Nachdem am 13.09. mit ANN BERETTA ja endlich mal wieder eine US-Band im Meppener "J@m-Center" zu Gast war, sollte am Tag der Deutschen Einheit mit den BLACKLIST ROYALS gleich eine zweite folgen. Kurzfristig blies sich das Konzert aber sozusagen zum transatlantischen Mega-Punkrock-Event auf, da mit DIVIDED HEAVEN (aus Los Angeles) und THE SNIPS (aus Kanada) noch zwei weitere Bands von jenseits des großen Teichs auf den Konzertzug aufsprangen. Coole Sache! Das Ganze passierte kurz vorher eher zufällig, da die beiden neuen Bands ihren letzten Europa-Tourtag hatten und gerne noch einen Auftritt mit den BLACKLIST ROYALS spielen wollten. Dementsprechend stand am Merchtisch dann ein Spendentopf für die "Extra-Bands" und um ihr Gepäck zu erleichtern hauten die Damen und Herren ihre Shirts und LPs für absolute Schnäppchenpreise raus...
Im Vorfeld war ich übrigens gar nicht so fit, aufgrund Erkältung und all solchem Scheiß. Dementsprechend war ich auch etwas lahm in der Anreise ... betrat um ca. 20:15 Uhr das JuZ ... ging in den Konzertraum ... und THE SNIPS spielten grad ihren Abschlussakkord! Arrrrgh!!! Ehrlich, sowas passiert mir höchstselten und ich hab mich ziemlich geärgert. Hätte ich mir auch denken können, dass es bei fünf Bands ein bisschen früher losgeht... Dass mir jeder Hinz und Kunz erzählte, dass THE SNIPS auch noch echt gut gewesen wären machte die Sache nicht besser... Na ja, wenigstens konnte ich noch einen Blick auf den sexy Gitarristen erhaschen, der mich mit Mormonenbart, schäbbigen Tattoos und mächtig behaarter Wampe in eine ziemlich erotische Stimmung versetzte, rrrrrrrrrrrrrr....
Der sexy Gitarrist, der SNIPS. Sorry wenn man nicht viel erkennen kann, aber vor lauter Sexyness ist mir fast die Linse geplatzt!
Hatte ich erwähnt, dass erfreulich viel los war? Bei Gigs unter der Woche und zeitgleich stattfindendem Champions-League-Spiel hat Meppen ja schon so manches Konzertdesaster erlebt, was Zuschauerzahlen angeht. Heute nicht! Okay, 5 Bands allein sind zusammengerechnet schon ein ordentlicher Schwung an Leuten. Aber mit allen zahlenden Gästen würde ich mal locker auf 70-80 Leute tippen. Sehr schön!
Weiter ging's auch mit Musik. Zunächst mal kamen die FRONT YARD DUMMIES aus Haren. Die Band hatte ich bisher bei allen Gelegenheiten (z. B. "Haren rockt!" etc.) immer verpasst, und rein optisch konnten die mit ihren Adidas-Trainingsjacken auch nicht so ganz mit dem sexy bärtigen Holzfällertypen von den SNIPS mithalten. Insgesamt war's aber okay, auch wenn der Auftritt zum Ende hin etwas an Dampf verlor und ich auch nicht verstehe warum in Haren RAGE AGAINST THE MACHINE immer noch so angesagt sind. Ein Song klang echt 1 zu 1 abgekupfert... Zudem wurde den Jungs auch etwas die Show vom Frontmann von FOOLS FROM STACK gestohlen, die zwar nicht selbst spielten, aber - dem Betrunkenheitsgrad nach zu urteilen - vom Bandboßeln (oder einer ähnlichen Saufveranstaltung) kamen und dementsprechend angetüterte Tanzeinlagen vor der Bühne vollführten. Dabei platzte dem Kameraden dann doch tatsächlich die Hose! Lacher des Abends! :D
Es folgten die Überflieger von RAZZ, die ja im Moment für emsländische Verhältnisse etwas durch die Decke gehen. Beim Aufbauen konnte man den Vögeln allerdings im Laufen die Schuhe besohlen, man man man... Der Auftritt war gut, die Leute lösten sogar den emsländischen Halbkreis auf und gingen mit ... aber ich weiß nicht, irgendwas hat mich gestört. Was genau kann ich gar nicht sagen... Irgendwie fehlte so ein bisschen das Feuer, die "jugendliche Unbeschwertheit", oder wie sagt man... Nach meinem Empfinden werden die etwas zu "arty", kopflastig, oder was auch immer... Hm, schwer zu umschreiben, denn es war ja wie gesagt alles andere als schlecht. Aber irgendwas passte für mich auch nicht so ganz. Na ja, ich kippte zu dem Zeitpunkt da auch die ersten Biere auf Acetylsalicylsäure, vielleicht lag's daran, haha... Auf der Bühne konnte ich jedenfalls eine Gretsch-Gitarre sowie Fender- und Vox-Verstärker sichten. Wenn jetzt noch ne Rickenbacker und der entsprechende Bartwuchs für fancy Schnurrbärte dazukommt, keines der Bandmitglieder ungeplant Schützenkönig in Schöninghsdorf wird und keine arg hinterlistigen Managementverträge mit windigen "Musikindustriellen" unterschrieben werden, dann werden RAZZ vielleicht in 1-2 Jahren so ein kleines "next big thing". Bleibt abzuwarten ob eher regional oder doch im größeren Umfang. Mal sehen, das Potential ist nach wie vor vorhanden... Und ich hab schon wieder vergessen eine CD von denen mitzunehmen, arrrgh...
Mit DIVIDED HEAVEN folgte danach ein Solokünstler, ein kleiner Ami namens Heaven Jeff Berman, nur ausgestattet mit Akustikgitarre und Mikro. Ähnlich kennt man das ja von Chuck Ragan, dem HOT WATER MUSIC Frontmann und DIVIDED HEAVEN war auch eine ganz coole Sache. Für mich irgendwie auch der interessanteste Auftritt an dem Abend, auch wenn der gute Jeff wirklich nur eine Handvoll Songs spielen konnte, da die Zeit knapp wurde und die BLACKLIST ROYALS ja noch ran mussten. Hier aber mal ein Video von einem Song:
Anschließend dann wie gesagt die BLACKLIST ROYALS aus Nashville/Tennesse. Wer schon beim ANN BERETTA Konzert vor 3 Wochen war wird zwei der Typen mit Sicherheit wiedererkannt haben: Der Frontmann und der Drummer waren auch bei ANN BERETTA als Tourmusiker dabei! Auch die BLACKLIST ROYALS spielten ein schmissiges Punkrock-Set im Stile von HOT WATER MUSIC oder GASLIGHT ANTHEM. Spaß hat's gemacht, auch wenn man denen beim letzten Konzert der Tour die Wochen "on the road" schon ein bisschen angemerkt hat. Ein gelungenes Set wurde dann mit dem Zugabencoversong "Bullet" abgeschlossen, bei dem ich dann auch noch mal wilde Sau spielen durfte, denn es ist doch ganz schön, dass für "moderne" Punkrockbands die Musikgeschichte doch noch mit Bands wie den MISFITS anfängt und nicht mit NOFX oder PENNYWISE (von denen einer der Typen ein ziemlich großes Armtattoo spazieren trug)... Also, am Ende waren alle bestens zufrieden, ich deckte mich noch ordentlich am Merch-Stand ein, ein hier nicht namentlich genannter Bekannter benutzte im englischen Smalltalk recht eloquent das Wort "Reinheitsgebot" und versuchte dem BLACKLIST ROYALS Frontmann noch Hut und Gitarre abzuschwatzen. Hat aber glaub ich nicht geklappt, so dass die Amis nicht nackt in ihre Tourvans steigen mussten, um die Flughäfen in Amsterdam und Frankfurt anzusteuern. Rundum cooler Abend, ich bin mir nicht sicher ob das in Meppen allein durch die Anzahl der Übersee-Bands demnächst noch zu toppen sein wird...
Lange war es erwartet worden, am 07. und 08.09.2012 ging es dann endlich über die Bühne: Das Festival zum 30-Jahre-Jubiläum vom Rockpalast Meppen. Ich denke mal, dass so ziemlich jede/r der/die zur Zielgruppe dieses Blogs gehört da schon mal mindestens einmal ein versumpftes Wochenende hingelegt hat, sofern er/sie nicht sowieso schon zur erweiterten Inventarliste des Ladens gehört. Und dass der Rockpalast dieser Tage seinen 30. Geburtstag feiern konnte war ja auch nicht immer so ganz sicher, denn permanente Schließungsgerüchte gehören ja zu dem Laden, wie die Pfütze ab 1 Uhr auf dem Boden der Herrentoilette. Man erinnere sich nur an die Farce, die da vor wenigen Monaten abging...
Die große Sause konnte also steigen und dafür waren gleich mal 2 Tage Open-Air angesetzt, coole Sache! Da könnte ein Rock'n'Roll-Traninigslager nicht schaden, dachte ich so bei mir, weswegen wir uns schon mal am Donnerstag (06.09.) ins Gleis 22 in Münster begaben. Da spielten DIGGER & THE PUSSYCATS aus Australien, mit denen ich am 16. November 2009 auch schon mal ein Konzert im Meppener Jugendzentrum gemacht hatte. Das war ein Montag, also standen damals eigentlich alle Zeichen auf scheiß Besucherzahlen ... war aber nicht so! Es war gut was los und so einige Meppener kriegten danach vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Denn DIGGER & THE PUSSYCATS sind nur 2 Typen, einer mit Gitarre, der andere mit Minimal-Standschlagzeug (1x Snare, 1x Stand-Tom, 1x Becken), beide singen. Und in der Formation bliesen die so ziemlich alles an die Wand, was jemals eine "komplette" Bandbesetzung in Meppen auf eine Bühne gebracht hatte! Die Meppener Tagespost titelte daraufhin ein paar Tage später mit "Australischer Musiker zerlegt seine Gitarre", da muss ich heute noch schmunzeln, das stimmte nämlich gar nicht. Frontmann Sam war nur leicht erregt darüber, dass ihm eine Saite gerissen war und warf sein Instrument daher etwas impulsiv von sich. Ich hab den Trümmer aufgesammelt und dann selbst hinter der Bühne eine neue Saite aufgezogen, alles noch voll funktionstüchtig! Aber Sam machte schon mit seinem Ersatzhobel weiter. Den kompletten Bericht von damals findet man auch noch HIER.
