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Dienstag, 19. Mai 2015

Konzerte: "Mosh Department 1" mit OCEAN OF PLAGUE, HATE EMBRACED, HOME REARED MEAT, CONTROVERSIAL | 15.05.2015 | Meppen - Jam

Liebes Tagebuch!

Wie ich immer öfter feststellen muss, sind Feiertage nix für mich. Um Christi Himmelfahrt rum hab ich mich z. B. wieder mit zwielichtigen Leuten rumgetrieben, böse Musik gehört und zuviel Alkohol getrunken. Aber der Reihe nach...

Am 13.05. musste ich lange arbeiten, danach im Alarmstart zum Spiel SV Meppen gegen VfL Osnabrück. Auf dem Weg circa 200 Polizeibusse umschifft, gutes Spiel gesehen und im Elfmeterschießen beschissen worden (war klar drin das Ding)! Na ja, Sieger der Herzen, extrem geschmeidiger Abend mit standesgemäßem Ausklang im Rockpalast und üblichem polnischen Abgang meinerseits. Am Vattertach dann abendliche Konzertaction ins Auge gefasst, aber irgendwie einiges falsch gemacht: zu viel gegrillt, zu spät losgekommen, folgerichtig im Lingener "Koschinski" nur noch zweieinhalb Songs von DESONA (www.facebook.com/desonamusic) gesehen. War trotzdem nett... ^^

Mosh-Department-Flyer: Voll gruselig und so, vor allen Dingen für Mediengestalter und Grafikdesigner... ;)
Zum Glück war nach 2 Tagen Saufen dann schon wieder Wochenende, was lautstark mit einem zünftigen Deathcore-Konzert im Meppener "Jam" eingeläutet werden konnte. Vier Bands auf'm Zettel und ich in Losgeh-Kombination mit Meppens Premiumhater Kim W. unterwegs. Puh, das konnte ja was werden... :D

Auf der Bühne ging's los mit CONTROVERSIAL (www.facebook.com/controversialmetal) aus dem Raum Bremen. Was mich zuerst mal wunderte: Man sah gar keine Amps auf der Bühne! Nur Racks, die mit Studiotechnik vollgestopft waren. Komisch, früher haben Bands wie IMMORTAL sich extra noch Verstärkerattrappen mit auf die Bühne gestellt, haha... Scheint heute wohl nicht mehr so ganz trendy zu sein. Musikalisch war's ganz amtlich, Deathcore auf hohem Niveau. Eine 7-Saiter-Gitarre durfte da natürlich nicht fehlen, die der junge Mann aber auch recht gekonnt bediente, da wurde fleißig immer wieder über's ganze Griffbrett gegniedelt bis es qualmte. Einzig der Bassist wirkte 'n bisschen gelangweilt, aber das ist ja so die Standard-Bassistenkrankheit, haha... Also: Gute Band, gut abgeliefert. Mir evtl. ein bisschen zu nett denn ich konnte an CONTROVERSIAL jetzt auch nix allzu kontroverses feststellen.

Wie das halt oft so ist im Metalcore/Deathcore Genre - vom Look her die netten Jungs von nebenan, in den Ansagen immer 'n freundlichen Spruch auf den Lippen, von den Texten kannste eh nix verstehen bei dem Gebrüll, natürlich professionell gestaltetes 3m x 1,50 Backdrop dabei und musikalisch ordentlich Skills... Aber HOME REARED MEAT kamen ja noch... ;)


Allein das erste Live-Video hier (bzw. die erste Ansage) umreist den Auftritt von HOME REARED MEAT (www.facebook.com/homerearedmeat) ganz gut! Mir kam jedenfalls schon nach der Ansage zum zweiten Song vor Lachen Bier aus der Nase! Aber der Reihe nach...

HOME REARED MEAT waren diesmal ohne einen ihrer etatmäßigen Schreihälse unterwegs: Robert macht Pause, ich glaube wegen Auslandssemester oder irgendeiner anderen seriösen Tätigkeit... Robert kenn ich ja auch, der ist 'n feiner Kerl und ein super Frontmann - die Frage war: Wie ersetzen die den? Das ist ja jetzt nicht soooo einfach. Der neue zweite Mann am Mikro ist nun also Chicken, dem ein oder anderen sicherlich bekannt von ISLAY, STORM OF WIND oder auch DIE OBERLANGENER JUNGS! Den kenn ich zwar nicht so lange wie Robert, aber das ist auch 'n feiner Kerl und super Frontmann ... aber ... anders! Ich kenn auch Leute (Männer!) die den nicht so gerne mögen, weil er die mal nackt in irgendwelchen Backstageräumen besprungen hat, aber das nur am Rande... Na ja, laberrhabarber, was da am Ende jedenfalls bei raus kam war schreiend geil, im wahrsten Sinne des Wortes. :D

HOME REARED MEAT genießen im "Jam" ja ohnehin einen kleinen Legendenstatus - man raunte sich sogar zu, dass der eigentliche Mischer wegen ihnen unter der Angabe fadenscheiniger Ausreden bereits um 18:30 Uhr den Dienst quittierte, haha... Aber was die dann live mit Chicken abgezogen haben toppte noch mal alles! Zwar hatten sie irgendwie vergessen ihre blutigen Schlachter-Outfits anzuziehen, aber der Asigkeitsfaktor schnellte trotzdem in ungeahnte Höhen. Während der eine Sänger sich aus einer Glaskaraffe ein Getränk reinzog, das wieder verdächtig nach Morgenurin-Mittelstrahl aussah, lies Chicken vor allen Dingen in den Ansagen ungeahnte Genialität aufblitzen!

