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Montag, 28. Juli 2014

Konzerte: ROCK UNTER LINDEN und REDEFLUSS | 25./26.07.2014 | Meppen

Zwei nette Outdoor-Veranstaltungen direkt hintereinander in Meppen - tolle Sache eigentlich! Ärgerlich war nur, dass am Freitag das Wetter erstmal absolut nicht mitspielte. Regen Regen Regen!!! Da ich Freitags eh immer etwas länger malochen muss, konnte ich aber vom Bürostuhl aus mein Karma spielen lassen, damit das Wetter zumindest bis zu meinem Feierabend besser wird. Hat ja auch ganz gut geklappt... Sorry an alle die vorher auf der Schülerwiese nass geworden sind, haha...

Ansonsten wäre mir noch die Option Firmenfeier geblieben, da direkt vor meinem Bürofenster u. a. ein Elektrobulle aufgebaut wurde. Großes Kino! Aber für "Rock unter Linden" war schon vorher was abgesprochen, daher mussten die Arbeitskollegen auf meine Anwesenheit verzichten. Fun Fact: Wie ich erst später erfuhr stand die Hälfte der A PLACE TO FALL (ex-OUT OF PRACTISE) Bandbesetzung noch mit ihrer Top-40-Band zockend auf der Firmenterrasse, nachdem sie mit APTF noch um 14 Uhr rum beim "RuL" gespielt hatten...

Aaaaalso, "Rock unter Linden 2014" ... um ca. 18 Uhr schlug unser Trüppchen dort letztendlich auf, das Wetter war mittlerweile weitestgehend trocken - mit HURRICANE DEAN (www.facebook.com/hurricanedeanmusic) spielte da auch schon die zweitletzte Band. Die liefen ganz gut rein, aber mitgeschnitten hab ich von denen natürlich nichts, wegen sowas gab's schon mal genug Rumgenerve, haha... ;) Außerdem waren wir auch noch mit Platzbesichtigung beschäftigt. Unter anderem hatte Karina von "Dead But Alive" (www.facebook.com/deadbalive) einen Walk-in-Tattoostand aufgebaut, an dem ich gerne das Einhorn mit dem Penis gehabt hätte. Aber erstens wurde ich direkt disqualifiziert weil ich fleißig am Dosenbier trinken war. Zweitens war das Motiv wohl tatsächlich schon verkauft! Glückwunsch an den glücklichen Erwerber! Wer war das bloß? Vielleicht einer von STORM OF WIND? Gibt's die eigentlich noch? Ich war harter Fan!!!

Das Pimmel-Einhorn von "Dead but Alive"...

Nervige Nebenerscheinungen: Ich wurde nach ca. 30 Minuten auf dem Platz permanent von irgendwelchen betrunkenen Kids verfolgt die Fotos mit mir machen wollten. Schlimmer noch: Ich wurde von denen sogar gesiezt!!! Bier wollten sie mir auch keins kaufen, was ist bloß los mit den Blagen? Ich votiere bald eindeutig wieder für die Einführung der Prügelstrafe, haha...

Unwichtige Nebenerscheinungen: Um 19 Uhr rum wurden erste lattendicht umherfallende FREI.WILD Fans beim Trinken von Mineralwasser gesichtet. Was ist bloß los mit den patriotisch angehauchten Rebellionsromantikern? Können die nicht mal ordentlich saufen? Da lob ich mir im Gegensatz dazu doch das Meppener "Team Arschvoll", dass zu dieser Zeit noch einen Tetrapak Weißwein nach dem anderen wegdrückte, eine Stunde später dann kotzend am Stadtgraben stand (Fotos existieren, ich veröffentliche die hier aber besser nicht) und nachher trotzdem konsequent weitergedübelt hat. Junge Junge... ^^

Bevor ich hier jetzt wieder zu sehr Alkoholkonsum verherrliche ... nein liebe Kinder, gut ist das nicht! Lasst generell besser die Finger davon, sonst endet ihr später auch entweder in einer FREI.WILD Jacke oder im elften Semester über Regelstudienzeit. Fangt was vernünftiges an mit eurem Leben!!! Passt auch auf das ihr nicht in irgendwelche Emo-Cliquen geratet, das wäre mir da auf der Schülerwiese auch fast passiert. Auf einmal waren sie um uns!!!