Konzertplakat zum DIGGER & THE PUSSYCATS Gig 2009. Hab ich damals auch selbst gezeichnet. Merke: Wenn Dir nichts Vernünftiges einfällt, dann verbrate einfach die naheliegendsten Klischees die Dir zum Heimatland der Musiker in den Sinn kommen... ;)
Nun ja, man könnte jetzt meinen diese australischen Randalebrüder hätten danach erstmal meine Wohnung zerlegt, aber weit gefehlt. Sam und Andy sind so ziemlich die sympathischten und pflegeleichtesten Typen der Welt, wir saßen noch die ganze Nacht bei ein paar Bierchen am Wohnzimmertisch, bevor ich die beiden am nächsten Vormittag schweren Herzens in die weite wilde Rock'n'Roll-Welt entließ. Allerdings sind wir eigentlich permanent in Kontakt geblieben und Andy hat sogar noch einen sehr coolen und witzigen "European Tourfood-Guide" für mein CRKO Fanzine geschrieben. Den kann man HIER nachlesen, auf Seite 70-72. Macht euch schlau über "Lunch at Flunch" und "Grünkohl, the green jewel of the earth..." ;)
Im Frühjahr 2012 war ich dann tatsächlich schon mit Marco - der die ganze Organisation für das Rockpalast-Festival machte - am überlegen, ob DIGGER & THE PUSSYCATS nicht auch dort spielen sollten, da schon feststand, dass die in dem Zeitraum touren. Letztendlich klappte das aber nicht, da beim Rockpalast auch eher Lokalbands mit direktem Bezug zum Laden spielen sollten. Gute Idee, von daher nicht schlimm, dass die Australier nicht dabei waren. Wir nahmen also das Konzert in Münster mit, was auch gleichzeitig den Tourneestart markierte. Erfreulicherweise durfte ich mit meinem kleinen Plattenlabel die beiden neuen Vinylsingles von DIGGER & THE PUSSYCATS mit rausbringen, also war das zeitgleich auch die Record-Release-Party! Wer Interesse an den Singles hat kann die übrigens HIER im Stream anhören und HIER kaufen... Verschiedene Vinylfarben, aller Schnick und Schnack... So, aber jetzt Werbemodus off... ;)
Als wir ankamen spielten THE SENSATIONAL SECOND COUSINS aus ... nanu ... Klazienaveen in Holland. Direkt hinter der Grenze also, haha, da hätte man auch zusammen fahren können. Ebenfalls ein Duo, aber eher in die klassische Rockabilly-Richtung, feine Sache. Dann war Zittern angesagt, denn DIGGER & THE PUSSYCATS waren noch gar nicht da! "Flugverspätung" ging durch den Ticker, aber um 22 Uhr ging die Tür auf und Sam und Andy standen auf der Matte, nachdem Sam (der seit Sommer in Europa lebt) im Alarmstart den armen Andy aus Schiphol abgeholt hat, wo der nach einer 36-Stunden-Odyssee (Melbourne, Indonesien, London etc.) endlich gelandet war. Und dann ging's direkt auf die Bühne und die beiden haben alles niedergerockt, und das obwohl sie seit 8 Monaten nicht mehr zusammen gespielt hatten. Hut ab! Andy kroch nachher aber auch wirklich auf seinem Zahnfleisch von der Bühne, der arme Kerl. Nachher haben wir aber beinahe noch ausgehandelt, dass die beiden nächstes Jahr auf meiner Hochzeitsparty spielen, haha... Mal gucken ob das klappt, geil wär's... (... kleine Anmerkung noch: Soeben erreichte mich die Meldung, dass den
beiden Australiern in Berlin das Hotel unter'm Arsch weggebrannt ist!
Zum Glück kein Personenschaden. Heiße Typen!)
So, nachdem sich der ein oder andere wahrscheinlich schon gefragt hat "Wann schreibt der Depp jetzt endlich was zur Rockpalast-Sause" ... keine Panik, jetzt geht's los!!! Dabei möchte ich mal von vornherein auf einen der wichtigsten Faktoren des Festivals hinweisen: Es herrschte tolles Wetter!!! Zwei wunderbare Spätsommerabende, da konnte von vornherein eigentlich fast gar nichts schief gehen! Ich hatte mir auch vorgenommen an jedem Abend früh da zu sein, das ging allerdings am Freitag in die Hose, so dass ich ALITAVE verpasste. Schade, aber die Jungs hab ich auch schon oft gesehen und selbst bestimmt schon ein halbes Dutzend Konzerte mit denen gemacht. Feine Burschen!
Dann folgte mit JAMMIN' JOHNNY & THE DISKOFUCKERS direkt die erste Überraschung des Wochenendes. Der Name sagte mir auf den Plakaten gar nichts und irgend jemand sagte vorher, die würden so eine Art "Party-Ska" spielen. Hmm... nicht die besten Voraussetzungen für mich, denn mit Ska kann man mich jagen. Auf der Bühne stand dann ein Typ mit Akustikgitarre, eine Bläsersektion und ein Typ der die Percussion auf einem Cajón machte. Und ich muss sagen, das Ganze war relativ geil, da das eher auf gutes Entertainment (okay, manchmal auch etwas zu viel Klamauk) angelegt war und auch starke Züge von Straßenmusik hatte, als die Musiker anfingen durch's Publikum zu rennen. Eine sehr gute Aktion, denn zu dem Zeitpunkt herrschte vor der Bühne noch der "emsländische Halbkreis" vor. Na ja, dieses geflügelte Wort sollte an beiden Abenden aber noch öfter die Runde machen, man kennt das ja... Später stand der Frontmann der Combo (also wahrscheinlich Jammin' Johnny höchstselbst) dann noch neben mir, als wir gemeinsam ein Gebüsch bewässerten. Einer der Trompeter ist wohl Meppener, er selbst kommt aus der Gegend um Hamburg und mit ihrer Band sind die in echter Straßenmusiker-Manier auch fleißig am rumreisen, unter anderem war auch kurz die Rede von Australien. Da könnten die ja evtl. mal mit DIGGER & THE PUSSYCATS Hotels niederbrennen, hehe...
Etwa zur gleichen Zeit liefen mir auch die Jungs von BIG TENNIS über den Weg, die auch alle alte Kumpels sind. Unfassbare Aktion: Deren Drummer Bo hatte einen Kuchen für mich gebacken! Da meine ehemalige Freundin und ich seit einem Monat ein frischgebackener Ehepaar sind, hatte der für uns einen frischgebackenen Kuchen mitgebracht! Unfassbar, ich war den Rest des Abends baff! Und der war noch warm und schmeckte großartig. Allerdings ist es für 2 Leute ein bisschen schwierig sich da in kurzer Zeit einen ganzen Kuchen reinzuverputzen, dementsprechend brachte ich den erstmal unter die Leute. Falls sich da also jemand über den komischen Vogel gewundert hat, der Kuchen verteilt hat ... das war ich!
Kuchen gab's! Aber leider keinen Kaffee, daher musste Bier herhalten, yummy :) DANKE BO!!!
Während der ganzen Zeit spielten natürlich auch Bands, um genau zu sein SEARCHING FOR SAM (die mir seit jeher - wie generell viele Harener Bands - viel zu schwermütig sind/waren) und FOOLS FROM STACK (gut, wie immer). Den Abschluss bildeten dann BIG TENNIS aus Lingen, da bin ich natürlich befangen, denn der Schlagzeuger hat mir halt diesen unfassbar guten Kuchen gebacken. Glaubt mir jetzt noch einer, dass ich die für die Band mit dem besten Pop-Songwriting und dem besten Sänger halte, die in den letzten Jahren dem Emsland entsprungen ist?!? Das riecht nach Bestechung! Na ja, ist ja auch egal, es sind halt auch einfach nur steile Typen! Gut ins Line-Up fügte sich übrigens auch deren neuer Bassist Philipp ein, der aber als Lingener Urgestein (u. a. ex-FATSO & THE RIGHTMAKERS) kein Unbekannter sein dürfte.
Während des gesamten Abends war natürlich großes Hallo angesagt, da massig Bekannte da waren, auch "länger nicht mehr Dagewesene". Also Smalltalk an allen Ecken und Enden, alles sehr angenehm. Nur war es nachher etwas schwierig in den Rockpalast selbst zu kommen, da war es leicht chaotisch am Einlass. Dementsprechend hab ich es mir dann nicht mehr angetan mich in der Schlange anzustellen, sondern hab noch eine Frikadelle auf die Hand genommen und bin mit meiner Liebsten nach Hause gestiefelt...