Da wurden munter Vegetarier/Veganer angedisst, es wurde kontrovers die Frage eruiert warum Jungmetaller heutzutage keine langen Haare mehr haben, sondern stattdessen Riesen-Ohrtunnel und warum denn niemand aus dem Publikum im Playdo-Style in die Gitterkonstruktion vor der Bühne kacken wollte. Jeder bekam also sein Fett weg, es war herrlich! Die Texte konnte Chicken natürlich nicht auswendig sondern hat sie während des Sets im Prollstyle aus den CD-Booklets abgelesen. Und wenn er nicht weiter wusste hat er einfach gegrunzt ("Sorry, ich hatte da 'n kleinen Texthänger, habt ihr vielleicht gemerkt.")! Ich war ja schon auf einigen Death Metal Konzerten und Pigsqueals kenn ich auch, aber das einer wirklich grunzt wie ein Schwein hatte ich auch noch nicht gehört/gesehen, haha...


Dazu kam auch noch Chicken's smoother Tanzstil, der irgendwie wirkte als wäre er nachmittags Schützenkönig in Oberlangen geworden und würde jetzt vom Thron im Festzelt winken. Faszinierend. Leider zieht er sich auf der Bühne nicht mehr nackig aus, seit es Facebook gibt. Schade! Oh man, Chicken, Chicken, Chicken, ich red nur von Chicken. Damit will ich dem Rest der Band ja nichts Böses, die waren natürlich stets bemüht (ein neuer Gitarrist war glaub ich auch am Start, wenn ich das richtig überblickt habe...), aber dieser Chicken hat es echt geschafft sich da ein bisschen ins Rampenlicht zu rücken. Meine Zukunftsprognose für HOME REARED MEAT hab ich an dem Abend selbst noch kundgetan, glaube ich: Vertretungssänger Chicken infiltriert die Band, entlässt nach und nach allen anderen Mitglieder und führt das ganze dann solo als Spoken-Word-Projekt fort. Hat er in einer Ansage schon gemacht, ich sehe das vor meinem inneren Auge!!!!

Liebes Tagebuch, du merkst also: Ich war schwer begeistert! Wobei ich mir auch gut vorstellen kann, dass der/die ein oder andere Anwesende das auch 'n bisschen zu prollig und kacke fand. Aber ist mir egal, ich bin Fan! Und wieder vergessen CD zu kaufen ... und T-Shirt ... Mist! Wäre nachher beim Saufen aber sicherlich eh verloren gegangen, haha...

Nebenbei bemerkt lag die ganze Ablauf-Chose mittlerweile auch relativ weit hinter dem Zeitplan, weil irgendwer wohl irgendwie vergessen hatte 'ne Gitarrenbox mitzubringen. Es war also schon recht spät als HATE EMBRACED (www.facebook.com/HateEmbracedOfficial) aus Sögel auf die Bretter mussten. Wenn ich mich nicht verzählt hab, hatten die auch gleich 3 Gitarristen am Start! Und 'ne 8-Saiter-Gitarre. Nun gut, kann man mal machen, kost' ja anscheinend nix mehr... Falls ich hier Fehlinformationen verbreite bitte ich das zu entschuldigen, ich hatte bereits leicht einen sitzen, hehe...

Ich denke zu HATE EMBRACED brauch ich auch nicht mehr viel sagen: Alte Hasen, ordentliche Bank, viele Leute im Gepäck, waren soweit ich weiß auch immer sehr engagiert im Hintergrund bei den Metalkonzerten im Jam ("Attack Of The Monsters" etc...), also alles tutti! Sonderapplaus für den Sänger, der trotz Bullenhitze auf der Bühne seine Lederjacke anbehielt!!! Für mich kam dann die Ansage recht überraschend, dass die Band wohl vorerst auf Eis bzw. ganz aufgelöst ist. Ein Abschiedskonzert gibt's am 20.6. in Sögel, die verschiedenen Mitglieder wollen aber wie's scheint mit neuen Projekten weitermachen. Ich denke man sieht sich also auch in Zukunft noch bei dem ein oder anderen Konzert...


