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Freitag, 15. August 2014

Konzerte: JOE GINSBERG, JOHN ALLEN, HENNING BASLER, TRAVELS & TRUNKS | 13.08.2014 | Meppen - Jam

Ich sag's mal direkt zu Anfang: Eigentlich hätte diesmal alles ganz anders laufen sollen! Zumindest was diesen Bericht angeht... Eigentlich war der Plan hier diesmal nichts weiter online zu setzen, als eine 2-3 minütige Konzertzusammenfassung, als Spoken-Word-Auftritt auf Video gesprochen von Meppens Musikhitler Numero Uno! Nein, nicht ich! Nennen wir ihn einfach mal KW, ich denke die meisten Scenester wissen dann eh Bescheid um wen es sich handelt... ;)

Aber was macht der Lump?!? Er kneift!!! Also müsst ihr wieder 'n paar Absätze mit meinem Geseier durchlesen, tut mir leid... Aber hat ja ggf. auch was für sich, die Spatzen pfeifen ja schon von den Dächern, dass manch Angepisster sich davon gar zu Songtexten inspirieren lässt, haha... Wie dem auch sei: Bedenkt immer, dass es noch viel schlimmer hätte kommen können, wenn KW hier einen seiner gefürchteten Rants abgelassen hätte! So hat er nur einen designtechnisch sehr gelungenen Flyer fabriziert (Hut ab dafür) und ich werde seine Anwesenheit beim Konzert im weiteren Bericht mal ganz dreist als Stimmungsindikator missbrauchen...


Also dannn: Wo andere Sommerpause machen, wird im Meppener Jugendzentrum "Jam" mal wieder ein Mittwochskonzert gemacht, feine Sache! Meine Stimmung war gut, da der BVB die Bayern am frühen Abend noch im Supercup 2:0 weggeputzt hatte... Ich war mit meinem temporär gehbehinderten Sandkastenkumpel Ziege als kleinste Clique der Welt unterwegs und der Laden war für "unter der Woche" schon überraschend gut gefüllt als wir eintrudelten. An zahlenden Gästen wohl um die 50 Leute, dazu noch JuZ-Crew, Musiker etc... Auch einige fremde Gesichter die offensichtlich von auswärts angereist waren... Die HaLü-Partygirls waren auch mit einer Abordnung vertreten... Très bon!

Im Konzertraum war schon der Sänger von TRAVELS AND TRUNKS (www.facebook.com/travelsandtrunks) solo mit Akustikgitarre zugange (diese Singer/Songwriter-Schiene war ja generell das lockere Obermotto des Abends)... Auch wenn ich noch nicht so ganz der Aufmerksamste war, machte der Bursche muckemäßig einen ganz gefälligen Eindruck, coverte auch mal RADIOHEAD, alles okay... Was KW angeht, den ich hier ja als Stimmungsindikator verwenden wollte: Der verließ den Raum nach ein paar Songs (vermutlich um zu rauchen) und kam erst in der Pause wieder. Hätte also höchstens 'ne Mittelmaß-Wertung gegeben, vermute ich mal...

Danach war der allseits bekannte Exil-Haselünner Henning Basler am Elektropiano dran, der seinen Freddy-Krüger-Drumcomputer mittlerweile durch einen echten Typen aus Fleisch und Blut namens Constantin Lügering ersetzt hat. Was die beiden machen heißt - wie passend - "Was wir machen" (www.facebook.com/waswirmachen ) und ist nicht grundlegend anders als das was Henning eigentlich schon immer gemacht hat. Deutsche Lyrics, kleine Geschichten eingepackt in fluffige Indiepopsongs, irgendwo zwischen Elektrogeflimmer und KIKA-Jugendserien-Soundtrack... Komischer Vergleich, aber irgendwie kam mir die Eingebung als ich an der Theke stand, müsst ihr nicht verstehen, haha... Insgesamt okay, aber mir auch ein bisschen zu nett und musikalisch nicht ganz mein Ding.