... was sich auch als weise Entscheidung herausstellen sollte, denn so war ich am nächsten Tag relativ fit und auch zeitig am Platz. TMH spielten zwar schon, aber das meiste vom Set bekam ich noch mit. Diese Band wollte ich auch sehen, da ich mit Sänger Peter bei der "Initiative 2.0" schon diverse Konzertprojekte mir durchgezogen hatte, mir seine Band aber immer ein Mysterium geblieben ist. Wenn nämlich mal die Chance bestand, dass TMH Support spielen sollten kamen immer dubiose Absagegründe, à la "Das geht nicht, da sind wir im Zeltlager" oder sowas, hehe... Der Auftritt beim Palast war aber ganz passabel, Melodycore mit englischen und deutschen Texten. Wobei ich von den deutschen Texten aber kein Wort verstanden hab, ich hoffe die haben keinen Quatsch gesungen. Ansonsten: Wenn kein Zeltlager ist seid ihr engagiert! ;D
Nach OUT OF PRACTISE (waren okay, werden mir aber mittlerweile zu schwülstig), TWEE-STAR (spielerisch mit am besten, litten aber auch etwas unter dem emsländischen Halbkreis) und BIG BALLS COWGIRL (von denen hab ich nicht viel mitbekommen, weil ich so eine "Rumlauf-Phase" hatte und im Rockpalast selber schon den ersten Russisch-Koks runterstürzen musste) kam dann (über eine kleine Solo-Einlage einer mir bekannten Person breite ich mal den Mantel des Schweigens) der Meister selbst: George Gambier, aka "Lord Cammy", der Chef vom Rockpalast. Bei den letzten Jubiläen war es ja schon Tradition, dass er immer noch ein paar Songs gesungen hat, diesmal also auch. Allerdings hatte er keine Backingband, sondern hat zu Musik aus der Konserve gesungen. Hm, wirkte ein bisschen komisch, aber okay ... hätte man dafür nicht KALTMIETE engagieren können?!? Wäre cool gewesen, aber ich weiß gar nicht ob es die noch gibt. Die Homepage existiert jedenfalls noch, da findet man auch alte "Lord Cammy" Songs: www.kaltmiete.de
Das Video hier ist übrigens der zweite Song den George gesungen hat, Gänsehautfeeling war schon dabei, wenn man sieht wie viele Leute da waren und jubelten. Danach begab ich mich allerdings direkt in den Palast, denn ... steinigt mich, aber ... ich bin nicht so ein Riesenfan von George's Kalypso-Pop, haha... Nicht böse gemeint, aber ich musste mich schon mal an der Theke festketten bevor sich da wieder Menschenmassen am Eingang drängelten. Es folgte dann auch mal wieder die Totaleskalation, denn so schlau wie ich am Vortag mit meiner frühen Abreise gewesen war, so dumm war ich am Samstag, als der Russisch-Koks in Strömen floss und sich mein Verstand allmählich gen Nirvana verabschiedete... Ja ja, das kennt man ja wieder, daher schreib ich jetzt auch mal nicht groß drüber, geschweige denn, dass ich noch was wüsste, haha...
Als Fazit kann ich eigentlich nur sagen: Absolut gelungene Veranstaltung! Prima Wetter, tolle und friedliche Stimmung auf dem Platz und im Laden (auch wenn ich draußen wieder ein paar braun angehauchte Honks rumlaufen sah) und jede Menge lange nicht gesehener Bekannter. Unter anderem auch aus alten Bands! Dennis von TWEE-STAR erinnerte sich z. B. bei einer Ansage noch an die ersten Palastauftritte mit seiner alten Band SAMPLAX, während vor der Bühne seine alten Mitmusikanten ihre Bierbäuche spazieren führten, hehe. Einen alten MORTAL FEAR Gitarristen sah ich leider nur von weitem, als er einen Bierstand belagerte (die teilweise mit den alten Thekenleuten besetzt waren, auch cool). Auf dem Platz hab ich noch mit Chrissy von den BATTLEDYKES geredet, der mit Timo von den BACKWOOD CREATURES vor 5 Jahren noch in der Palast-Jubiläumsband TEAM ZERO gespielt hat, damals mit dem Hit "Twentyfive years of Rockpalast". Timo war übrigens diesmal der Bühnentechniker und hat reihenweise auftretende Bandmitglieder verarscht, à la "Wie? Du willst ein Mikro? Kannst du denn überhaupt singen?" Wir standen dahinter und lachten uns ins Fäustchen, haha...
Ja, so war es also, das 30-Jahre-Rockpalast-Jubiläum. Eine schöne Sache war's und ich bin ganz froh, dass ich mit dem Entwurf des Jubiläums-Shirts auch ein bisschen selbst mit beteiligt war. Sollte jetzt ein großes Schlusswort folgen? Oder noch zeilenlange George-Beweihräucherung? Nee, das lass ich mal lieber... Nur kurz: Hut ab, dass George das so lange durchgehalten hat, trotz der massiven Schwierigkeiten! Bei allem Respekt vor dieser Leistung bin ich aber nicht so ein großer Anhänger dieser George-Ikonisierung, wie sie gerne von diversen Leuten betrieben wird. Der alte Mann ist ein guter Typ und ein Meppener Original, keine Frage! Aber wer z. B. schon mal eine Party mit ihm abgerechnet hat, der weiß, dass er da - mal ganz unromantisch gesagt - auch "nur" ein Geschäft führt. Und ich finde auch, dass mehr Potential in dem Laden steckt(e). Da hätte man in den letzten Jahren mehr machen können, als das standardmäßige endgültige Abschießen ab 2-3 Uhr nachts. Schade, dass da Möglichkeiten verschenkt wurden... Na ja, egal, ich bin gespannt wie viele Jahre George den Laden noch führen kann und wie es weitergeht. Gerüchte gibt es ja genug... 35 Jahre Rockpalast? Ich hoffe es, warten wir mal ab...
So, das war er also, der "Redefluss" - der erste Poetry Slam von der "Inititative 2.0" und dem Meppener Jugendzentrum "J@m-Center"! Ich erinnere mich, dass die Ausrichtung eines Poetry Slams eins der ersten "Sollten wir mal machen" Projekte war, als ich mich vor ca. anderthalb Jahren bei den ersten Treffen der "Initiative 2.0" eingeklinkt hatte. Erstmal stürzten wir uns damals allerdings auf Konzerte und dann ... boing ... fand plötzlich ein anderer Poetry Slam im Musikhaus "Dausin & Hartmann" statt.
War aber gar nicht schlimm, vielmehr war an der dortigen starken Publikumsresonanz schon zu erkennen, dass sowas durchaus Sinn macht in Meppen. Und kürzlich war ja noch ein ähnliches Event im Jugendgästehaus am Helter Damm. Hatte ich erwähnt, dass ich beide verpasst hab?!? Eins aus Schusseligkeit, das andere aufgrund diverser Terminkollisionen. Ähem, Asche auf mein Haupt...
Ich sag mal gleich dazu: Auch bei der Planung vom "Redefluss" war ich eher passiv, und zwar aus dem Grund, weil ich momentan eine neue Ausgabe meines Fanzines aus dem Boden stampfe. Und das ist nicht immer ein Zuckerschlecken... Ich könnte jetzt zum großen Rundumschlag ausholen, wie schlecht sich das alles mit dem persönlichen Zeithaushalt verträgt, mit dem Berufsleben im 40-Stunden-Job, mit dem Sozialverhalten im allgemeinen und ... ach ... ich kann's auch einfach darauf beschränken, dass ich momentan halt in der "Reviewmarathon-Phase" bin, in der ich tagein tagaus zu Hause hocke und wundervolle Vinylschätzchen von unbekannten aber großartigen Bands wie THE MIDWEST BEAT (aus Wisconsin), DIN SKEVF (aus Schweden), DEUTSCHE BANKS (aus Kanada, bester Bandname), MIESHA & THE SPANKS (ebenfalls Kanada), REGAL (aus Frankreich) und zig anderer obskurer Combos anhöre, über die ich dann vielsagende englischsprachige Reviews schreibe, in denen allerhand Adjektive wie "rad", "awesome" und "fuckin' amazing" vorkommen... Und natürlich die Dutzenden Platten die einfach scheiße sind, die man sich aber trotzdem anhören muss...
So gesehen, war ich in den letzten Tagen und Wochen also auch schreiberisch tätig, auch wenn ich damit nicht beim Poetry Slam auftreten konnte und wollte. Aufgrund dieser zeitafwändigen Reviewscheiße musste aber ich den Leuten von der "Initiative 2.0" unter der Woche sogar die Moderation der ganzen Sache absagen, da ich ohnehin nicht direkt zum Startschuss der Veranstaltung da sein konnte, weil ich noch vor'm Plattenspieler hockte. Tja, ein Punkrockfanzine zu machen ist ein hartes Brot...
Gute Kulisse beim "Redefluss" am Püntker's Patt. Alles linksrum, außer die Sportler! (Foto von Melanie Silies: www.facebook.com/MSiliesFotografie)
Um kurz nach 21 Uhr war ich dann mitsamt Begleitung endlich am Püntker's Patt, wo die ganze Sache stattfand (mein Namensvorschlag "Poetry am Pennereck" wurde leider vorab von "Redefluss" ausgestochen, schade, hehe...). Der Nachmittag hatte mit mehreren Gewitterschauern noch mal für Zittern gesorgt und anscheinend war auch auf das Gelände der ein oder andere Schauer niedergegangen. Als wir ankamen hatten wir aber die Sonne im Gepäck ... ha, nein, stimmt gar nicht, es war ja schon dunkel. Aber die Wolkendecke klarte auf und es war sehr angenehm, Sternenhimmel, großer Wagen, kleiner Wagen, alle da! Stichwort Dunkelheit: In den nicht beleuchteten Bereichen war ich auch wieder äußerst nachtblind und bin wahrscheinlich wieder grußlos an 2 Millionen Bekannten vorbeigelaufen. Falls sich jemand ungerecht behandelt fühlt: Fühle Dich hiermit gegrüßt, denn ich hab leider nix gesehen... Ich muss auch dazusagen, dass ich aufgrund des Vorabends noch etwas neben mir stand, da gab's zuviel Bier, Enzianschnaps und ich hab nachher ... immer ein Zeichen für Totaleskalation ... noch nen Kerl geküsst. Puh, darüber breiten wir mal lieber den Mantel des Schweigens...