Wo war ich? Ach ja, Musik! Der Headliner folgte ja noch: SIERRA KID (www.facebook.com/sierrakiddxoxo)! Blutjunger deutscher Hip Hopper ... na ja, da deutscher Hip Hop eher weniger in mein musikalisches Interessengebiet fällt wäre es mir jetzt natürlich ein leichtes hier was Mieses zu schreiben. Im Grunde war ich aber positiv überrascht. Großer Pluspunkt für den Burschen war natürlich, dass er mit kompletter Band antrat und insgesamt war's 'n ganz geschmeidiger Auftritt der von den Kids auch ordentlich abgefeiert wurde. Also: Alles gut! :)

Die quasi Aftershowparty bestritt dann wieder DJ RiotOnTheRocks (www.facebook.com/RiotOnTheRocks), der ja beinahe schon ein Abo drauf hat den Platz am Ende noch mal zu zerlegen. Alter Kumpel, bester Typ! Was soll ich sagen? Er hat im Set DIE ANTWOORD verwurstet, die Kids haben am Ende die Bühne gestürmt ... exzellenter Abriss!

Danach stand natürlich noch der obligatorische Rockpalastbesuch auf dem Plan, wo aber nach meiner Erinnerung nichts allzu Spektakuläres mehr passiert ist, außer dass mir ein echter Seemann einen Russisch-Koks spendiert hat. Ahoi und Dankeschön!

Am Samstag (26.7.) sollte es dann etwas chilliger werden, denn der "Redefluss" Poetry-Slam stand wieder an. Nachdem das Ganze im Februar noch an Deck der "Amisia" stattgefunden hatte (siehe HIER), war der Standort jetzt wieder Püntker's Patt aka "Penner-Eck"... Ich hätte es damals übrigens hart gefeiert wenn die ganz Veranstaltung "Poetry am Penner-Eck" geheißen hätte (auf der "Amisia" hätte man es "Panzerkreuzer Poetry" nennen können), aber ich wurde überstimmt. Ärgerlich, haha ... das aber nur nebenbei... ;)

Das Wetter war abends bestens, da wir etwas spät losgekommen waren, hatte ich aber schon befürchtet einiges verpasst zu haben. Alles easy, ALITAVE (www.facebook.com/ALITAVE) spielten und die Slammer kamen erst noch... "Team Arschvoll" war auch wieder da und machte seinem Namen alle Ehre, es konnte also nur gut werden...

Redefluss 2014 am Püntkers Patt: Beste Location, gut besucht, es war wieder feinstens!

Insgesamt waren 8 Leute aus dem ganzen Bundesgebiet (plus 1x Niederlande) angetreten. Es ist ja immer etwas müßig was zur literarischen Qualität der Texte und Vorträge zu schreiben, daher lass ich das mal weitestgehend. Es war sicherlich für jede/n was dabei, genauso wie einige Sachen den/die ein oder andere/n vielleicht gar nicht angesprochen haben. Ich fand z. B. den Text der Holländerin ganz gut (auch: Hut ab davor, als Nicht-Muttersprachlerin vor deutschem Publikum aufzutreten), trotzdem schied die gute Frau schon in der Vorrunde aus. Schade. Den einzigen Text den ich "too much" fand war das Ich-Perspektiven-Stück über ein brasilianisches Favela-Kind... Aber egal, beim Poetry-Slam muss man ja nicht alles super finden.

Meinen persönlichen Lacher hatte jedenfalls Moderator Peter auf seiner Seite, als er eine Slammerin ganz nonchalant fragte: "Brauchst du einen Ständer?" und sie danach einen Text vortrug in dem es unter anderem darum ging von Männern dumm von der Seite angequatscht zu werden. Hihi, sorry... Ich hab halt manchmal diesen infantilen Pimmel-Humor, siehe Einhorntattoo weiter oben... ;)