Fehlt noch der KW-Indikator: Er hatte den Raum schon nach den ersten Songs mit dem Satz "Das wird mir hier echt zu cheesy" kopfschüttelnd in Richtung Backstagebereich verlassen um dort Gratisbier abzuschnorren. Als er bei den letzten Songs wiederkam war erneut mehrmaliges Kopfschütteln und Augenrollen zu erkennen. Ich denke mal das hätte 'nen ziemlichen Verriss gegeben. Der Satz "Das waren die schlimmsten 3 Minuten meines Lebens" fiel zwar nicht, aber ich glaube wir waren auch nicht weit davon entfernt...

Den Namenswitz hätte ich hier auch gebracht, zum Glück sind die Burschen auf ihrem Tourplakat selbst drauf gekommen...
Anschließend schwenkte John Allen (www.facebook.com/lostjohnmusic) musikalisch dann wieder schwer in Richtung Chuck Ragan, Frank Turner, GASLIGHT ANTHEM und Konsorten. Also: Raue Stimme, Bart, 'n paar Tattoos, Hornbrille ... you know the deal! Was mich erstmal total irritierte: Der Typ sprach glasklares Hochdeutsch, während ich felsenfest mit einem Ami gerechnet hatte, haha... Nun denn, das machte die Ansagen natürlich verständlicher, die der gute Mann auch sehr ausführlich zum Besten gab. Generell muss ich bei solchen Konzerten immer wieder sagen: Sowohl bei der Musik als auch bei den Ansagen ist das immer ein schmaler Grat zwischen intimer Atmosphäre und peinlicher Berührtheit (bis hin zum Fremdschämen)...

John Allen meisterte das aber recht souverän. Meppener Konzertpublikum am Mittwochabend zum euphorischen Mitsingen zu animieren will schon was heißen! Und wenn jemand in den Ansagen zu den Songs interessante Geschichten erzählt finde ich das auch sehr unterhaltsam, beispielsweise seine Anekdote über die 6:1 DFB-Pokal-Niederlage von Eintracht Frankfurt beim SVM. Da war ich damals sogar im Stadion, yeah! Das einzige was ein bisschen nervte waren die gefühlten zwei Dutzend Erwähnungen das dieser und jener wichtige Bandhansel und der Cousin von Elvis' Hundefriseur (oder so) auf seinem Album mitgespielt haben und ihm das "die Welt bedeutet"... Etwas zu dick aufgetragen ... aber egal, Gesamteindruck trotzdem gut...

Ich glaube KW war ähnlicher Meinung, bin mir aber nicht sicher, da er plötzlich davon faselte ein TIGERYOUTH Coverprojekt gründen zu wollen. Wohl um mich aufzuziehen, da manch einer mir nachsagt ich würde TIGERYOUTH nicht mögen, glaube ich... Stimmt aber gar nicht, ich fand nur eine Ansage von dem scheiße, mehr nicht... Die Gründung einer Nintendocoreband war dann auch noch Thema, aber das ist eine andere Geschichte... Ich überlegte derweil den Notizblock des Lokaljournalisten (den dieser unvorsichtigerweise unbeaufsichtigt neben mir liegen ließ) zu mopsen oder mit Nonsens-Eintragungen zu versehen. Hab ich aber nicht gemacht, nachher schreibt der auch noch 'n Diss-Song über mich, haha...


Zurück zum Hauptgeschehen: Nachdem John Allen also ordentlich vorgelegt hatte, zeigte Joe Ginsberg (www.facebook.com/joeginsbergmusic) im Anschluss wie es ein Meister macht. Musikalisch beackerte er das gleiche Feld und wusste direkt das Publikum von Anfang an "einzufangen"... Nämlich indem er einfach nach draußen latschte und auf der Treppe vorm "Jam" einen Song für alle spielte die dort noch zum Rauchen und Biertrinken versammelt waren. Und die ganzen Leute nahm er dann einfach mit rein ... nonchalante Aktion, gewusst wie, hehe. Das gleiche wiederholte sich dann am Ende noch mal als Quasi-Zugabe, dazwischen gab's auf der Bühne drinnen ein gutes Akustik-Set, inklusive Tom Petty Coverversion und allem was so dazugehört... Ich glaube KW fand's auch sehr gut, jedenfalls saß er bei Joe Ginsberg's Outdoor-Performance mit selig-verträumtem Blick neben dem Künstler... Hach, watt schön! :)