Mittlerweile wurde es natürlich auch sehr gesellig, was sich in diversen Gesprächsrunden auf der Treppe vor'm "Jam" niederschlug. Soweit ich mich erinnere ging es um EMP-Funshirts, Schlepphoden, den Dixie Grill in Emmeln und Kim's und meine Planungen für so eine Art "VHS-Filmrolle" in schmeerig, mit allerlei guten Filmen zu Rockmusik and beyond (Some Kind Of Monster, Last Days Here, die Anvil-Doku, Spinal Tap, 'n halbes Dutzend Filme die ich schon wieder vergessen hab und natürlich GG Allin's Hated). Zwischendurch musste ich auch noch drauf achten, dass eine bestimmte Person nicht noch eine ans Fressbrett bekommt, weil ja leider unter 70-80 entspannten Gästen ein unentspannter Honk anwesend sein musste. Aber nix passiert... Stichwort "Entspannte Gäste": Es war sogar ein Rollifahrer am Start, sehr cool, Hut ab an die Leute die sich um den gekümmert haben!

Durch die Laberei draußen hab ich von der letzten Band dann gar nicht sooo viel gesehen, das waren
OCEAN OF PLAGUE (www.facebook.com/OceanofPlague) aus Ulm. Sprich, es gab lustigen Dialekt und zünftiges Geballer. Ebenfalls wieder alles gut, aber wie gesagt, ich hab auch nur ein paar Songs mitbekommen. Draußen nach der Show noch mit 1-2 Leuten von denen gequatscht, nette Jungs!


Den Headbanger-Award des Abends an verleihe ich mal an Winkelmann junior, der hat wirklich alles gegeben! Ich musste noch kurzzeitig feststellen, dass Billard in Kombination mit Alkohol nicht so ganz meine Sportart ist. Wenigstens eine Kugel versenkt, natürlich die weiße, haha... Dann ging's aber auch schon rüber in den Palast um langsam in die Aftershowparty überzugleiten. Dortige Erkenntnis: Kim konnte jeden Song mitsingen, der vom DJ gespielt wurde! Sogar die, die er scheiße findet (und das sind so einige, haha). Viel ist da dann nicht mehr passiert und ich wollte ja eigentlich nach Hause ... aber ... auf'm Markt wieder zwielichtigen Leuten in die Arme gelaufen und mit ins Pub geschleppt worden. Ganz nett da, schreckliche Mucke inklu, sollte ich vielleicht öfter mal einkehren, haha... Kim bekam endlich seine verdiente Schelle und wurde auch noch im Dart abgezogen, herrlich. Alles von seiner Schwester! Wenn die mir jetzt noch 'n Bier ausgibt wird die vielleicht mal "Typ der Woche"... :D

Tja, liebes Tagebuch, dann war's auch so circa 5 Uhr und ich musste langsam nach Hause ... schließlich musste ich schon um 10 Uhr wieder pflastern bei meinem Kumpel Ziege ... klappte aber ganz gut - ich war im absoluten Gottmodus und hab auch noch den Contest um den schönsten Blaumann gewonnen. Alles richtig gemacht!!!

So geht's weiter in den nächsten Wochen ... geht mehr auf Konzerte!!! (wer weitere Konzerttipps hat => gerne per Mail - kein Bullshit!):
  • 30.05.2015: Local heroes 2015 Vorentscheid Emsland (mit: Alitave, Brus, A Place To Fall) - JuZ "Jam" Meppen: Facebook-Event
  • 05.06.2015: ИO///sé + Support - Rheine, Trinkhalle
  • 27.06.2015: Acoustic Steel, Kleinstadt-Trio - JuZ "Jam" Meppen: Facebook-Event
  • 11.07.2015: Redefluss Poetry-Slam - Püntker's Patt, Meppen
  • 17. bis 19.07.2015: Abifestival Lingen
  • 14. bis 15.08.2015: Neon Fields Festival - Haren: Facebook-Festivalpage
  • 28. bis 30.08.2015: Kleinstadtfest Meppen: Facebook-Event

Montag, 8. Juli 2013

Konzerte: "School's out Festival" | 05.07.2013 | Packhalle, Sögel

In Sögel war ich in der letzten Zeit nicht allzu oft, von daher war das "School's out Festival" mal wieder eine gute Gelegenheit. Früher gab's da als JuZ den alten Bahnhof, wo auch diverse Konzerte stattfanden. Irgendwann wurde die Bude aber dichtgemacht und heute ist das Sögeler JuZ in der Alten Post bzw. der alten Packhalle ansässig, was alles irgendwie ein zusammengehöriger Komplex ist, wie wir feststellten, als wir nach 'n bisschen Rumkurverei durch Sögel-Central ankamen...

Ein Hauptgrund für den Besuch war für mich auch, mal die Örtlichkeit zu checken. Der alte Bahnhof hatte damals gelinde gesagt etwas "höhlenartiges", also war ich mal gespannt welchen Eindruck der neue Schuppen macht. Und da muss ich echt sagen: Hut ab! Da konnte man schon neidisch werden! Da ich meine Konzerte ja immer im Meppener JuZ mache, ziehe ich da immer so meine Parallelen - und auch wenn wir in Meppen echt schon gute Bedingungen haben, setzte das Ding in Sögel da noch mal ordentlich einen drauf!

