party, bei der nachher alle auf der Bühne waren und noch ordentlich abgefeiert haben. Und was die mir nachher alles noch geschenkt haben: Platten, Buttons, Jutetaschen, Raider, Twix und sogar eine Banane! Großartige Leute! TYRED EYES und IMPO & THE TENTS are go!!!
Ein paar Tage später ging es dann endlich auf Karfreitag zu! Dabei gab's aber zunächst mal eine kleine Klippe namens "Tanzverbot" zu umschiffen... Das gilt ja - wie jeder aufrechte emsländische Katholik weiß - am Karfreitag. Allerdings riskiere ich jedes Jahr aufs Neue mein Seelenheil und einen Platz im Fegefeuer, indem ich immer wieder an der alljährlich stattfindenden "legendary K-Friday Party" teilnehme!
Am 06. April 2012 war es also wieder soweit. In einer geheimen schnuckeligen kleinen Hütte an einem geheimen Ort im Emsland richtete ein geheimes Party-Kommitee dieses äußerst geheime Event aus! Hört sich alles sehr geheimnisvoll an, was?!? Ja, so ein bisschen was hat das Ganze auch von geheimbündlerischer Zusammenkunft, à la Freimaurer, Rosenkreuzer, Tempelritter etc... Der "Karfreitags-Rock'n'Roll-Orden", haha... Aber an dem Tag haben ja auch andere soziale Gruppen ihre Zusammenkünfte. Ich hab schon von mehreren blasphemischen Vereinigungen gehört, die diesen fleischlosen Tag zu provokanten Grillveranstaltungen nutzen, bei denen hemmungslosem Fleischgenuss und Völlerei gehuldigt wird. Und vom Marktkauf-Parkplatz wurden in diesem Jahr z. B. absolute Ausnahmezustände berichtet, da dort diverse Autoclubs den "Carfreitag" zelebrierten. Aber nee, das ist mir zu uncool, Autos und so ... Grillen, okay, das sollte man bei der "legendary K-Friday Party" vielleicht auch noch einführen. Aber hauptsächlich geht's bei der K-Friday Party für mich immer um die wirklich wichtigen Dinge im Leben: schmierige Rockmusik!
Feiertage wie Karfreitag/Ostern bringen ja den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass da alle "Auswärtigen" wieder auftauchen, um über Ostern fein die Füße bei Muttern und Vattern unter den Tisch zu stellen. Es waren also massig Leute da, die ich monatelang nicht gesehen hatte. In musikalischen Dimensionen gesprochen zahlreiche (ex-)Mitglieder der BACKWOOD CREATURES, BATTLEDYKES, MAVERIX, GRIZZLY ADAMS BAND, FAVORATS, STARFIRE ROCKETS, AUDIOSONIX und bestimmt noch 'nem halben Dutzend anderer Kapellen. Dementsprechend wurden fleißig neueste News ausgetauscht (was in meinem fortgeschrittenen Alter meistens auf so Infos hinausläuft wie: Wer hat Nachwuchs bekommen? Wer heiratet? Wer trinkt keine Alkohol mehr? etc. pp.) und um 0:22 Uhr musste ich auf dem Weg zum Herren-Freiluft-Pissoir bereits dem ersten Haufen Erbrochenen ausweichen. Nicht von mir hinterlassen, möchte ich anmerken! Die Party lief also wie ein Länderspiel...
Der Clou in diesem Jahr war aber zum ersten Mal eine Liveband: THE GOLDEN HELMETS! Die sind ja bekanntlich mit diversen (Exil-)Emsländern besetzt und die paar Kölner/Solinger in der Band gehen mittlerweile auch als emsländische Ehrenbürger durch! Am Karfreitag spielte die Combo in der emsländischen Schnapshauptstadt den Auftakt für ihre Frankreichtour. Hä? Frankreichtour? Und dann Auftaktkonzert im Emsland? Tja, so ganz hab ich's auch nicht verstanden, aber was will man machen an so Abenden wo Logik nur eine Nebenrolle spielt?!? Eine nachvollziehbare Kombinationskette wäre vielleicht: Frankreichtour => Tour de France => die Tour de France fängt ja auch öfters mal mit "Auswärtsetappen" an, in Irland oder so... Allerdings sind die HELMETS am nächsten Tag auch gar nicht weiter nach Frankreich gefahren, sondern in die Schweiz... Kann man ja mal machen, tödlich verkatert im Osterverkehr, mein lieber Scholli, Hut ab, gut das ich nicht mit im Van saß, hehe...