Ansonsten war ich aber nach den ersten Metern am Ort des Geschehens echt baff, wie viele Leute da waren! Im Planungsvorfeld war man von ca. 100-150 Leuten ausgegangen, ich würde aber mal locker auf 250 tippen, die sich erfreulicherweise vom nachmittäglichen Regen nicht hatten vertreiben lassen. Hut ab Meppen! Alle Altersklassen waren vertreten, vom Lehrer bis zum intellektuellen Hipster-Beatnik
mit Lakritzbrille und 5-Tage-Bart bis hin zu "normalem" Laufpublikum, das einfach
nur mal gucken wollte und sich ein Bier, einen Cocktail oder eine
Grillwurst genehmigte. Direkt als wir ankamen trafen wir leider auch auf den ersten jungjugendlichen Vollhonk, der besoffen durch die Gegend fiel, aber selbst das blieb im Rahmen und war auch der einzige Vorfall dieser Art, soweit ich es mitbekommen habe.
Foto von Melanie Silies: www.facebook.com/MSiliesFotografie
So, damit ging's also für uns los mit dem Poetry Slam. Ich wusste ja gar nicht was auf mich zukam, denn wie erwähnt hatte ich die anderen Slams in Meppen leider verpasst. Der Duden sagt jedenfalls:
auf einer Bühne vor Publikum [das gleichzeitig die Jury ist]
ausgetragener Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer selbst verfasste Texte
vortragen
Nun ja, als beinharter Punkrocker steht man ja generell eigentlich nicht auf so Kleinkunstkram, ich war also gespannt ob ich applaudieren oder mit Flaschen werfen musste. Die Vorrunde und die erste Band FOOLS FROM STACK hatten wir ja leider schon verpasst und stiegen also direkt mit dem Halbfinale ein. Wir pflanzten uns neben ein schwer verliebtes Lesbenpärchen und harrten der Dinge die da kommen sollten. Und, was soll ich sagen?!?! Das Halbfinale bestand aus 5 "Slammern" die jeweils fünfminütige Texte vortrugen. Und davon war ich echt beeindruckt!!! Was da für ein Feuerwerk an Ideen abgebrannt wurde war schon großartig. Von ernst bis albern, von prosaisch bis lyrisch, teilweise auch mit interessanter
Rhythmik vorgetragen, die teilweise sogar in Richtung Sprechgesang ging. Manchmal auch mit Publikumsinteraktion (und die Meppener machten sogar mit!!!), also da ging schon einiges...
Ich mach ja
nicht nur diesen Blog, sondern beschäftige mich in meiner Freizeit ja auch
in anderer Form mit dem geschriebenen Wort (wenn ich nicht gerade den ganzen Tag Plattenreviews schreiben muss), aktiv wie auch passiv. Und
bei einigen Beiträgen erstarrte ich schon fast vor Ehrfurcht, wie
kreativ da mit diversen Themen umgegangen wurde. Teilweise wurde das dann auch
noch ohne Textblatt vorgetragen, mein Gott, ich könnte mir das gar nicht alles merken. Ich
konnte mir ja nicht mal die Namen der Beteiligten merken, haha... Aber das hat auch vielleicht den Vorteil, dass ich so niemanden herausheben kann. Es waren jedenfalls neben Emsländern und Grafschaftern auch Leute aus Berlin und Halle auf der Bühne. Und für mich war kein Ausfall dabei, es war alles auf seine eigene Weise interessant und man konnte sich schnell in das Vorgetragene hineinversetzen.
So sah's von hinten aus: viele Leute, bunte Bühne, brennende Feuertonnen. (Foto von Melanie Silies: www.facebook.com/MSiliesFotografie)
Im Finale standen dann eine junge Dame aus Berlin und ein junger Herr aus Bad Bentheim, die nicht nur gegeneinander "kämpften" sondern auch ein bisschen gegen allerlei Insektengetier, das vom Bühnenlicht angezogen wurde. Dementsprechend gab's nicht nur was für die Ohren sondern auch ein paar lustige Zappeleinlagen von den Protagonisten, haha... Gewonnen hat letzendlich der Bad Bentheimer, Florian hieß er (die Namensnennung wurde auch irgendwie zum Running-Gag auf dem Platz: "Flooooorian!"), der auch echt gut war. Bei seinem letzten Text hab ich teilweise Tränen gelacht, das ging schon fast in Richtung Stand-Up-Comedy, großartig! Verdienter Sieg, auch weil seine "Kontrahentin" zwar einen guten Text vortrug, aber irgendwie etwas haspelig wirkte. Wer weiß, vielleicht war sie auch irritiert von den umherschwirrenden Motten, haha...
Zwischendurch spielten übrigens noch RAZZ, die immer noch extrem gut sind, oder
vielleicht einfach nur immer besser werden. In den letzten Wochen sah's
mal ganz gut aus, dass ich eine CD für die mache, das hat sich kürzlich
aber leider zerschlagen. Ich hoffe die Jungs kriegen trotzdem zeitnah
mal was auf Tonträger gepresst, es muss jetzt mal was unter die Leute, ich
schätze dann läuft's noch besser für die. Toi toi toi!
Der Sieger Florian! Sieht ganz lieb aus, redete allerdings viel über Scheiße, Sex und anderes unflätiges Zeug... (Foto von Melanie Silies: www.facebook.com/MSiliesFotografie)
Und sonst? Dass es schön war hatte ich ja schon erzählt, aber irgendwie ist das vielleicht noch untertrieben. Das einzigartige Ambiente da am Wasser war echt toll und der Platz mit Lichterketten, Strahlern und Feuertonnen wirklich toll und liebevoll hergerichtet. Okay, nicht jede Feuertonne brannte auf Anhieb, aber das kann ich beim nächsten Mal gerne übernehmen, ich hab in meiner Kindheit ein Kokeldiplom mit "Summa cum laude" abgelegt. Aber im Fazit kann ich nur sagen: Es war großartig und hat alle Erwartungen übertroffen, was Publikumsresonanz, Atmosphäre und Stimmung angeht! Blöder Klischeespruch, aber wahr: Wer nicht dabei war hat echt was verpasst und ich hoffe das wird nächstes Jahr wiederholt! Man könnte vielleicht auch 2x im Jahr was machen, 1x Poetry Slam, 1x Musikfestival ... oder 2 Abende direkt hintereinander - ein Abend nur Musik, anderer Abend Slam mit Akustik. Ideen über Ideen! Wie auch immer, geil war's! :) Hier auch noch mal ein Video:
Am Ende war dann auch das Bier alle und - was ich eigentlich schon vorher erwartet hatte - es fielen auch noch zwei Leute ins Wasser nachdem sie unbedingt auf der Spundwand herumbalancieren mussten. Wobei der eine dem anderen eher aus Solidarität hinterhergesprungen ist und alle wieder schnell an Land waren. Das wär ja auch was gewesen, wenn ich da mit meinem Seepferdchenaufnäher noch hätte zur Rettung ausrücken müssen...
Als wir nachher noch im Palast waren, war das es dann seltsam ... als träte man in eine
andere, unlockere Welt ein. Zuerst mal hielt an der Hubbrücke ein Polizeiwagen neben uns und wir wurden gefragt ob wir angerufen hätten wegen Körperverletzung. Nein, hatten wir nicht. Was aber wohl die falsche Antwort gewesen war, denn der freundliche Beamte raunzte uns irgendwie an, als würde er uns jetzt am liebsten verhaften. Im Rockpalast dann ... komische Leute, pissbesoffen und aggressiv, am Eintritt
von einem Typen mit Thorshammer-Halskette abgefertigt, den ich jetzt mal
vorsichtig zumindest mal der politischen Grauzone zuordne, und nachher ein offensichtlich
als Fascho ersichtlicher geistiger Tiefflieger mit Reichsadler auf dem Shirt, der noch mal durch den
Laden defilierte und mit seinen "unpolitischen" Metallerkumpels abklatschen durfte.
Na ja, ich hab's ja öfter schon hier geschrieben, das mir bei sowas schlecht wird und ich es erschreckend finde, dass sowas in Meppen anscheinend wieder hoffähig wird. Ich bin eigentlich dankbar, dass solche Leute bei einem Kulturangebot wie dem "Redefluss" nicht auftauchen ... irgendwie klar, dass solche Hohlköpfe und kleinen Lichter in ihrer von Hass, Intoleranz und Parolen geprägten Schrottwelt keinen Sinn für kreativen Umgang mit der eigenen Muttersprache haben. Bei Slogans wie "Todesstrafe für Kinderschänder" und Stab- und (Haken-)Kreuzreimen bei GIGI UND DIE BRAUNEN STADTMUSIKANTEN hört's da ja meist auf. Deutschland, das Land der Dichter und Denker ... erbärmlich wenn ich solche Idioten sehe. Zum Glück hat das Event am Püntker's Patt gezeigt, dass es noch ein aufgeklärtes und kulturell hochwertiges Meppen gibt!
Die mysteriöse Tropica-Spur ... leider keine fruchtige Saufeule am Ende getroffen.