Das ganze Gebäude ist offensichtlich grundsaniert und sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Auf den Toiletten hätte man allen Ernstes essen können! Alles picobello sauber, alles neu, es blitzte und blinkte förmlich an allen Ecken. Der Konzertraum war dann auch noch mal eine Klasse für sich. Schöne Bühne mit rotem Vorhang, in Sachen PA und Beschallung exzellentes Material, dazu offensichtlich eine komplette Backline, inkl. eigenem Packhallen-Schlagzeug, so dass Bands hier wie es schien eigentlich kaum mehr mitzubringen brauchen, als Verbrauchsmaterial (Snare, Hi-Hat etc.) und Verstärker-Topteile. Unglaublich gute Ausstattung. Dazu noch prima Beleuchtung und der Raum selbst war auch ganz freundlich. Größer als Meppen, ich würde mal sagen wenn der Meppener JuZ-Raum maximal 100 Leute fasst, passen in Sögel gut und gerne 150 Leute rein (die dann auch alle was sehen können, während die Raumaufteilung in Meppen bei ausverkauftem Haus ja mitunter etwas ungünstig ist). Dazu im Vorraum eine Theke und im Raum selbst auch noch mal.

HOME REARED MEAT in Aktion auf top ausgestatteter Bühne...
Dazu dann noch ein engagierter Jugendpfleger, der Ahnung von der Technik hatte. Ich hab's leider versäumt ihn nachher noch anzuquatschen, aber ich glaube das war der Bassist von THE MORTIS und ich meine er war damals auch schon mit dem "Emsland Rockdepartment" aktiv, als wir in Meppen noch mit der mycourts-Konzertgruppe zugange waren... Nun ja, die Zeichen standen also günstig für einen feinen Konzertabend. Was es im Endeffekt auch war, allerdings unter gewissen Vorbehalten, denn irgendwie war der ganze Abend etwas "pannenbehaftet", sag ich mal...

Als wir mit unserer Meppener Reisegruppe reinkamen spielten schon AGAINST RANDY (www.facebook.com/AgainstRandy), die zu dem Zeitpunkt wohl auch schon einige Gitarrensaiten durchgebraten hatten, also auch schon etwas "Technikpech" hatten. In den Songs die wir gesehen hatten zockten die sich aber souverän durch ihren eingängigen Alternative-Punkrock. Gute Band!


Danach meine heimlichen Lieblinge HOME REARED MEAT (www.facebook.com/homerearedmeat), die ein gewaltiges Brett nachlegten. Ich finde die mischen ganz gut oldschool Death Metal mit new school Deathcore, bis hin zu Grindcore-Einschlägen mit geisteskranken Pigsqueal-Vocals. Crazy Typen und auch auf der Bühne sehr agil mit zwei Sängern, permanent moshendem Gitarristen und blutigem Bühnenoutfit. Cooler Auftritt, aber auch hier schlug der Technikteufel zu, denn erst tat der Bass nicht und dann war zum Ende hin eine Gitarre durchgenudelt und auf die Schnelle machte es wohl keinen Sinn auf dem runtergestimmten Hobel die Saiten zu wechseln. Dementsprechend wurden die letzten Songs gecancelt, sehr schade...

Danach kamen die Haselünner COOBY (www.facebook.com/coobymusik), die ja bekanntlich noch mal einen ganz anderen Sound machen, nämlich diesen sentimentalen JOY DIVISION-inspirierten Indierock. Ich hatte die in Meppen schon mal gesehen und fand die ganz gut. Ganz interessant ist ja auch, dass die mit zwei Bassgitarren spielen. Und da war natürlich gleich im ersten Song der Wurm drin, weil die irgendwie komplett verstimmt waren. Als dann alles passte ging dem Mann an den sechs Saiten der Gitarrengurt flöten, so dass er erstmal im Sitzen weiterspielen musste. Wie verhext! Die Burschen nahmen's aber lässig und spielten danach ein gutes Set. Ich find die echt gut, auch wenn eine gewisse Nähe zum Sound von RAZZ vielleicht nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Hört sich aber alles noch ausreichend eigenständig an, mal gucken was von COOBY in Zukunft noch kommt.


Als nächstes waren SHARON TATE aus Aurich (www.facebook.com/sharontatehc) dran, deren Sound als Mischung aus Hardcore, Stonerrock und Thrash angekündigt war. Okay, Sharon T. war 'n fesches Mädel, aber bei "Hardcore" bin ich ja immer etwas kritisch, denn Hardcore ist ja nicht immer gleich Hardcore und auf diesen Muckibuden-Prollsound steh ich ja überhaupt nicht. Im Fall von SHARON TATE gab's aber nicht zu meckern, das war ein ziemlich kompromissloses Brett, mit einem Sänger, der den Halbkreis vor der Bühne durch permanentes Hin- und Hergerenne ganz gut ausfüllte. Auch die Stonerrock/Thrash-Einflüsse waren ziemlich signifikant, da der Gitarrist tatsächlich einen relativ einzigartigen Sound hinzauberte, mit allerlei Rumgetrete auf seinem WahWah-Pedal. Mir fallen da jetzt kaum Vergleiche zu ein, was ganz gut für die Originalität der Band spricht. WICCANS vielleicht, aber sonst... Bei SHARON TATE schlug der Pannenteufel dann am Schlagzeug zu, weil in jedem zweiten Song ein Beckenständer vom Podest fiel und dabei meistens noch effektiv und schlagkräftig ein Rollup-Banner der Band umkugelte. Sachen gibt's...