Musik gemacht haben die GOLDEN HELMETS aber natürlich auch noch! Ich hab zwar händeringend versucht das Tanzverbot durchzusetzen, aber vergeblich! Nach kurzer Zeit war der Laden ordentlich am Feiern, ca. 100 Bekloppte tanzten ab und der Auftritt war das Sahnehäubchen auf einer der besten Partys 2012! Hier mal ein Video vom Budenzauber, unter anderem spielen die Burschen den Song "Run", den ich höchstselbst auf meinem Label auf stylischem Vinyl rausgebracht hab. Was ich damit sagen will: Könnt ihr kaufen, näch, und zwar HIER! ;) Ansonsten: Beste Band! Absolute Livegranate! Und alle Mitglieder im Nichtallelattenamzaunverein, allen voran Hendrik, der vollkommen irre Sänger! Die Welt braucht mehr von solchen verrückten Frontmännern, dringend!!!
Danach verlässt mich dann auch langsam die Erinnerung. Aus diversen Facebook-Einträgen von Partybesuchern konnte man am nächsten Tag ableiten, dass da zu späterer Stunden wohl noch diverse Kleidungsstücke verloren gegangen sind. Keine Ahnung was da los, vermutlich waren später alle nackt! Ich kam jedenfalls noch voll bekleidet nach Hause, bezahlte den feuchtfröhlichen Abend aber mit einem echten Championsleague-Kater. Ehrlich, das ging in Richtung Nahtoderfahrung! Die Rache des lieben Herrgotts wahrscheinlich, für mein unchristliches Tun...
Das Schlimme daran ist: als es am Ostersonntag, 08. April, schließlich weitergehen sollte, war ich immer noch t-o-t-a-l neben der Spur! An besagtem Tage stieg nämlich im Meppener Rockpalast das "Easter Rock Festival", was zeitgleich auch die CD-Release-Party von OUT OF PRACTISE war. Mit am Start sollten noch KING'S CASKET, CIVIL COURAGE und meine persönlichen Favoriten RAZZ sein. Und - ich schwöre - trotz Angeschlagenheit hab ich mich nebst Anhang wirklich beeilt, und was war?!?! Als wir reinkamen waren RAZZ gerade fertig! Verpasst!!! So ein Ärger!!! Auf den Schreck ließ ich mich erstmal auf einen Barhocker nieder, was wohl der nächste Fehler war, denn von da kam ich die nächsten 2 Stunden aufgrund meiner schlechten Tagesform kaum wieder hoch. Ein weiterer Fehler - mein Versuch die schlechte Tagesform mit Konterbier wieder glattzubügeln. Auch das ging eher nach hinten los...
Vom Hocker gerissen wurde ich allerdings auch nicht gerade von KING'S CASKET, dementsprechend konnte ich auch beruhigt sitzenbleiben. Die Band bot mir irgendwie eine ganze Menge zuviel Stilmix, da wurde neben ewig langen Instrumentenwechseln auch noch gerappt und so ... uh nee, nicht meins. Nebenbei bemerkt war der Besucherandrang - gelinde gesagt - auch noch sehr überschaubar, was ja öfter mal so ein Feiertagsproblem ist. Vor 0 Uhr treibt das Volk sich noch bei irgendwelchen Osterfeuern rum, später (nach dem Konzert) wurde es dann proppenvoll.