Wie dem auch sei, ich hatte dann auch keine Lust mehr mich darüber aufzuregen und wir sind dann einer mysteriösen Spur aus Tropica-Flaschen nach Hause gefolgt, an deren Ende ich eigentlich eine/n sturzbesoffene/n Fruchtsektliebhaber/in zu finden hoffte, aber nicht fand... Und am nächsten Tag hörte ich wieder massig Platten und hab noch die sehr empfehlenswerte Doku "Last Days Here" über den PENTAGRAM-Sänger gesehen ... uuuuunglaublich, muss man gesehen haben!
Wir sehen uns im September bei den nächsten Sachen im Jugendzentrum an der Königstraße:
Donnerstag 13.09. - ANN BERETTA (Richmond VA) + THE AFFECTED (Ibbenbüren) + OUT OF PRACTISE (Meppen). Hier geht's zum Facebook-Event!
Samstag 15.09. - Attack Of The Monsters III: mit Breaking to Ashes (Haren), Hate Embraced (Sögel) und Kalypso (Lingen). Hier geht's zum Facebook-Event!
So, Ostern 2012 ist überstanden! Wie üblich mit dem gewohnten Raubbau am eigenen Körper und auch 'ner ganzen Menge Rock'n'Roll! Vorher war ich schon ein bisschen unterwegs gewesen, u. a. am 23.03. bei Funny van Dannen im Rosenhof/Osnabrück (dafür hab ich an dem Tag leider das "Haren rockt!" verpasst, aber nu...). Ich glaube als ich den das letzte Mal gesehen hab war es Ende der 90er, bei einem denkwürdigen warmen Abend im Münsteraner Gleis 22. Ausverkauft, keine Karte, trotzdem reingekommen, Stromausfall, alle mitgesungen (weil das Mikro ja nicht tat), reihenweise unterernährte Studenten kippten aus den Latschen, weil es wirklich brutal heiß war. Dickster Sommer, es war glaub ich die Tour zum "Uruguay" Album, hach watt war datt schön damals...
Nun also Osnabrück, und da der Herr van Dannen zwischendurch ja einige größere Bekanntheit erreicht hat und auch so dubiose Kooperationen mit uncoolen Leuten wie Campino auf seinem Kerbholz hat, befürchtete ich Schlimmes was das Publikum anging. Was sich dann auch bestätigte - eine bunte Mischung aus Intellektuellen und Pseudointellektuellen aller Schichten: Erstsemesterstudenten, Studienräte, hängengebliebene Beatniks, Hausfrauen (Lieblingslied natürlich: "Schilddrüsenunterfunktion"), Spaßmetaller (Lieblingslied natürlich: "Saufen") und so Prollfreunde, die von ihrer Lebensabschnittsgefährtin mitgeschleppt wurden (Lieblingslied wahrscheinlich: "Posex und Poesie").
Angesichts dieses Publikums war natürlich für mich Obacht geboten. Es begann dann auch mit dem Klassiker: Ich begab mich zusammen mit meinen Mitreisenden in den Zuschauerraum, suchte mir ein mittiges Plätzchen und ... ein Klopfen auf der Schulter, umgedreht, dicker grauhaariger Mann sitzt hinter mir auf Barhocker: "Äh, tschuldigung, könntest du bitte zur Seite gehen, ich seh sonst nix!"
Haha, nun gut, ich war innerlich drauf vorbereitet! Also hab ich KEINEN Streit vom Zaun gebrochen. Was soll man da auch argumentieren? Dem guten Mann fragen, warum er sich denn in einem Stehplatzbereich hinsetzt?! Wohlgemerkt im hintersten Winkel des Stehplatzbereichs! Und wie er denn da was sehen will, wen er da sitzt, wo er doch damit rechnen muss, dass vor ihm Leute stehen. Dass er, wäre das ein Punkkonzert, für so ungefragtes Rumnerven auch mal einen kommentarlosen Schlag in die Fresse riskiert?! Nee nee, ich blieb ganz ruhig und ging ein Stückchen zur Seite.
Herr van Dannen fing dann auch an, was auch sehr unterhaltsam war, ich hab mich köstlich amüsiert. Mir fiel aber bald unangenehm auf, dass ich unerfreulich weit weg von der Theke stand (da wo die Spaßmetaller und mitgebrachten Prollfreunde schon rumstanden). Als ich dann einmal Bier holen war hab ich da eine offene Einflugschneise direkt zum Verweilen genutzt, da man im Rosenhof ja selbst von hinten von der Theke gut sieht und hört, der Club ist ja anscheinend ein altes Kino oder Theater, leicht abfallend mit guter Akustik.
Funny van Dannen hielt ich auch immer für so einen total zentrierten und ausgeglichenen Typen, der halt allem im Leben was Witziges abgewinnen kann. Aber dann hat der da plötzlich so eine hängengebliebene Beatnikfraktion direkt vor der Bühne zur Sau gemacht, hallali! Wie aus heiterem Himmel, sollten die doch mal die Fresse halten. Alle machten große Augen und dicke Backen, 15 Minuten gab es auch keine freundlichen Ansagen mehr, dann waren die Wogen wieder geglättet. Ja ja, von wegen da bei Funny vor der Bühne stehen, 2 Flaschen billigen Rotwein saufen und lautstark dazwischenschwätzen... Nee nee, das war das letzte Mal.
Das Konzert war ansonsten aber gut und unterhaltsam, ich war am Ende ganz froh dagewesen zu sein, obwohl ich vorher meine Karte erst wegen terminlicher Probleme verkaufen wollte. Herr v. D. machte dann glaub ich nach so knapp 2 Stunden Schluss und hielt sich auch nicht lange mit Zugaben auf, wodurch ich auch nicht weiter den Männlichkeitsritualen eines mitgebrachten Prollfreunds schräg vor mir beiwohnen musste. Alles gut!
In Sachen Klischeeschubladenpublikum bin ich übrigens so eher einer aus der hier besungenen Klientel:
Das fand aber jetzt alles in Osnabrück statt und nicht im Emsland, oje, ich entschuldige mich vielmals. Und jetzt wollte ich aber auch noch mit einem Konzert in Oberhausen weitermachen, wie krieg ich denn jetzt da den Dreh hin?!? Na ja, Oberhausen hat momentan auch irgendwie das Problem, das ich auch immer in Meppen bemängele: fehlendes Publikum! Also eigentlich haben alle Städte dieses Problem, wenn die nicht gerade als "hip" gelten, ist mir in den letzten Jahren mal aufgefallen. Ich wage es kaum zu sagen, aber ich bin in den letzten paar Jahren wirklich zu dem Schluss gekommen, dass wir es in Meppen gar nicht sooo schlecht haben. Als Vergleichsbeispiel sei also mal das Konzert in Oberhausen genannt.
Es sollten drei Bands spielen: die BREWERS aus dem Ruhrgebeat [sic] und die beiden Schwedenbands TYRED EYES und IMPO & THE TENTS! Ich kannte die auch alle, bei den BREWERS spielt Marky Fanatico, ein leicht irrer Bekannter von uns aus Oberhausen. Und mit den Schweden war ich vorab in regen E-Mail/Facebook-Kontakt. Location war das "Druckluft", wo man vor ca. 10 Jahren noch locker mit durchschnittlich 100 zahlenden Gästen rechnen konnte, wenn nicht sogar noch mehr. Erscheint ja auch logisch, das ist das Ruhrgebiet, da wohnen viele Menschen, die durch so tolle Erfindungen wie regelmäßig verkehrende S-Bahnen und Regionalzüge auch gute Anreisemöglichkeiten haben.
Nun kamen wir (meine Freundin und ich, denn natürlich wollte mal wieder keiner mit) am Tag des Geschehens (30.3.) nach den üblichen 150 km Autobahn von Meppen aus da an, und es wurden neben uns weit gereisten Emsländern letztendlich nur 30 zahlende Gäste! An einem Freitag! Unglaublich! Die Bands waren allesamt super, aber nur 30 Leute da? Traurig! Es lag auch nicht am Veranstalter, auch den kenn ich, der Frank aus Oberhausen. Der bewirbt seine Konzerte immer ordentlich und hängt sich rein, er war selbst konsterniert. Die Schweden entpuppten sich aber als Top-Leute, die mittlerweile seit 9 Tagen in Deutschland unterwegs waren, und die sagten dasselbe: egal welcher Abend, egal welche Stadt - maximal 20-30 Gäste.
Mal ehrlich, auch wenn wir in Meppen da mit unseren Besucherzahlen mehr als zufrieden sein können (siehe die Berichte weiter unten) ... wohin soll das generell führen? In 5 Jahren nur noch gepushte Hipster-Scheißbands für 30,- Euro Eintritt in irgendwelchen Lackaffen-Clubs? Nur noch 200-300-Euro-Festivals für die konsumfreudige, gesichtslose, austauschbare Indie-Hipster-CashCow-Zielgruppe? Ach was reg ich mich auf... Die Schweden haben sich auch nicht aufgeregt. Im Gegenteil! Das Konzert entwickelte sich vielleicht gerade durch die etwas ungünstigen Umstände zu so einer Art Scheißegal-Party, bei der nachher alle auf der Bühne waren und noch ordentlich abgefeiert haben. Und was die mir nachher alles noch geschenkt haben: Platten, Buttons, Jutetaschen, Raider, Twix und sogar eine Banane! Großartige Leute! TYRED EYES und IMPO & THE TENTS are go!!!
Ein paar Tage später ging es dann endlich auf Karfreitag zu! Dabei gab's aber zunächst mal eine kleine Klippe namens "Tanzverbot" zu umschiffen... Das gilt ja - wie jeder aufrechte emsländische Katholik weiß - am Karfreitag. Allerdings riskiere ich jedes Jahr aufs Neue mein Seelenheil und einen Platz im Fegefeuer, indem ich immer wieder an der alljährlich stattfindenden "legendary K-Friday Party" teilnehme!