Von LEE JAY COP (www.facebook.com/LeeJayCop) aus Oldenburg haben wir dann nur noch 2-3 Songs gesehen, weil die sich auch ziemlich viel Zeit beim Aufbauen ließen. Der Eindruck war aber ganz gut: Rock/Alternative, technisch sehr gut gespielt, mit einem starken Sänger. Wir sind dann aber abgereist, da auch sämtliche Biervorräte im Sögeler JuZ mittlerweile ausverkauft waren. Dementsprechend hab ich keine Ahnung welche Pannen sich hier noch ereignet haben, hehe... ;)

Fazit: Insgesamt fand ich's gut in Sögel. Das JuZ ist ziemlich cool und ich war schon beeindruckt von der Ausstattung. Dass sich die Pannen wie ein Runninggag durch den Abend zogen war jetzt irgendwie etwas kurios, aber in dem Sinne konnte da ja niemand was dafür. Manchmal ist halt der Wurm drin, also abhaken... Das Line-Up fand ich auch okay, alle Bands waren auf ihre Art und Weise gut, auch wenn die Musikstile sich teilweise enorm unterschieden. Aber auch das fand ich interessant, so war für jeden was dabei, das soll ja auch der Sinn sein bei solchen Mini-Indoor-Festivals.

Was aber natürlich auffiel (ich redete oben ja schon mal vom "Halbkreis vor der Bühne") war die eher dürftige Besucherzahl. Wenn ich zwischenzeitlich mal so durchzählte, waren während der Sets nicht mehr als 20-30 Leute anwesend. Was natürlich etwas ungünstig ist, bei einem Raum in den ca. 150 Leute reinpassen. Im kleineren 100er-Raum in Meppen verteilt sich das dann doch etwas besser, da fällt es nicht soooo sehr auf, wenn mal weniger los ist. Wobei man natürlich von vornherein davon ausgehen kann, dass so eine Location in Sögel weitaus schwieriger zu füllen ist als in Meppen. Sögel hat nun mal nur ca. 7.000 Einwohner, Meppen stattdessen ca. 35.000. Und selbst wir müssen uns bei jedem Konzert in Meppen von neuem extrem ins Zeug legen, das sind ja leider alles keine Selbstläufer. So hat man dann auch in Sögel eher so die "üblichen Verdächtigen" gesehen, sprich die Leute von HATE EMBRACED etc... Wobei das auch wieder so ein warmer Tag war, das ist ja leider nie gut für Indoor-Konzerte. Ich schätze halb Sögel saß im Sommerdress in irgendwelchen Gärten am Grill...

Etwas verwundert hat mich dann aber doch, dass trotz der schmalen Besucherzahlen schon vor zwölf kein Bier mehr da war. Würde das bei einem von meinen Konzerten in Meppen passieren wären da wahrscheinlich schon um 21 Uhr tumultartige Zustände ausgebrochen, haha... Irgendwie sagt man meinen Konzerten ja nach, dass da immer außerordentlich leistungsfähiges Biertrinkerpublikum am Start ist, ich weiß auch nicht, hehe... So eine Fehlkalkulation wäre da natürlich der SuperGAU! Kann natürlich auch sein, dass unsere Meppen-Fahrgemeinschaft für 50% des Bierkonsums im JuZ Sögel verantwortlich war, die Experten sind sich da noch uneinig... Zudem war das Sögeler Hauptbier Bitburger, eins der schlimmsten Biere der westlichen Hemisphäre! Zumindest hab ich davon jedesmal einen Kopp wie ein Rathaus und meine bessere Hälfte hat sogar eine wirklich besorgniserregende Allergie gegen das Gebräu! Erschreckend! Keine Ahnung was die da in Bitburg machen, ob die vor'm Abfüllen extra noch mal in den Tank pinkeln, man weiß es nicht... Preis pro Bier war mit 2,- Euro auch 50 Cent teurer als im Meppener JuZ...

Schlusswort also: Tolles JuZ da in Sögel, mit engagierten Menschen. Gute Bands und breites musikalisches Repertoire an diesem Festivalabend. Blöd aber schon fast wieder lustig war die kleine Pannenserie. Schade war der etwas mangelnde Zuschauerzuspruch. Ich hoffe die Kids in Sögel merken bald, was die da für eine Perle in der Ortsmitte haben! Insgesamt aber ein positiver Abend, ich denke wenn mal wieder was ist und es sich terminlich gerade anbietet kommen wir gerne wieder rum.