Insgesamt fühlte ich mich sehr gut unterhalten, wie auch offensichtlich alle anderen Anwesenden. Für 'nen Mittwochabend auf dem Lande war das schon 'ne geschmeidige Sache... Für all jene, denen die KW-Konzertindikatoren aber nicht meckerig genug waren, kann ich natürlich auch noch kurz darlegen was mir noch allgemein so durch den Kopf schoss... Was mich bei diesem Akustikkram (Akustik-Folk-Emo-irgendwas, oder wie auch immer man das kategorisieren will) nämlich oft nervt ist das "zuviel" von manchen Dingen... Zuviel Weltschmerz, zuviel Sehnsuchts- und Befindlichkeitsgesinge, zuviel Schmalz/Kitsch (Stichwort "Etwas zu dick aufgetragen"), zuviel "wir sind jetzt alle total nett zueinander"... Zum Glück war KW da, mit dem man sich in regelmäßigen Abständen noch mal niveauvoll anranzen konnte. Bin Fan!

Nach über 15 Jahren Konzertgeherei frage ich mich auch manchmal ob Ansagen wie "Wir danken den Veranstaltern, es ist total wichtig das ihr sowas hier macht" oder "Der nächste Song hat mein Leben verändert" wirklich ernstgemeint sind, oder eben schnell aus dem Floskelärmel geschüttelt werden, weil man das halt so sagt auf Konzerten?!?

Oder ob man mit 1000x gehörten Ansagen wie "Es ist wichtig das ihr auf kleine Konzerte geht anstatt im Schützenverein, im FC-Bayern-Fanclub oder der Jungen Union zu sein" nicht auch nur vor dem üblichen "Cultural Elite" Abiturienten-/Studentenpublikum die kleinen/großen Klischeeschubladen aufreißt und die üblichen Stereotype wiederkäut. Die Stereotype die man sich in seiner DIY-Punkrock-Komfortzone seit jeher so zurechtgelegt hat, weil das ja schon immer so war?!? (Sollte es in den kommenden Wochen nachweislich eine Austrittswelle aus der Jungen Union Emsland geben revidiere ich meine Überlegung gerne sofort, haha...)

Und ob man mit diesem durchaus radiotauglichen Akustiksound (Stichwort: GASLIGHT ANTHEM oder der so gern goutierte Bruce Springsteen Stadionrock) nicht selbst schon längst in Mainstream- und Kleinkunst-Spießigkeit angekommen ist, während man selbst noch von "DIY" und "independent" redet?!?

Nun ja... Das frage ich mich halt manchmal... Und was KW dazu sagen würde... Aber der laberte gerade eifrig Joe Ginsberg voll als ich um 24 Uhr rum auf meinem Drahtesel vom JuZ-Hof fuhr und mich ärgerte, weil ich am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen musste um malochen zu gehen. Regulärer Fulltime-Job, voll spießig und so, haha...

Ich merk grad, das ich hier wahrscheinlich auch gerade wieder "etwas zu dick auftrage", haha... Na egal, macht 'n Song draus, go for it! ^^ War ein guter Abend, der Eindruck sollte nicht geschmälert werden! So geht's weiter in Minus Rockcity Meppen:
  • 05./06.09.14: "Kleinstadtfest"-Festival im Rahmen des Meppener Stadtfestes (www.facebook.com/Kleinstadtfest)
  • 19.09.14: Rock am Pferdemarkt - Lingen
  • 03.10.14: Big Balls Cowgirl (Record Release), Steeldrive - JuZ "Jam" Meppen
  • 14.11.14: Giants, Drones, The Affected, tba - JuZ "Jam" Meppen

Dienstag, 23. April 2013

Konzerte: SMOKE OR FIRE, ASTPAI, TRAVELS & TRUNKS, PAVEMENT POETRY | 22.04.2013 | JuZ "Jam", Meppen