Am 06. April 2012 war es also wieder soweit. In einer geheimen schnuckeligen kleinen Hütte an einem geheimen Ort im Emsland richtete ein geheimes Party-Kommitee dieses äußerst geheime Event aus! Hört sich alles sehr geheimnisvoll an, was?!? Ja, so ein bisschen was hat das Ganze auch von geheimbündlerischer Zusammenkunft, à la Freimaurer, Rosenkreuzer, Tempelritter etc... Der "Karfreitags-Rock'n'Roll-Orden", haha... Aber an dem Tag haben ja auch andere soziale Gruppen ihre Zusammenkünfte. Ich hab schon von mehreren blasphemischen Vereinigungen gehört, die diesen fleischlosen Tag zu provokanten Grillveranstaltungen nutzen, bei denen hemmungslosem Fleischgenuss und Völlerei gehuldigt wird. Und vom Marktkauf-Parkplatz wurden in diesem Jahr z. B. absolute Ausnahmezustände berichtet, da dort diverse Autoclubs den "Carfreitag" zelebrierten. Aber nee, das ist mir zu uncool, Autos und so ... Grillen, okay, das sollte man bei der "legendary K-Friday Party" vielleicht auch noch einführen. Aber hauptsächlich geht's bei der K-Friday Party für mich immer um die wirklich wichtigen Dinge im Leben: schmierige Rockmusik!
Feiertage wie Karfreitag/Ostern bringen ja den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass da alle "Auswärtigen" wieder auftauchen, um über Ostern fein die Füße bei Muttern und Vattern unter den Tisch zu stellen. Es waren also massig Leute da, die ich monatelang nicht gesehen hatte. In musikalischen Dimensionen gesprochen zahlreiche (ex-)Mitglieder der BACKWOOD CREATURES, BATTLEDYKES, MAVERIX, GRIZZLY ADAMS BAND, FAVORATS, STARFIRE ROCKETS, AUDIOSONIX und bestimmt noch 'nem halben Dutzend anderer Kapellen. Dementsprechend wurden fleißig neueste News ausgetauscht (was in meinem fortgeschrittenen Alter meistens auf so Infos hinausläuft wie: Wer hat Nachwuchs bekommen? Wer heiratet? Wer trinkt keine Alkohol mehr? etc. pp.) und um 0:22 Uhr musste ich auf dem Weg zum Herren-Freiluft-Pissoir bereits dem ersten Haufen Erbrochenen ausweichen. Nicht von mir hinterlassen, möchte ich anmerken! Die Party lief also wie ein Länderspiel...
Der Clou in diesem Jahr war aber zum ersten Mal eine Liveband: THE GOLDEN HELMETS! Die sind ja bekanntlich mit diversen (Exil-)Emsländern besetzt und die paar Kölner/Solinger in der Band gehen mittlerweile auch als emsländische Ehrenbürger durch! Am Karfreitag spielte die Combo in der emsländischen Schnapshauptstadt den Auftakt für ihre Frankreichtour. Hä? Frankreichtour? Und dann Auftaktkonzert im Emsland? Tja, so ganz hab ich's auch nicht verstanden, aber was will man machen an so Abenden wo Logik nur eine Nebenrolle spielt?!? Eine nachvollziehbare Kombinationskette wäre vielleicht: Frankreichtour => Tour de France => die Tour de France fängt ja auch öfters mal mit "Auswärtsetappen" an, in Irland oder so... Allerdings sind die HELMETS am nächsten Tag auch gar nicht weiter nach Frankreich gefahren, sondern in die Schweiz... Kann man ja mal machen, tödlich verkatert im Osterverkehr, mein lieber Scholli, Hut ab, gut das ich nicht mit im Van saß, hehe...
Musik gemacht haben die GOLDEN HELMETS aber natürlich auch noch! Ich hab zwar händeringend versucht das Tanzverbot durchzusetzen, aber vergeblich! Nach kurzer Zeit war der Laden ordentlich am Feiern, ca. 100 Bekloppte tanzten ab und der Auftritt war das Sahnehäubchen auf einer der besten Partys 2012! Hier mal ein Video vom Budenzauber, unter anderem spielen die Burschen den Song "Run", den ich höchstselbst auf meinem Label auf stylischem Vinyl rausgebracht hab. Was ich damit sagen will: Könnt ihr kaufen, näch, und zwar HIER! ;) Ansonsten: Beste Band! Absolute Livegranate! Und alle Mitglieder im Nichtallelattenamzaunverein, allen voran Hendrik, der vollkommen irre Sänger! Die Welt braucht mehr von solchen verrückten Frontmännern, dringend!!!
Danach verlässt mich dann auch langsam die Erinnerung. Aus diversen Facebook-Einträgen von Partybesuchern konnte man am nächsten Tag ableiten, dass da zu späterer Stunden wohl noch diverse Kleidungsstücke verloren gegangen sind. Keine Ahnung was da los, vermutlich waren später alle nackt! Ich kam jedenfalls noch voll bekleidet nach Hause, bezahlte den feuchtfröhlichen Abend aber mit einem echten Championsleague-Kater. Ehrlich, das ging in Richtung Nahtoderfahrung! Die Rache des lieben Herrgotts wahrscheinlich, für mein unchristliches Tun...
Das Schlimme daran ist: als es am Ostersonntag, 08. April, schließlich weitergehen sollte, war ich immer noch t-o-t-a-l neben der Spur! An besagtem Tage stieg nämlich im Meppener Rockpalast das "Easter Rock Festival", was zeitgleich auch die CD-Release-Party von OUT OF PRACTISE war. Mit am Start sollten noch KING'S CASKET, CIVIL COURAGE und meine persönlichen Favoriten RAZZ sein. Und - ich schwöre - trotz Angeschlagenheit hab ich mich nebst Anhang wirklich beeilt, und was war?!?! Als wir reinkamen waren RAZZ gerade fertig! Verpasst!!! So ein Ärger!!! Auf den Schreck ließ ich mich erstmal auf einen Barhocker nieder, was wohl der nächste Fehler war, denn von da kam ich die nächsten 2 Stunden aufgrund meiner schlechten Tagesform kaum wieder hoch. Ein weiterer Fehler - mein Versuch die schlechte Tagesform mit Konterbier wieder glattzubügeln. Auch das ging eher nach hinten los...
Vom Hocker gerissen wurde ich allerdings auch nicht gerade von KING'S CASKET, dementsprechend konnte ich auch beruhigt sitzenbleiben. Die Band bot mir irgendwie eine ganze Menge zuviel Stilmix, da wurde neben ewig langen Instrumentenwechseln auch noch gerappt und so ... uh nee, nicht meins. Nebenbei bemerkt war der Besucherandrang - gelinde gesagt - auch noch sehr überschaubar, was ja öfter mal so ein Feiertagsproblem ist. Vor 0 Uhr treibt das Volk sich noch bei irgendwelchen Osterfeuern rum, später (nach dem Konzert) wurde es dann proppenvoll.
Auch wenn also nicht viel los war machten CIVIL COURAGE danach noch das Beste draus. Ebenfalls nicht so 100 pro meine Mucke, aber die Band brachte die Anwesenden zumindest mal in Bewegung. Mich allerdings nicht, ich vegetierte immer noch auf meinem Barhocker an der Theke rum. Ein Trauerspiel! Ich schäme mich! Mittlerweile bekam ich es auch mit den Ohren, denn CIVIL COURAGE kündigten einen Song an und ich verstand nur "Whiskeypott". Komischer Name für einen Song, dachte ich so bei mir. Wie sich rausstellte handelte es sich dann aber um "Blitzkrieg Bop". Boing! Auch soll mein Name von der Bühne gerufen worden sein und ich hab's nur so halb mitbekommen und war verwirrt... Aber was sollte ich auch machen, mein Kumpel Andy hatte nämlich großmundig verkündet an dem Abend alleine eine ganze Kiste Beck's Alkoholfrei trinken zu wollen, da kann man schon mal abgelenkt sein... Er hat's übrigens nicht geschafft... Wurst! ;)
Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich bei OUT OF PRACTISE dann doch noch meinen Arsch hochbekam. Den schleppte ich dann nach oben in die DJ-Bude, von wo aus ich mir den Auftritt mit zwei anderen Oberschlauen anguckte und nebenbei in Disco-Fachliteratur (stand nur Scheiße drin) blätterte. Und so sah das Ganze dann von oben aus:
OUT OF PRACTISE sind auch ganz fitte Burschis, nur hab ich manchmal das Gefühl, dass die ein bisschen zu viel in ihre Songs packen wollen. Als würden die musikalischen Geschmäcker in der Band etwas auseinandergehen. Ich kann mich aber auch irren... Und die Ansagen sind des öfteren brutal lang, wie in dem Video auch zu sehen ist, hehe. 1, 2, 3, 4 wuppdi muss das gehen Jungs! Weniger labern, mehr rocken! Zack zack, hopp hopp, pronto pronto! Wie dem auch sei, die Show war ganz gut, ich hab mich jedenfalls amüsiert. Der absolute Oberheuler in der Band - da war sich die Jury der schlauen Leute (John, Jim und ich) in der DJ-Bude einig - ist jedenfalls der Leadgitarrist! Unglaublicher Mann! Was der da manchmal auf seiner Klampfe abzieht, da verknoten sich mir beim Hinsehen schon die Finger!!! Erinnert mich oft stark an sowas hier, hehe:
Mittlerweile grünte ich dann auch wieder durch. Nach dem Konzert noch kurz mit den RAZZ-Jungs geredet und von OUT OF PRACTISE eine CD geschenkt bekommen. Muchas Gracias noch mal! Irgendwann werde ich auch noch mal anfangen hier auf dem Blog Kram zu reviewen. Irgendwann... Übrigens wurde mir von George auch noch auf äußerst nonchalante Weise was zugesteckt, im absoluten Drogendealer-Style, ich musste doch sehr lachen. Die Tage dazu mehr!