Montag, 4. Februar 2013

Konzerte: "Rock unter Linden" Bandcontest | 01.02.2013 | JuZ "Jam", Meppen

Hallöchen Popöchen, wilde Woche gehabt, inklusive wüster Web-Beschimpfungen, weil ich auf der Facebook-Seite gewisse Leute gekickt habe. Boing! Na ja, eigentlich dachte ich es wäre klar ... aber ich glaube es wird mittlerweile doch wirklich mal Zeit für einen Disclaimer, der dem ein oder anderen erklärt, dass "Minus Rockcity" keineswegs eine objektive Berichterstattung verfolgt, sondern nur meine vollkommen subjektive Sicht der Dinge darstellt. Das heißt u. a. auch: Wer meint auf meinen Seiten (sei es nun Blog oder Facebook) irgendwelches mir auf den Sack gehendes Zeug abzusondern, der braucht sich nicht wundern wenn er rausfliegt. Zack! Soviel dazu ... ich glaub sowieso nicht, dass das dann letztendlich jemand liest geschweige denn beherzigt, aber ich wollt's zumindest mal gesagt haben, haha... ;)

Nach virtuellem Rumgedisse stand am 01. Februar aber auch endlich mal wieder ein Konzert an, um genau zu sein der Bandcontest zum "Rock unter Linden" Festival! Im letzten Jahr platzte das Jugendzentrum an der Königstraße - das ja jetzt übrigens neuerdings "Jam" heißt - mit über 200 Leuten fast aus allen Nähten. Diesmal war's auch noch dicke voll - mit 150 Leuten allerdings nicht ganz so panikattackenmäßig wie 2012, hehe... Trotzdem kuschlig!

Zur Erinnerung: Beim "Rock unter Linden Bandcontest" geht's um 2 Plätze auf dem - wer hätte das gedacht - "Rock unter Linden" Festival im Sommer auf der Schülerwiese. Um alle 6 antretenden Bands überhaupt vor der ungeliebten Ordnungsamts-Deadline (23 Uhr musste wie immer Schluss sein) durchzupeitschen, ging's entsprechend früh los, so dass ich schon das Meiste von THE CAVE verpasst hatte, als ich eintrudelte...

Die sechs antretenden Bands wurden vorab übrigens mittels Online-Abstimmung ausgewählt, da es natürlich noch weitaus mehr Bewerber gab. An dem Abend selbst gab es dann Stimmzettel, auf denen man ein einziges Kreuzchen für seinen Favoriten vergeben durfte. Alles total basisdemokratisch ... nun ja, wie solche Contests eigentlich laufen brauch ich wohl keinem zu erzählen. Grundsätzlich geht's darum möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte zum Gig zu schleppen und diese mittels scheinheiliger Versprechungen dazu zu kriegen für die eigene Band zu voten, hehe ... aber es konnte ja keiner ahnen, dass diesmal am Ende tatsächlich eine einzige Stimme den Ausschlag geben würde! Besser als Landtagswahl, hehe...

Das gesamte Line-Up war insgesamt etwas Metal-lastig. Mit BREAKING TO ASHES, SCREAM YOUR PARADOXON und HOME REARED MEAT bot gleich die Hälfte der angetretenen Bands gepflegtes bis rüdes Geballer, und im weitesten Sinne konnte man auch MARTYRIA noch dem Metal-Genre zurechnen. Die beiden anderen Bands waren THE CAVE aus Lathen und DISTANCE REMAINS aus Meppen... Hier mal was aus der Geballer-Sektion:


Ich könnte jetzt natürlich mit detaillierten Zusammenfassungen zu allen Bands langweilen, aber ich will mal versuchen mich kurz zu fassen. Wie gesagt hatte ich von THE CAVE auch schon das meiste verpasst, die hatten mit der Startposition um 19 Uhr auch etwas die Arschkarte gezogen. Ich geh dann jetzt mal einfach nach selbst ausgedachten Kategorien vor:

Musikalität/Tightness/Technik:
Yeah, "Tightness" ... ich wollte das Wort immer mal benutzen: Check! ;) Insgesamt muss ich sagen, dass aktuelle Bandcontests hier in der Umgebung schon ein ziemlich beeindruckendes musikalisches Potential bieten und die Bands insgesamt einiges auf dem Kasten haben. Rumpeliges Schülercombo-Niveau wie vor ein paar Jahren ist da eigentlich eher selten vertreten. THE CAVE kamen mir noch recht jung vor, die 2 Songs die ich gesehen hab waren aber ganz passabel. Leicht abgestunken haben MARTYRIA, ich schätze mal das war wirklich deren erster (oder einer der ersten) Auftritt(e) und das passte alles noch nicht so wirklich... Der Rest war schon auf ziemlich hohem Niveau angesiedelt, wobei die ein oder andere Band auch mal hart mit dem Sound haderte, vor allen Dingen SCREAM YOUR PARADOXON...