Sonstige prosaische Höchstleistungen abseits der Bühne: Meppens Screamo-Jutetaschen-Musikhitler fasst mir gegenüber in 2-3 improvisierten Sätzen den Minus-Rockcity-Blog zusammen. Chapeau mein Freund! Das untermauerte noch mal meine unterschwellige Überlegung das Ding hier entweder bald komplett dranzugeben oder grundlegend neu auszurichten. Selbstverständlich unternahm ich direkt noch Anwerbungsversuche, damit Mister Gnadenlos Blog-Gastschreiber wird, aber ich weiß gar nicht wie wir da verblieben sind. Ich erinnere mich nur an den Satz: „Wenn ich da was schreibe, dann bekommen aber alle restlos ihr Fett weg!!!“

Also zieht euch warm an, liebe Meppener Bands... Er ist schlimmer als ich!!! ;)

Auf der Blogger-Bühne setzte sich derweil Jens aus Münster durch, der einzige Mann im Starterfeld. Das hatte sich auch eigentlich schon nach der ersten Runde bereits abgezeichnet, da der Bursche die beste Bühnenpräsenz hatte, die interessantesten Texte und auch überraschende (teilweise sogar brutale) Wendungen einbrachte. Wie immer ging's aber weniger darum wer gewinnt, so dass nachher alle in trauter Eintracht die Bühne teilten und noch mal verdienten Applaus bekamen. Wieder eine tolle Veranstaltung in schönem Ambiente mit feinem Drumherum (Grillstand, Cocktailtheke etc.). Respekt an die "Kleinstadtkinder" für die erneut nahezu perfekte Organisation.

Was sonst noch war:
  • Es wurde wieder ziemlich oft "Ficken" gesagt!
  • Eigentlich sollten CURIOUS nach ALITAVE spielen, wurden aber wegen keine Zeit durch Intar aus Lettland ersetzt, den Straßenmusikanten aus der Bahnhofsunterführung. Witzige Sache, auch wenn der nachher nur ein Set spielte und leicht knülle war... ;)
  • Überragende Kleintierbeteiligung: Zwischen den Bänken vor uns waren dauernd zwei Mäuse am rotieren, was der ein oder anderen dort sitzenden Dame leicht unanngenehm zu sein schien.
  • Mir lief das erste Tattoo von einem meiner Layouts über den Weg. Nein, es war kein Einhorn mit Penis... Wir sind aber ganz drüber weggekommen das noch zu fotografieren. Muss nachgeholt werden!
  • Plan für's nächste Jahr steht: Wir reisen da mit dem Boot an! Haters gonna hate! :D
  • Lustig was für Leute sich da an den Tischen verstecken, die man erst trifft wenn man nach der Veranstaltung Richtung Palazzo aufbricht... ^^
  • Im Rockpalast wurden nacheinander unsere Bandshirts gespielt. Aufmerksamer DJ, sehr brav! Reign in blood, ftw!!!
Danke noch mal an alle angenehmen Menschen mit denen ich an beiden Tagen unterwegs war. Jetzt ist dann ja auch erstmal Sommer(loch) und so, aber folgende Sachen könnt ihr euch schon mal im Kalender eintragen. Wer noch mehr weiß kann gerne noch Veranstaltungshinweise schicken:
  • 13.08.14: Joe Ginsberg & John Allen (Kumpels von Chuck Ragan), Travels & Trunks, Henning Basler - JuZ "Jam" Meppen
  • 05./06.09.14: "Kleinstadtfest"-Festival im Rahmen des Meppener Stadtfestes (www.facebook.com/Kleinstadtfest)
  • 19.09.14: Rock am Pferdemarkt - Lingen
  • 03.10.14: Big Balls Cowgirl (Record Release), Steeldrive - JuZ "Jam" Meppen
  • 14.11.14: Giants, Drones, The Affected, tba - JuZ "Jam" Meppen