Auch wenn also nicht viel los war machten CIVIL COURAGE danach noch das Beste draus. Ebenfalls nicht so 100 pro meine Mucke, aber die Band brachte die Anwesenden zumindest mal in Bewegung. Mich allerdings nicht, ich vegetierte immer noch auf meinem Barhocker an der Theke rum. Ein Trauerspiel! Ich schäme mich! Mittlerweile bekam ich es auch mit den Ohren, denn CIVIL COURAGE kündigten einen Song an und ich verstand nur "Whiskeypott". Komischer Name für einen Song, dachte ich so bei mir. Wie sich rausstellte handelte es sich dann aber um "Blitzkrieg Bop". Boing! Auch soll mein Name von der Bühne gerufen worden sein und ich hab's nur so halb mitbekommen und war verwirrt... Aber was sollte ich auch machen, mein Kumpel Andy hatte nämlich großmundig verkündet an dem Abend alleine eine ganze Kiste Beck's Alkoholfrei trinken zu wollen, da kann man schon mal abgelenkt sein... Er hat's übrigens nicht geschafft... Wurst! ;)
Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich bei OUT OF PRACTISE dann doch noch meinen Arsch hochbekam. Den schleppte ich dann nach oben in die DJ-Bude, von wo aus ich mir den Auftritt mit zwei anderen Oberschlauen anguckte und nebenbei in Disco-Fachliteratur (stand nur Scheiße drin) blätterte. Und so sah das Ganze dann von oben aus:
OUT OF PRACTISE sind auch ganz fitte Burschis, nur hab ich manchmal das Gefühl, dass die ein bisschen zu viel in ihre Songs packen wollen. Als würden die musikalischen Geschmäcker in der Band etwas auseinandergehen. Ich kann mich aber auch irren... Und die Ansagen sind des öfteren brutal lang, wie in dem Video auch zu sehen ist, hehe. 1, 2, 3, 4 wuppdi muss das gehen Jungs! Weniger labern, mehr rocken! Zack zack, hopp hopp, pronto pronto! Wie dem auch sei, die Show war ganz gut, ich hab mich jedenfalls amüsiert. Der absolute Oberheuler in der Band - da war sich die Jury der schlauen Leute (John, Jim und ich) in der DJ-Bude einig - ist jedenfalls der Leadgitarrist! Unglaublicher Mann! Was der da manchmal auf seiner Klampfe abzieht, da verknoten sich mir beim Hinsehen schon die Finger!!! Erinnert mich oft stark an sowas hier, hehe:
Mittlerweile grünte ich dann auch wieder durch. Nach dem Konzert noch kurz mit den RAZZ-Jungs geredet und von OUT OF PRACTISE eine CD geschenkt bekommen. Muchas Gracias noch mal! Irgendwann werde ich auch noch mal anfangen hier auf dem Blog Kram zu reviewen. Irgendwann... Übrigens wurde mir von George auch noch auf äußerst nonchalante Weise was zugesteckt, im absoluten Drogendealer-Style, ich musste doch sehr lachen. Die Tage dazu mehr!
OUT OF PRACTISE werden ja übrigens auch noch auf meinem nächsten selbst organisierten Konzert spielen, also hinkommen da, hier ist das Facebook-Event dazu! Und mit RAZZ hab ich auch noch was vor. :)
Am folgenden Samstag, 14. April, stieg dann im Jugendzentrum "J@m-Center" wieder eine Show. Die Veranstaltungen in dem Laden sind in den letzten Monaten auch wirklich eine Bank geworden. Diesmal mit Bands, Crew und zahlenden Gästen bestimmt wieder so 80-90 Leute in dem gemütlichen Stübchen, alles super! Allerdings war ich an dem Abend mit Kassendienst dran, so dass ich von den Bands irgendwie relativ wenig mitbekommen hab, sehr schade.
Vor allen Dingen ärgert's mich bei den alten reaktivierten Hasen TWEE-STAR, von denen hätte ich gerne mehr gesehen als die paar Blicke die ich da mal durch die Tür gelauert hab. Wegen denen waren auch eine ganze Menge Leute gekommen, wie ich das so am Eintritt sondieren konnte. Coolster Typ war Tom, der Sohn von Sänger Dennis, der mit dicken Kopfhörern absoluter Chef im Vorschulalter-Moshpit war, haha... ;)
Bei FOOLS FROM STACK war's dasselbe Kreuz wie bei TWEE-STAR, auch die hab ich hauptsächlich nur durch die Tür gehört. Aber die Band liefert eigentlich immer gut ab und die haben immer auch eine Menge Leute im Schlepptau, so dass die Stimmung auch hier wohl blendend war. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich Songs von denen schon fast mitsingen kann, weil die in letzter Zeit irgendwie an jeder Pommesbude spielen...