OUT OF PRACTISE werden ja übrigens auch noch auf meinem nächsten selbst organisierten Konzert spielen, also hinkommen da, hier ist das Facebook-Event dazu! Und mit RAZZ hab ich auch noch was vor. :)
Am folgenden Samstag, 14. April, stieg dann im Jugendzentrum "J@m-Center" wieder eine Show. Die Veranstaltungen in dem Laden sind in den letzten Monaten auch wirklich eine Bank geworden. Diesmal mit Bands, Crew und zahlenden Gästen bestimmt wieder so 80-90 Leute in dem gemütlichen Stübchen, alles super! Allerdings war ich an dem Abend mit Kassendienst dran, so dass ich von den Bands irgendwie relativ wenig mitbekommen hab, sehr schade.
Vor allen Dingen ärgert's mich bei den alten reaktivierten Hasen TWEE-STAR, von denen hätte ich gerne mehr gesehen als die paar Blicke die ich da mal durch die Tür gelauert hab. Wegen denen waren auch eine ganze Menge Leute gekommen, wie ich das so am Eintritt sondieren konnte. Coolster Typ war Tom, der Sohn von Sänger Dennis, der mit dicken Kopfhörern absoluter Chef im Vorschulalter-Moshpit war, haha... ;)
Bei FOOLS FROM STACK war's dasselbe Kreuz wie bei TWEE-STAR, auch die hab ich hauptsächlich nur durch die Tür gehört. Aber die Band liefert eigentlich immer gut ab und die haben immer auch eine Menge Leute im Schlepptau, so dass die Stimmung auch hier wohl blendend war. Ich bin mittlerweile so weit, dass ich Songs von denen schon fast mitsingen kann, weil die in letzter Zeit irgendwie an jeder Pommesbude spielen...
From Pogge with love - Der Kassenprüfer meldet Vollzug: Zwischenstand = 62,8333333 zahlende Gäste!
Headliner waren schließlich vier crazy Typen aus Papenburg/Leer,
deren Namen ich hier jetzt mal nicht mehr aufführe, da ich den
Blog-Eintrag schon das zweite Mal nachbearbeite, seit ich den am 15.04.
online gesetzt hatte. im Nachtrag weiter unten mehr dazu...
Die Jungs waren wohl schon vor ihrem Auftritt recht
drollig. Der lokale Soundmann Stefan war auf jeden Fall schon ziemlich
früh auf 180 bzw. auf der sprichwörtlichen Palme, weil die Herren sich
erst wohl erstmal massig Zeit ließen bis sie zum Soundcheck aufschlugen
und dann auch noch mit zig Sonderwünschen bei der Instrumentenabnahme
glänzten. Auch wollten sie sich im Backstage wohl nicht umziehen während
die Leute von TWEE-STAR noch im Raum waren, aber da hab ich
vollstes Verständnis für, vor so alten schmutzigen Männern würde ich
mich auch nicht nackig machen, haha...
Vor der Show gab's also schon so ein bisschen was zum Schmunzeln, der Auftritt von an
sich war dann auch ganz okay. Der Sound war gut, der Aufwand hatte sich
also gelohnt, auch wenn der Mischer noch gewaltig Hals hatte. Wobei ich
jetzt aber auch eher vom Gitarren- und Effektsound rede, das Schlagzeug
spielte nämlich ständig den gleichen offenen HiHat-Beat, kam mir so
vor... Nun ja, da wir mittlerweile die Kasse dich gemacht hatten konnte
ich auch ein bisschen mehr vom Auftritt sehen und hab auch einen Song
mitgefilmt. Was dann am nächsten Tag noch mehr Drolligkeiten bot, da der
Band der YouTube-Upload auch nicht so ganz ins Konzept passte. Später
kamen dann immer mehr Mails, in denen ich aufgefordert wurde das Video
offline zu nehmen. Ähm ja, ich lasse das Ganze jetzt mal unkommentiert
und wünsche den Kollegen vom "Rock unter Linden" viel Spaß bei der
Bandbetreuung am 01. Juni... ;)
Die Kids hatten auf jeden Fall ihren Spaß, insofern ein runder Abend
mit ein paar ulkigen Nachwuchs-Rockstar-Anekdötchen, hehe...
NACHTRAG VOM 26.05.2012: Im Nachtrag vom 22.05. hatte ich bereits erwähnt, dass das Live-Video der Headliner-Band von mir zunächst von 4:22 Minuten (Version 1) auf 3:22 Minuten (Version 2) und schließlich auf 3
Sekunden gekürzt wurde. In einem interessanten Mailverkehr wurden mir
seit dem 15.04. von einem Bandmitglied diverse Gründe genannt, warum das
Video offline sollte. Im Grunde eine Sache über die man reden kann,
aber die angeführten Gründe änderten sich irgendwie mit jeder Mail, was
mir relativ Spanisch vorkam. Um meine Position klar zu machen: Da ich
solche Livevideos generell als einen tragenden Bestandteil der
unabhängigen Berichterstattung auf diesem Blog ansehe, hab ich das Video
zunächst nur eingekürzt. Was dem Vertreter der Band aber nicht reichte, daher ist das Video nun ganz offline. Wem das Video gefallen hat (es hatte ca. 1.000 Klicks in 40 Tagen und war damit das beliebteste in meinem YouTube-Kanal),
der sollte sich also DIREKT an die Band wenden und nicht an mich! Ich
hätte den Mitschnitt gerne online gelassen. Auch der Bandname ist in
diesem kompletten Bericht gestrichen, wer an dem Abend da war, weiß ja
ohnehin Bescheid... Hintergrund für die Streichung ist kein böser Wille
meinerseits, ich habe nur keine Lust mich mit irgendwelchen
Medienanwälten rumschlagen zu müssen, nur weil eine öffentlich
auftretende, kurz vorm Durchbruch stehende "Indie"band
sich in Zeiten von Smartphones und Social-Mediaportalen wie YouTube
nicht so ganz souverän im Umgang mit öffentlichen Berichterstattungen
(wie es ja z. B. auf diesem Blog geschieht) zeigt... Ich wünsche der
betreffenden Band jedenfalls viel Erfolg im Musikbusiness und viel Spaß im Umgang mit den dort agierenden Medien!
Keine Ahnung ob ich mich über den weiteren Abendverlauf noch auslassen soll, da dreht es sich dann um den üblichen Absturz im Palast und Sonntag war ich wieder schwerst malade... Hier mal der Versuch einer Rekonstruktion in Stichworten:
Abendvoraussetzung: ich war ohne meine Liebste unterwegs, was meistens nicht gut ist, da ich dann dazu neige dummes Zeug zu machen und zuviel zu trinken
eine Pumuckl-Frau jammerte vor'm J@m-Center rum, sie wolle "ins Limit fahren", was ich wohl irgendwie falsch in "ans Limit gehen" umgedeutet hab und trinktechnisch dann auch umgesetzt habe
wieder komische Leute im Rockpalast: dicke Nazi-Skinhead-Mädchen mit "Wir wissen wen wir hassen"-Jacken, steinbreiter Typ mit Frei.Wild Shirt und eine äußerst weirde Frau, die mich ständig gefragt hat ob ich Armin/Arnim sei
habe versucht investigativ in diesen Grauzonen-Jugendgruppen tätig zu sein um mehr herauszufinden: vergeblich! Hab bis zum Ende nicht verstanden was die weirde Frau von mir wollte, sie sprach so undeutlich und ich hab wieder nur "Whiskeypott" verstanden.
um bei den Grauzonen-Kids 'nen Fuß in die Tür zu bekommen hab ich alles zu mir genommen, was mir angeboten wurde. Unter anderem hab ich Zigaretten geraucht und das am nächsten Tag mit schwerem Unwohlsein teuer bezahlt!
Hab bis zu meiner Abreise nicht rausfinden können wer Armin/Arnim ist. Mysteriös! Irgendein Code unter rechtsoffenen Jugendlichen? Wer weiß mehr?
Russisch-Koks war auch im Spiel, den hab ich aber mit vernünftigen Leuten getrunken.
Später übliche Abreise zu Fuß nach Hause, wegen extremem Kurvenschuh bestimmt der doppelte Weg als sonst. Am nächsten Tag mit den Worten geweckt worden: "Ich hab schon gehört dass du steinbreit bist, als du die Wohnungstür aufgeschlossen hast!"
Mit 2,5 Atü auf dem Kessel noch Facebook-Einträge kommentiert = Nie gut!
Sonntag = tot! Und immer noch keine Ahnung wer Armin/Arnim ist...
Weirde Frau die mich für Armin/Arnim hielt und steinbreiter Typ mit Frei.Wild Shirt. Wollten unbedingt auf's Foto, ich glaube aber die Linse wollte springen, anders kann ich mir diese Reflexion da im Bild nicht erklären... Ich hab auch die Vermutung, dass er das Foto zum Vorwand nehmen wollte ihr unauffällig an die Hupen zu fassen. Ist aber nur so eine Theorie von mir...
Ja, so war das, und das wird auch nicht einfacher. Kommt ihr mal in mein Alter! Mal sehen was in den nächsten 2 Wochen noch so geht. Auf jeden Fall hatte ich bei meinen Veranstaltungshinweisen für April 2012 noch ein Konzert vergessen, denn am 28.04. spielen noch END OF THE ROAD, BETTA IMBELLIS und CARDILLAC COMPLEX, wieder mal im guten alten JuZ "J@m Center". Hier geht's zum Facebook-Event, ich denke man sieht sich dann da...