Im "Jam" in Meppen verbergen sich so einige Kuriositäten ... nicht nur, dass Stadtjugendpfleger Kalle für mich da mal vom rummeligen Dachboden ein paar abgefahrene Sampler-CDs vom Kaliber "Sparkasse Emsland präsentiert - Szene XXL" (oder so ähnlich) hervorgezaubert hat, mit Erstlingswerken von Lokalbands wie TWEE-STAR, TMH (Review folgt hoffentlich irgendwann) etc... Nein, jetzt ist mir da noch ein total mysteriöses Foto in die Finger geraten. Niemand konnte mir bisher Angaben dazu machen, niemand weiß woher es kommt, niemand weiß wer darauf zu sehen ist. Gefunden wurde es übrigens im Holzkasten neben dem Billardtisch... Insbesondere wäre zu klären:
  • Ist dieses Baby wirklich so riesig? Oder die Frau so klein? Oder hält uns nur die Perspektive zum Narren?
  • Was ist das für eine seltsame Mutantenhand hinter dem Kopf der Frau und zu wem gehört die? Cyborgs? Schweinezuchtangestellter der einen Trümmerbruch bei der Sauenbesamung erlitten hat?
  • Was hat es mit dem nicht ganz zu erkennenden TOTAL CHAOS Aufkleber im Hintergrund auf sich? Handelt es sich um babyfressende Punks?!? HC-Organmafia?

Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar! Bitte per Mail an minusrockcity (at) gmail.de

Fragen über Fragen also, zum Glück war der Sachverhalt am 22.04. klarer: Vier Bands - zwei aus Deutschland, eine aus Österreich, eine aus den USA. Alles so mehr oder weniger dieser "Gainesville-Sound", also wer möchte darf das Klischeebild vom melancholischen bärtigen Flanellhemdpunkrocker bemühen, der zu viele Bruce Springsteen Scheiben in der Plattensammlung hat, hehe... Ich mach mir jetzt also nicht mehr die Mühe bei jeder Band zwei Dutzend musikalische Referenzen anzuführen, ihr wisst wie der Hase läuft!

Bei alleine vier Bands war die Raumfüllung natürlich ganz okay, ein buntes Potpourri an Menschen, von älteren angegrauten Herren bis zu den üblichen Hoodie-Kids. Der SMOKE OR FIRE Merchandise-Mensch war an seinem Stand ganz vertieft in ein "Game Of Thrones" Buch, woraufhin John W. mich ebenfalls dazu überreden wollte mit der Buchserie anzufangen. Na ja, ich weiß ja nicht ... so wie der Mercher seine Stirn gerunzelt hat scheint das keine leichte Kost gewesen zu sein. Oder es hagelte Wendungen und Cliffhanger, er war nämlich auf den letzten Seiten des Buchs. Keine Ahnung ob mein Nervenkostüm sowas aushält. Außerdem hab ich auch so noch 100-200 ungelesene Bücher zuhause, da muss ich auch noch ran. Also wird's wohl erstmal nix mit "Game Of Thrones"! Stattdessen belegte ich an dem Abend wieder den Gossensprachen-LK mit Jenny L. aus M. (heutige Lektion: "Das Wort 'Alter' als festes Suffix im deutschen Satzbau"), auch immer wieder lehrreich...

Musik gab's natürlich auch, als erstes mit TRAVELS & TRUNKS aus Dortmund, die mir auf Anhieb sehr gut gefielen. Aber anscheinend spielten die in Meppen ihre viertletzte Show (zumindest in der derzeitigen Besetzung), wenn ich das richtig verstanden hab. Schade, ich hoffe die können die Band in anderer Besetzung fortführen, feiner Auftritt!


PAVEMENT POETRY aus Spelle/Hopsten zündeten bei mir danach nicht so richtig. Wie gesagt, alle Bands des Abends beackerten musikalisch eine ähnliche Schiene und die Jungs waren bestimmt nicht schlecht, aber mir war das ein bisschen zu unrund.