Eingängigkeit:
Hm, da hab ich mir ja ne komische Kategorie ausgedacht... Also "am eingängigsten" waren dem Allgemeineimpfinden nach natürlich THE CAVE und DISTANCE REMAINS, deren Sound eher in Richtung Melodycore/Neo-Poppunk ging. MARTYRIA sorgten mit so einer Art Gothic-Rock/Metal eher für Fragezeichen in den Gesichtern der meisten Anwesenden. Und bei BREAKING TO ASHES, SCREAM YOUR PARADOXON und HOME REARED MEAT wurde natürlich so richtig die Axt geschwungen, speziell bei letzteren! Inklusive Pigsqueals und allem Zip und Zap, mein lieber Scholli! Der ein oder andere hauptverantwortliche JuZ-Bedienstete schüttelte verständnislos mit dem Kopf, ich hab's genau gesehen, haha... ;) Aber um noch mal auf die "Eingängigkeit" zurückzukommen: Der Begriff ist natürlich absolut relativ, denn heutzutage ist es ja durchaus so, dass kleine Teeniemädels da vor der Bühne das derbste Deathcore-Geballer abfeiern. Die Zeiten in denen man damit die Oma erschrecken konnte sind definitiv vorbei, der Sound ist definitiv im Mainstream angekommen und "gesellschaftsfähig". Das sieht man ja auch unter anderem daran, dass viele der Musikanten aussehen wie Vorzeigeschwiegersöhne, haha...


Gimmicks/Deko/Outfit:
So, jetzt wird's interessant, denn hier legten MARTYRIA relativ früh die Latte ziemlich hoch! Denn die hatten tatsächlich so selbstgebastelte Pappmaschee-Stalagmiten auf der Bühne, in die unter anderem auch der Mikroständer eingearbeitet war! Das gab spontane 10 Punkte von mir! Außerdem hatten die auch noch so einen Strahlerkasten, mit dem der Frontmann bedrohlich von unten angestrahlt wurde. Crazy shit! Der junge Mann sah übrigens auch noch aus wie eine Mischung aus Marilyn Manson und dem jungen Ihsahn von EMPEROR. Allerdings hätte er seinem Bassisten vielleicht sagen sollen, dass ein "Duff Beer" Shirt der düsteren Grundstimmung nicht so ganz zuträglich ist... Bis zur letzten Band dachte ich, das könnte nicht getoppt werden. Dann kam allerdings die gesamte Besetzung von HOME REARED MEAT in blutverschmierter Fleischerkostümierung auf die Bühne! Touché! Der eine Gitarrist sah auch noch aus wie der junge Fenriz von DARKTHRONE (irgendwie glaubte ich an dem Abend an jeder Ecke prominente Black Metaller zu sehen, scheint mir) und der "Sänger" mit den Dreadlocks trank ständig irgendetwas aus einer Saftkaraffe, das von Farbe und Konsistenz schwer an Morgenurin (Mittelstrahl) erinnerte. Puh, ein Fest für die Augen, die Wertung geht also doch an HOME REARED MEAT. Der Rest der Bands fiel optisch nämlich eher in der Rubrik "zivilisierter Westeuropäer"... Hier ein Videozeugnis von HOME REARED MEAT:


Publikumsreaktionen/Stage-Acting/Partyfaktor:
Die besten Publikumsreaktionen würde ich rein subjektiv mal bei DISTANCE REMAINS (spielten mit dem Publikum das "Hinsetzen" Spielchen), BREAKING TO ASHES (gute Metalcore-Party) und HOME REARED MEAT verorten.

"Hinsetzen" bei DISTANCE REMAINS ... vielen Dank, endlich Platz zum Fotografieren... ;)
Den besten Partyfaktor hatten definitiv HOME REARED MEAT, die den Laden absolut auseinander nahmen und gnadenlos abgefeiert wurden: sofern auf dem engen Areal möglich wurde gemosht, geheadbangt, Circlepit und Wall of Death gestartet und insgesamt stand das ganze "Jam" hier Kopf. Selten sowas gesehen in der Location!!! HOME REARED MEAT agierten auch als Band im Gesamtbild als absolute Maschine! Jedes Bandmitglied ging auf der Bühne ab wie die Sau ... während bei ein paar anderen Bands von einigen Musikern etwas statisch agiert wurde ... was ja auch okay ist, aber so entscheidet man natürlich die Stage-Acting-Wertung nicht für sich, näch?!? ;) SCREAM YOUR PARADOXON waren in der Beziehung auch etwas ungewöhnlich anzusehen, da die nur aus Sänger, Gitarrist und Schlagzeuger bestanden. Bassisten werden maßlos überbewertet, hab ich ja schon immer gesagt! ^^
Hier dann noch mal ein Video von HOME REARED MEAT. Letzter Song des Abends, da wurde noch mal so richtig aufgedreht:


Favoritenrollen:
Vor dem Contest hätte ich gesagt, dass DISTANCE REMAINS und BREAKING TO ASHES die besten Chancen haben. Rein aus der musikalischen Sicht und nicht zuletzt auch, weil beide Bands eine ziemlich passable Fanbase in Meppen haben. Für "Auswärtige" wie THE CAVE und SCREAM YOUR PARADOXON war es da natürlich schwer, auch wenn die sich gut schlugen. Nachdem der Schlussakkord gespielt war, musste ich allerdings auch HOME REARED MEAT in den Kreis der Favoriten aufnehmen, und ... man man man ... das wurde echt knapp mit der Stimmenauszählung!