Oh oh Leute, der 1. April naht ... lasst euch nicht verarschen! Geht lieber zu 'nem guten Konzert in Meppen! Die soll's ja tatsächlich geben, haha ;) Auch im nächsten Monat liegen wieder ein paar interessante Sachen an, die ich hier mal zusammengestellt hab. Ich denke mal das werde ich jetzt jeden Monat so machen, also ruhig mal wieder reingucken, näch...
Wie immer muss ich dazusagen: Obwohl ich ein ziemlicher Fuchs bin, bekomme ich nicht immer alles mit. Also: wenn hier was fehlt bin ich über jeden Hinweis dankbar!
So, um Ostern rum geht's schon gut los. Ich selber werde z. B. an der "legendary K-Friday" Party teilnehmen und sofern ich das überlebe und die Cops nicht wieder versuchen das Event zu sprengen geht's dann Ostersonntag los mit Livemusik. Leider Gottes wieder mit einer doofen Doppelbelegung, aber ich denke ich werde dann in Meppen sein...
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OSTERSONNTAG, 08. APRIL 2012 Easter Rock 2012 und zugleich Record-Release-Party von OUT OF PRACTISE im Rockpalast/Meppen, zusammen mit RAZZ, KING’S CASKET und CIVIL COURAGE. Sollte eine interessante Sache werden, ich bin besonders gespannt auf den Generationenclash von RAZZ und CIVIL COURAGE, zwischen denen bestimmt so 15-20 Jahre Altersunterschied liegen ;)
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Die erwähnte Doppelbelegung am Ostersonntag ist leider die Überschneidung der Palast-Show mit einem Konzert in Lingen. Dort spielen FATSO AND THE RIGHTMAKERS im Koschinski/Lingen ihre allerletzte Show. Da wäre ich sonst auf jeden Fall gewesen, denn die Jungs sind steile Typen, viel mit erlebt, auch selbst Konzerte mit denen veranstaltet. Allerdings bin ich durch diverse Verpflichtungen an den Palast gebunden :/ Wer in Lingen ist, sollte sich die FATSOS aber unbedingt antun! FATSO-Bassist Tommy hat mittlerweile DESONA zu seiner Hauptband gemacht und ist deshalb auch bei den fantastischen BIG TENNIS ausgestiegen. Dafür ersetzt FATSO-Frontmann Philipp Tommy jetzt bei BIG TENNIS. Tja, das nennt man dann wohl Besetzungskarussell. Nur schade das FATSO AND THE RIGHTMAKERS dabei auf der Strecke geblieben sind. Der letzte Gig wird aber sicherlich eine ordentliche Sause, die Jungs wissen wie man feiert!
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OSTERMONTAG, 09. APRIL 2012 Osterrock in Lindern: Jahaaaaa, was soll ich sagen... Lindern? Ist ja voll weit weg und nicht mal mehr Emsland?!?! Ja, stimmt! Aber das Osterrock-Festival in Lindern ist immer das absolute Debakel und immer eine Reise wert! Also ehrlich, was ich da schon erlebt hab... Ich hab den Lemmy-Gnom gesehen! Und den Mann mit der Konjak-Cola Allergie, der das Zeug aber nichtsdestotrotz weiter in sich hineinschüttete und davon schon eine leicht bedenkliche lila Gesichtsfarbe hatte. Und als wir da mal BOOZED an ihrem Bulli getroffen haben ... ach, ich erzähl's lieber nicht, haha ;) Wie dem auch sei: Osterrock! Lindern! Die letzten Jahre war's etwas mau, da das Ganze in einer komischen Reithalle stattfand. In diesem Jahr findet das Ganze aber wohl wieder auf dem alten Platz bei der Gaststätte Luecken in Liener statt. So ziemlich die Blaupause eines wahnsinnigen Festivals auf dem platten Land. Ein Platz voll mit hunderten Cloppenburgern und einer Handvoll Emsländern: alle nackt und besoffen! Muss man gesehen haben! :)
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... ich schätze so wie der Mann auf dem Flyer da unten rechts seh ich am nächsten Tag aus!
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SAMSTAG, 14. APRIL 2012 JuZ J@mCenter, Meppen: Das J@m-Center wird im April die Wiederauferstehung von TWEE-STAR erleben! Die Älteren werden sie noch kennen, hervorgegangen aus den TWISTER DORFMUSIKANTEN, immer für 'ne Party gut und nie ein Bier stehen lassen. Ich bin gespannt! Dazu spielen FOOLS FROM STACK und HURRICANE DEAN auf, die dürften ja bekannt sein, da die in letzter Zeit auch irgendwie an jeder Pommesbude spielen. Aber wird sicherlich trotzdem ein feiner Abend, ich bin am Cut! Veranstalter ist wieder die "Initiative 2.0", die für gute Organisation bekannt und geschätzt ist :)
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SAMSTAG, 21. APRIL 2012 Easy-5 Club, Meppen: Hä? "Easy 5 Club"? Was ist das denn? Wo ist das denn? Tja, mittlerweile weiß ich's: das ist das alte "Pearl" bzw. "K3" in der Meppener Bahnhofstraße! Die News, dass da eine Band spielt kam kürzlich irgendwie aus heiterem Himmel und keiner wusste Bescheid: Ist aber so! TERRY HOAX, um genau zu sein! Wenn ich mich richtig erinnere kamen die aus Hannover, aus dem FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE Umfeld. Ich hab irgendwie recht aktzeptablen Indie-Gitarren-Pop-Rock im Hinterkopf ... ich will mich da aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen... Aufgelöst, Reunion, jetzt auf Tour, das altbekannte Spiel. Das Konzert werde ich mir auf jeden Fall mal antun, alleine um auch den Laden auszutesten. Wenn ich so die Infoseite vom Easy-5-Club angucke bin ich mir aber gar nicht so sicher ob ich überhaupt reinkomme... Da stehen echte Knüller auf der Seite, ich bin mir NICHT sicher ob ich bei dem vorgeschriebenen Dresscode am Türsteher vorbeikomme... Mein lieber Scholli, das ist mal ein Text wie aus dem Bilderbuch... Ich weiß ja nicht ob man da alles so stehen lassen sollte, speziell wenn ich runterscrolle und da noch auf den Punkt "Nationalität" stoße, puh! Da fällt selbst mir jetzt mal ausnahmsweise nix mehr zu ein, huijuijui ... mir scheint als müsste ich beim Einwohnermeldeamt noch vorher schnell meinen Ariernachweis beantragen, mannoman...
Nachdem ich auf Facebook kürzlich schon mal über diese Seite gelästert hatte, wurde mir vorgeworfen das anstehende Konzert von vornherein schlecht zu machen. Ich möchte mal eben klarstellen: Dem ist nicht so! Ich werde wie gesagt da sein, vor allen Dingen weil ich mir auch ein Bild von dem Laden machen will! Bei der "Lästerei" dreht es sich hauptsächlich um diese "Infoseite" ... also ehrlich, wer so ein Blech heutzutage ins Internet stellt, der muss sich nicht wundern wenn der Laden von vornherein skeptisch betrachtet wird! Na ja, warten wir mal ab, vielleicht entpuppt sich der Easy-5-Club ja auch als neues emsländisches Mekka der Rockmusik und Weltoffenheit...
So, außerhalb des Emslandes werde ich auch noch unterwegs sein, folgendes ist vorgesehen. Wird zwar womöglich nicht alles umgesetzt, aber unsere Fahrgemeinschaft ist meist recht überschaubar und ich freue mich eigentlich immer über Leute die auch Lust auf gute Musik haben und auswärtige Konzertabende nicht ausschließlich als Vorwand zum Totalabsturz sehen...
Do. 19.04: JuZ Verden TERRIBLE FEELINGS, NO MORE ART
Mi. 25.04.: BRAT FARRAR in Münster
Fr. 27.04.: CHIXDIGGIT + NIMRODS im Pott
Sa. 28.04. BRAT FARRAR Vera/Groningen
So. 29.04. STEVE ADAMYK BAND, SONIC AVENUES: Gleis 22 Münster
Mo. 30.04. Queensday Festival in Venlo
Ende des Monats wird's also heiß, da geht einiges, yeah! Speziell das Queensday-Festival wird bestimmt ein Kracher, Spaß für'n paar Euro und Hammer Line-Up, siehe HIER! :)
BRAT FARRAR aus Australien hätte auch fast in Meppen gespielt, wir standen schon in engeren Verhandlungen, aber hat dann irgendwie doch nicht geklappt. Stattdessen hab ich die Toursingle von dem guten Buben rausgebracht, die kann man sich HIER anhören und auch bei mir käuflich erwerben. Zum Abspielen ist allerdings ein Plattenspieler notwendig: Vinyl rules, CD sucks! ;)
Allerdings: Das mit der BRAT FARRAR Show hat zwar nicht geklappt, dafür steht aber ein anderes Konzert im Mai fest, das "Minus Rockcity" sozusagen in Kooperation mit der "Initiative 2.0" macht. Also Termin schon mal vormerken: Samstag 26.05.2012 im Jugendzentrum "J@m-Center" in Meppen! Live on stage: ALITAVE und OUT OF PRACTISE (acoustic set) und die famosen THE AFFECTED aus Ibbenbüren! Zum Facebook-Event geht's HIER, da könnt ihr euch schon mal anmelden. Weitere Details folgen später noch hier auf dem Blog!
Flyer gemalt von meinereiner: Wer in Jeanskutte und mit Vokuhila kommt, dem geb ich einen aus!