Ganz anders danach ASTPAI aus Österreich! Die hatten nicht nur diesen lustigen Wiener-Schmäh-Dialekt sondern spielten auch eine sehr engagierte, sympathische und kraftvolle Show. Und hatten nebenbei bemerkt auch wohl den meisten Anhang dabei (bzw. wegen denen angereiste Leute), denn bei ASTPAI gab's die besten Zuschauerreaktionen, fand ich. Heimlicher Headliner... Wir wollen aber natürlich nicht vergessen zu erzählen, dass der ASTPAI Frontmann vorher schon beim Essen (es gab Pizzasuppe) den Brüller des Abends gebracht hatte, als er zwei Tiefkühlpizzen erblickte und ernsthaft fragte, wie man denn daraus Suppe macht. Nachdem er bereits erste Theorien entwickelte (pürieren etc.) wurde ihm dann von der emsländischen Cateringfront doch noch die Wahrheit enthüllt - Tränen gelacht hammwawieder... :) Aber das nenn ich mal Völkerverständigung: ASTPAI haben dem Emsland coolen Punkrock gebracht (gibt leider nicht genug davon hier) und das Emsland hat Österreich nun wahrscheinlich zu neuen kulinarischen Höhenflügen verholfen!


Als letztes waren dann SMOKE OR FIRE dran. Das letzte Mal, dass Fat-Wreck-Bands in Meppen waren, ist ja schon was länger her, ich glaube das datiert tatsächlich auf den  16. November 1996 - WIZO zusammen mit BRACKET, damals noch im "Jolly Roger" an der Riedemannstraße (jetzt "Tornado Discothek", falls die nicht auch schon wieder dicht hat). Feiner Abend war das damals, ich war dabei! Ganz so eine Größenordnung wie WIZO damals, haben SMOKE OR FIRE in Deutschland heutzutage sicher nicht, aber die Amis haben auch schon jede Menge DIY-Touring durch die ganze Welt auf dem Buckel. Die Show war dann auch ein absolute Bank, US-Bands wissen halt wie man's macht, keine Frage! Ich hatte auch direkt einen Lieblingsmusiker - die Gitarristen waren eher so die normalen US-Punkrocker im Joe-Queer-Look, der Bassist hatte einen schönen Lockenkopf ... aber der geilste Typ war der Drummer! Der war kaum auf der Bühne, da war er direkt halbnackich! Nur noch mit Shorts und Beanie bekleidet und brachte Face-Action bis zum Abwinken. Ich weiß gar nicht wie ich's beschreiben soll, es sah in etwa so aus, als hätte er einen zu großen Priem Kautabak abgebissen und versuchte den jetzt verzweifelt in seiner Futterluke kleinzukriegen. Grandios, muss man gesehen haben! Ach ja, gut getrommelt hat er natürlich auch!


Um kurz nach elf war dann Schluss, alle waren glücklich und zufrieden und einige Auswärtige mussten auch glaub ich schnell den letzten Emsland-Express kriegen. Ich hatte ca. drei Cola, zwei Mirinda und ein 7-Up intus, nicht dass hier diesmal wieder der Eindruck entsteht ich hätte wieder exzessiv dem Alkohol zugesprochen, nein nein nein!!!

Fazit: Ein schön entspannter Abend mit guter Musik. An einem Montag darf man sicherlich keine allzu großen Action-Abende oder überwältigende Publikumsanstürme erwarten, unter der Prämisse war's also alles prima. Wegen ASTPAI und SMOKE OR FIRE waren auch ein paar Nasen aus der Richtung Münster/Dortmund angereist, schöne Sache das! Ein paar Meppener Visagen hätten ruhig mehr da sein können, aber nun, man kann ja keinen zu seinem Glück zwingen.

Ich denke es ist nicht falsch wenn ich sage, dass Yogi (der an diesem Abend das Konzert gemacht hat) im Moment auf einer Welle von guten Angeboten schwimmt was diese Mucke angeht, von denen er gar nicht alle wahrnehmen kann. Ein paar gute Sachen liegen in diesem Jahr natürlich noch an (zum Beispiel PERDITION am 11.05.), aber so eine Konzertmacherei raubt neben Geld natürlich auch Zeit und Energie und es ist nicht einfach das neben Job, Privatleben etc. über einen längeren Zeitraum kontinuierlich durchzuhalten. Also falls es in Meppen und Umgebung Leute gibt, die sich nur entfernt für diese Musik interessieren und momentan nicht rumkommen - beschwert euch nachher bitte nicht wenn ihr die augenblickliche heiße Phase aus Faulheit oder Schusseligkeit verpasst und es das derzeitige Angebot in - sagen wir mal - einem Jahr nicht mehr gibt! Jetzt oder nie! Der Gossensprachen-LK hat mich gelehrt was YOLO heißt, haha... ^^