From Pogge with love - Der Kassenprüfer meldet Vollzug: Zwischenstand = 62,8333333 zahlende Gäste!
Headliner waren schließlich vier crazy Typen aus Papenburg/Leer,
deren Namen ich hier jetzt mal nicht mehr aufführe, da ich den
Blog-Eintrag schon das zweite Mal nachbearbeite, seit ich den am 15.04.
online gesetzt hatte. im Nachtrag weiter unten mehr dazu...
Die Jungs waren wohl schon vor ihrem Auftritt recht
drollig. Der lokale Soundmann Stefan war auf jeden Fall schon ziemlich
früh auf 180 bzw. auf der sprichwörtlichen Palme, weil die Herren sich
erst wohl erstmal massig Zeit ließen bis sie zum Soundcheck aufschlugen
und dann auch noch mit zig Sonderwünschen bei der Instrumentenabnahme
glänzten. Auch wollten sie sich im Backstage wohl nicht umziehen während
die Leute von TWEE-STAR noch im Raum waren, aber da hab ich
vollstes Verständnis für, vor so alten schmutzigen Männern würde ich
mich auch nicht nackig machen, haha...
Vor der Show gab's also schon so ein bisschen was zum Schmunzeln, der Auftritt von an
sich war dann auch ganz okay. Der Sound war gut, der Aufwand hatte sich
also gelohnt, auch wenn der Mischer noch gewaltig Hals hatte. Wobei ich
jetzt aber auch eher vom Gitarren- und Effektsound rede, das Schlagzeug
spielte nämlich ständig den gleichen offenen HiHat-Beat, kam mir so
vor... Nun ja, da wir mittlerweile die Kasse dich gemacht hatten konnte
ich auch ein bisschen mehr vom Auftritt sehen und hab auch einen Song
mitgefilmt. Was dann am nächsten Tag noch mehr Drolligkeiten bot, da der
Band der YouTube-Upload auch nicht so ganz ins Konzept passte. Später
kamen dann immer mehr Mails, in denen ich aufgefordert wurde das Video
offline zu nehmen. Ähm ja, ich lasse das Ganze jetzt mal unkommentiert
und wünsche den Kollegen vom "Rock unter Linden" viel Spaß bei der
Bandbetreuung am 01. Juni... ;)
Die Kids hatten auf jeden Fall ihren Spaß, insofern ein runder Abend
mit ein paar ulkigen Nachwuchs-Rockstar-Anekdötchen, hehe...
NACHTRAG VOM 26.05.2012: Im Nachtrag vom 22.05. hatte ich bereits erwähnt, dass das Live-Video der Headliner-Band von mir zunächst von 4:22 Minuten (Version 1) auf 3:22 Minuten (Version 2) und schließlich auf 3
Sekunden gekürzt wurde. In einem interessanten Mailverkehr wurden mir
seit dem 15.04. von einem Bandmitglied diverse Gründe genannt, warum das
Video offline sollte. Im Grunde eine Sache über die man reden kann,
aber die angeführten Gründe änderten sich irgendwie mit jeder Mail, was
mir relativ Spanisch vorkam. Um meine Position klar zu machen: Da ich
solche Livevideos generell als einen tragenden Bestandteil der
unabhängigen Berichterstattung auf diesem Blog ansehe, hab ich das Video
zunächst nur eingekürzt. Was dem Vertreter der Band aber nicht reichte, daher ist das Video nun ganz offline. Wem das Video gefallen hat (es hatte ca. 1.000 Klicks in 40 Tagen und war damit das beliebteste in meinem YouTube-Kanal),
der sollte sich also DIREKT an die Band wenden und nicht an mich! Ich
hätte den Mitschnitt gerne online gelassen. Auch der Bandname ist in
diesem kompletten Bericht gestrichen, wer an dem Abend da war, weiß ja
ohnehin Bescheid... Hintergrund für die Streichung ist kein böser Wille
meinerseits, ich habe nur keine Lust mich mit irgendwelchen
Medienanwälten rumschlagen zu müssen, nur weil eine öffentlich
auftretende, kurz vorm Durchbruch stehende "Indie"band
sich in Zeiten von Smartphones und Social-Mediaportalen wie YouTube
nicht so ganz souverän im Umgang mit öffentlichen Berichterstattungen
(wie es ja z. B. auf diesem Blog geschieht) zeigt... Ich wünsche der
betreffenden Band jedenfalls viel Erfolg im Musikbusiness und viel Spaß im Umgang mit den dort agierenden Medien!