Montag, 4. Februar 2013

Konzerte: "Rock unter Linden" Bandcontest | 01.02.2013 | JuZ "Jam", Meppen

Hallöchen Popöchen, wilde Woche gehabt, inklusive wüster Web-Beschimpfungen, weil ich auf der Facebook-Seite gewisse Leute gekickt habe. Boing! Na ja, eigentlich dachte ich es wäre klar ... aber ich glaube es wird mittlerweile doch wirklich mal Zeit für einen Disclaimer, der dem ein oder anderen erklärt, dass "Minus Rockcity" keineswegs eine objektive Berichterstattung verfolgt, sondern nur meine vollkommen subjektive Sicht der Dinge darstellt. Das heißt u. a. auch: Wer meint auf meinen Seiten (sei es nun Blog oder Facebook) irgendwelches mir auf den Sack gehendes Zeug abzusondern, der braucht sich nicht wundern wenn er rausfliegt. Zack! Soviel dazu ... ich glaub sowieso nicht, dass das dann letztendlich jemand liest geschweige denn beherzigt, aber ich wollt's zumindest mal gesagt haben, haha... ;)

Nach virtuellem Rumgedisse stand am 01. Februar aber auch endlich mal wieder ein Konzert an, um genau zu sein der Bandcontest zum "Rock unter Linden" Festival! Im letzten Jahr platzte das Jugendzentrum an der Königstraße - das ja jetzt übrigens neuerdings "Jam" heißt - mit über 200 Leuten fast aus allen Nähten. Diesmal war's auch noch dicke voll - mit 150 Leuten allerdings nicht ganz so panikattackenmäßig wie 2012, hehe... Trotzdem kuschlig!

Zur Erinnerung: Beim "Rock unter Linden Bandcontest" geht's um 2 Plätze auf dem - wer hätte das gedacht - "Rock unter Linden" Festival im Sommer auf der Schülerwiese. Um alle 6 antretenden Bands überhaupt vor der ungeliebten Ordnungsamts-Deadline (23 Uhr musste wie immer Schluss sein) durchzupeitschen, ging's entsprechend früh los, so dass ich schon das Meiste von THE CAVE verpasst hatte, als ich eintrudelte...

Die sechs antretenden Bands wurden vorab übrigens mittels Online-Abstimmung ausgewählt, da es natürlich noch weitaus mehr Bewerber gab. An dem Abend selbst gab es dann Stimmzettel, auf denen man ein einziges Kreuzchen für seinen Favoriten vergeben durfte. Alles total basisdemokratisch ... nun ja, wie solche Contests eigentlich laufen brauch ich wohl keinem zu erzählen. Grundsätzlich geht's darum möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte zum Gig zu schleppen und diese mittels scheinheiliger Versprechungen dazu zu kriegen für die eigene Band zu voten, hehe ... aber es konnte ja keiner ahnen, dass diesmal am Ende tatsächlich eine einzige Stimme den Ausschlag geben würde! Besser als Landtagswahl, hehe...

Das gesamte Line-Up war insgesamt etwas Metal-lastig. Mit BREAKING TO ASHES, SCREAM YOUR PARADOXON und HOME REARED MEAT bot gleich die Hälfte der angetretenen Bands gepflegtes bis rüdes Geballer, und im weitesten Sinne konnte man auch MARTYRIA noch dem Metal-Genre zurechnen. Die beiden anderen Bands waren THE CAVE aus Lathen und DISTANCE REMAINS aus Meppen... Hier mal was aus der Geballer-Sektion:


Ich könnte jetzt natürlich mit detaillierten Zusammenfassungen zu allen Bands langweilen, aber ich will mal versuchen mich kurz zu fassen. Wie gesagt hatte ich von THE CAVE auch schon das meiste verpasst, die hatten mit der Startposition um 19 Uhr auch etwas die Arschkarte gezogen. Ich geh dann jetzt mal einfach nach selbst ausgedachten Kategorien vor:

Musikalität/Tightness/Technik:
Yeah, "Tightness" ... ich wollte das Wort immer mal benutzen: Check! ;) Insgesamt muss ich sagen, dass aktuelle Bandcontests hier in der Umgebung schon ein ziemlich beeindruckendes musikalisches Potential bieten und die Bands insgesamt einiges auf dem Kasten haben. Rumpeliges Schülercombo-Niveau wie vor ein paar Jahren ist da eigentlich eher selten vertreten. THE CAVE kamen mir noch recht jung vor, die 2 Songs die ich gesehen hab waren aber ganz passabel. Leicht abgestunken haben MARTYRIA, ich schätze mal das war wirklich deren erster (oder einer der ersten) Auftritt(e) und das passte alles noch nicht so wirklich... Der Rest war schon auf ziemlich hohem Niveau angesiedelt, wobei die ein oder andere Band auch mal hart mit dem Sound haderte, vor allen Dingen SCREAM YOUR PARADOXON...