Gossip:
Wie das immer so ist an solchen Abenden, wurde nach ein paar Bier auch wieder massig dummes Zeug geredet. Um den Spannungsbogen aufrecht zu halten werf ich das hier einfach mal ein ... z. B. die Geschichte mit der Pusteblume! Die entdeckte ich nämlich auf dem Handy-Display eines Musikers der in einer der Brutalo-Bands spielte! Zuckersüß! Harte Schale, weicher Kern! Im Vertrauen wurde mir allerdings gesteckt, dass er ein Soloprojekt namens BLOWFLOWER plant ... kann aber auch sein, dass ich mir das ausgedacht habe... mal gucken was da in Zukunft noch kommt: "Blowpower mit BLOWFLOWER!!!" ;) Desweiteren wurde noch die Gründung einer Meppener "Steiffenjugend" beschlossen, im Nachklapp zum legendären Christian Steiffen Auftritt im Dezember (lesen Sie HIER mehr). Außerdem hab ich eine HOME REARED MEAT CD von einem Typen gekauft der volle Kanne nach Grinsegras roch, skandalös! Na ja, der Bandnamen CANNABIS CORPSE ist ja leider schon vergeben... Ach und übrigens: Sollte sich das da oben angehört haben, als würde ich MARTYRIA durch den Kakao ziehen wollen - dem ist definitiv nicht so! Um ehrlich zu sein waren die für einige Gäste sogar ein wenig die Lachnummer des Abends, was ich ziemlich ungerecht finde. Wie gesagt schien mir das echt deren erster Auftritt zu sein und dafür haben die das konsequent durchgezogen. Den Arsch dazu muss man erstmal in der Hose haben, Hut ab dafür! Mein ich ernst!

Tragende Teile auf dem Herrenklo im Jugendzentrum... hat überhaupt nichts mit dem Bericht hier zu tun, aber egal...
Das Ergebnis:
Sooooo, es folgte dann ja noch die Bekanntgabe der Sieger! Ich hätte nach der letzten Band ja ehrlich gesagt fast vergessen zu voten, aber mir fiel zum Glück noch rechtzeitig ein, warum ich eigentlich da war... Wenig überraschend war der klare Sieg von DISTANCE REMAINS. Da können beim "Rock unter Linden" im Backstage schon mal die Gaskartuschen bereit gelegt werden... Interessanter wurde es dann bei Platz 2 - von der Bühne aus verkündete Nachwuchs-Marktschreierin Jenny L. (in Fachkreisen nennt man sie auch "Aale-Jenny") nämlich, dass nur eine einzige Stimme den Ausschlag gegeben hatte. Nun begab es sich, dass ich zwischen dem Bassisten von BREAKING TO ASHES und einer Person stand, die vorher großartig verkündet hatte für BREAKING TO ASHES stimmen zu wollen, nun aber überall rumtrompetete er hätte "aus Mitleid" für MARTYRIA gestimmt. Oh oh, ein böser Blick ... "Das hast du nicht wirklich gemacht, oder? Wenn wir jetzt verlieren..." Ich zog schon mal sicherheitshalber den Kopf ein ... und dann das Endergebnis: Es hatten tatsächlich auf der Zielgeraden HOME REARED MEAT um eine Stimme vor BREAKING TO ASHES gewonnen!!! Deren Sänger Bert war das egal, der spielt in beiden Bands ... aber ich musste erstmal zusehen, dass ich meinen Sidekick aus der Gefahrenzone bekam ... der Bassist von BREAKING TO ASHES war das nämlich nicht mit der Pusteblume auf dem Handy-Display, der hat stattdessen ein Hulk-Bild auf seinem Facebookprofil .. gefährlicher Typ! Ich konnte aber grobes Handgemenge verhindern, nachher hatten sich wieder alle lieb! Man muss aber auch sagen, dass BREAKING TO ASHES direkt im ersten Song eine Bass-Saite gerissen ist, gemäß Reglement war das wahrscheinlich ohnehin ein Grund zur Disqualifikation, hehe... Müsste ich mal nachschlagen...


Das war's dann im Großen und Ganzen auch schon wieder. Wie immer war der Contest perfekt organisiert, generell lief das im "Jam" wieder alles wie am Schnürchen! Der Abendabschluss fand dann wie gewohnt im Rockpalast statt, wo ich noch ein offenes Ohr für Englisch sprechende Partyrussen hatte, kurzzeitig eine Dr. Sommer Ecke für unglücklich verknallte Teenies aufmachen musste und once again übelst vom Russisch-Koks umgegrätscht wurde. Na ja, der Monat ist noch jung, diesen Samstag mach ich sogar selbst ein Konzert, mit DUESENJAEGER, GRIZZLY ADAMS BAND und PROPAGANDA NETWORK. Ich bitte um zahlreiches Erscheinen, mit Eskalation ist zu rechnen: http://www.facebook.com/events/272361846220604/