Keine Ahnung ob ich mich über den weiteren Abendverlauf noch auslassen soll, da dreht es sich dann um den üblichen Absturz im Palast und Sonntag war ich wieder schwerst malade... Hier mal der Versuch einer Rekonstruktion in Stichworten:
Abendvoraussetzung: ich war ohne meine Liebste unterwegs, was meistens nicht gut ist, da ich dann dazu neige dummes Zeug zu machen und zuviel zu trinken
eine Pumuckl-Frau jammerte vor'm J@m-Center rum, sie wolle "ins Limit fahren", was ich wohl irgendwie falsch in "ans Limit gehen" umgedeutet hab und trinktechnisch dann auch umgesetzt habe
wieder komische Leute im Rockpalast: dicke Nazi-Skinhead-Mädchen mit "Wir wissen wen wir hassen"-Jacken, steinbreiter Typ mit Frei.Wild Shirt und eine äußerst weirde Frau, die mich ständig gefragt hat ob ich Armin/Arnim sei
habe versucht investigativ in diesen Grauzonen-Jugendgruppen tätig zu sein um mehr herauszufinden: vergeblich! Hab bis zum Ende nicht verstanden was die weirde Frau von mir wollte, sie sprach so undeutlich und ich hab wieder nur "Whiskeypott" verstanden.
um bei den Grauzonen-Kids 'nen Fuß in die Tür zu bekommen hab ich alles zu mir genommen, was mir angeboten wurde. Unter anderem hab ich Zigaretten geraucht und das am nächsten Tag mit schwerem Unwohlsein teuer bezahlt!
Hab bis zu meiner Abreise nicht rausfinden können wer Armin/Arnim ist. Mysteriös! Irgendein Code unter rechtsoffenen Jugendlichen? Wer weiß mehr?
Russisch-Koks war auch im Spiel, den hab ich aber mit vernünftigen Leuten getrunken.
Später übliche Abreise zu Fuß nach Hause, wegen extremem Kurvenschuh bestimmt der doppelte Weg als sonst. Am nächsten Tag mit den Worten geweckt worden: "Ich hab schon gehört dass du steinbreit bist, als du die Wohnungstür aufgeschlossen hast!"
Mit 2,5 Atü auf dem Kessel noch Facebook-Einträge kommentiert = Nie gut!
Sonntag = tot! Und immer noch keine Ahnung wer Armin/Arnim ist...
Weirde Frau die mich für Armin/Arnim hielt und steinbreiter Typ mit Frei.Wild Shirt. Wollten unbedingt auf's Foto, ich glaube aber die Linse wollte springen, anders kann ich mir diese Reflexion da im Bild nicht erklären... Ich hab auch die Vermutung, dass er das Foto zum Vorwand nehmen wollte ihr unauffällig an die Hupen zu fassen. Ist aber nur so eine Theorie von mir...
Ja, so war das, und das wird auch nicht einfacher. Kommt ihr mal in mein Alter! Mal sehen was in den nächsten 2 Wochen noch so geht. Auf jeden Fall hatte ich bei meinen Veranstaltungshinweisen für April 2012 noch ein Konzert vergessen, denn am 28.04. spielen noch END OF THE ROAD, BETTA IMBELLIS und CARDILLAC COMPLEX, wieder mal im guten alten JuZ "J@m Center". Hier geht's zum Facebook-Event, ich denke man sieht sich dann da...