Eingängigkeit:
Hm, da hab ich mir ja ne komische Kategorie ausgedacht... Also "am eingängigsten" waren dem Allgemeineimpfinden nach natürlich THE CAVE und DISTANCE REMAINS, deren Sound eher in Richtung Melodycore/Neo-Poppunk ging. MARTYRIA sorgten mit so einer Art Gothic-Rock/Metal eher für Fragezeichen in den Gesichtern der meisten Anwesenden. Und bei BREAKING TO ASHES, SCREAM YOUR PARADOXON und HOME REARED MEAT wurde natürlich so richtig die Axt geschwungen, speziell bei letzteren! Inklusive Pigsqueals und allem Zip und Zap, mein lieber Scholli! Der ein oder andere hauptverantwortliche JuZ-Bedienstete schüttelte verständnislos mit dem Kopf, ich hab's genau gesehen, haha... ;) Aber um noch mal auf die "Eingängigkeit" zurückzukommen: Der Begriff ist natürlich absolut relativ, denn heutzutage ist es ja durchaus so, dass kleine Teeniemädels da vor der Bühne das derbste Deathcore-Geballer abfeiern. Die Zeiten in denen man damit die Oma erschrecken konnte sind definitiv vorbei, der Sound ist definitiv im Mainstream angekommen und "gesellschaftsfähig". Das sieht man ja auch unter anderem daran, dass viele der Musikanten aussehen wie Vorzeigeschwiegersöhne, haha...


Gimmicks/Deko/Outfit:
So, jetzt wird's interessant, denn hier legten MARTYRIA relativ früh die Latte ziemlich hoch! Denn die hatten tatsächlich so selbstgebastelte Pappmaschee-Stalagmiten auf der Bühne, in die unter anderem auch der Mikroständer eingearbeitet war! Das gab spontane 10 Punkte von mir! Außerdem hatten die auch noch so einen Strahlerkasten, mit dem der Frontmann bedrohlich von unten angestrahlt wurde. Crazy shit! Der junge Mann sah übrigens auch noch aus wie eine Mischung aus Marilyn Manson und dem jungen Ihsahn von EMPEROR. Allerdings hätte er seinem Bassisten vielleicht sagen sollen, dass ein "Duff Beer" Shirt der düsteren Grundstimmung nicht so ganz zuträglich ist... Bis zur letzten Band dachte ich, das könnte nicht getoppt werden. Dann kam allerdings die gesamte Besetzung von HOME REARED MEAT in blutverschmierter Fleischerkostümierung auf die Bühne! Touché! Der eine Gitarrist sah auch noch aus wie der junge Fenriz von DARKTHRONE (irgendwie glaubte ich an dem Abend an jeder Ecke prominente Black Metaller zu sehen, scheint mir) und der "Sänger" mit den Dreadlocks trank ständig irgendetwas aus einer Saftkaraffe, das von Farbe und Konsistenz schwer an Morgenurin (Mittelstrahl) erinnerte. Puh, ein Fest für die Augen, die Wertung geht also doch an HOME REARED MEAT. Der Rest der Bands fiel optisch nämlich eher in der Rubrik "zivilisierter Westeuropäer"... Hier ein Videozeugnis von HOME REARED MEAT:


Publikumsreaktionen/Stage-Acting/Partyfaktor:
Die besten Publikumsreaktionen würde ich rein subjektiv mal bei DISTANCE REMAINS (spielten mit dem Publikum das "Hinsetzen" Spielchen), BREAKING TO ASHES (gute Metalcore-Party) und HOME REARED MEAT verorten.

"Hinsetzen" bei DISTANCE REMAINS ... vielen Dank, endlich Platz zum Fotografieren... ;)
Den besten Partyfaktor hatten definitiv HOME REARED MEAT, die den Laden absolut auseinander nahmen und gnadenlos abgefeiert wurden: sofern auf dem engen Areal möglich wurde gemosht, geheadbangt, Circlepit und Wall of Death gestartet und insgesamt stand das ganze "Jam" hier Kopf. Selten sowas gesehen in der Location!!! HOME REARED MEAT agierten auch als Band im Gesamtbild als absolute Maschine! Jedes Bandmitglied ging auf der Bühne ab wie die Sau ... während bei ein paar anderen Bands von einigen Musikern etwas statisch agiert wurde ... was ja auch okay ist, aber so entscheidet man natürlich die Stage-Acting-Wertung nicht für sich, näch?!? ;) SCREAM YOUR PARADOXON waren in der Beziehung auch etwas ungewöhnlich anzusehen, da die nur aus Sänger, Gitarrist und Schlagzeuger bestanden. Bassisten werden maßlos überbewertet, hab ich ja schon immer gesagt! ^^
Hier dann noch mal ein Video von HOME REARED MEAT. Letzter Song des Abends, da wurde noch mal so richtig aufgedreht:


Favoritenrollen:
Vor dem Contest hätte ich gesagt, dass DISTANCE REMAINS und BREAKING TO ASHES die besten Chancen haben. Rein aus der musikalischen Sicht und nicht zuletzt auch, weil beide Bands eine ziemlich passable Fanbase in Meppen haben. Für "Auswärtige" wie THE CAVE und SCREAM YOUR PARADOXON war es da natürlich schwer, auch wenn die sich gut schlugen. Nachdem der Schlussakkord gespielt war, musste ich allerdings auch HOME REARED MEAT in den Kreis der Favoriten aufnehmen, und ... man man man ... das wurde echt knapp mit der Stimmenauszählung!

Gossip:
Wie das immer so ist an solchen Abenden, wurde nach ein paar Bier auch wieder massig dummes Zeug geredet. Um den Spannungsbogen aufrecht zu halten werf ich das hier einfach mal ein ... z. B. die Geschichte mit der Pusteblume! Die entdeckte ich nämlich auf dem Handy-Display eines Musikers der in einer der Brutalo-Bands spielte! Zuckersüß! Harte Schale, weicher Kern! Im Vertrauen wurde mir allerdings gesteckt, dass er ein Soloprojekt namens BLOWFLOWER plant ... kann aber auch sein, dass ich mir das ausgedacht habe... mal gucken was da in Zukunft noch kommt: "Blowpower mit BLOWFLOWER!!!" ;) Desweiteren wurde noch die Gründung einer Meppener "Steiffenjugend" beschlossen, im Nachklapp zum legendären Christian Steiffen Auftritt im Dezember (lesen Sie HIER mehr). Außerdem hab ich eine HOME REARED MEAT CD von einem Typen gekauft der volle Kanne nach Grinsegras roch, skandalös! Na ja, der Bandnamen CANNABIS CORPSE ist ja leider schon vergeben... Ach und übrigens: Sollte sich das da oben angehört haben, als würde ich MARTYRIA durch den Kakao ziehen wollen - dem ist definitiv nicht so! Um ehrlich zu sein waren die für einige Gäste sogar ein wenig die Lachnummer des Abends, was ich ziemlich ungerecht finde. Wie gesagt schien mir das echt deren erster Auftritt zu sein und dafür haben die das konsequent durchgezogen. Den Arsch dazu muss man erstmal in der Hose haben, Hut ab dafür! Mein ich ernst!

Tragende Teile auf dem Herrenklo im Jugendzentrum... hat überhaupt nichts mit dem Bericht hier zu tun, aber egal...
Das Ergebnis:
Sooooo, es folgte dann ja noch die Bekanntgabe der Sieger! Ich hätte nach der letzten Band ja ehrlich gesagt fast vergessen zu voten, aber mir fiel zum Glück noch rechtzeitig ein, warum ich eigentlich da war... Wenig überraschend war der klare Sieg von DISTANCE REMAINS. Da können beim "Rock unter Linden" im Backstage schon mal die Gaskartuschen bereit gelegt werden... Interessanter wurde es dann bei Platz 2 - von der Bühne aus verkündete Nachwuchs-Marktschreierin Jenny L. (in Fachkreisen nennt man sie auch "Aale-Jenny") nämlich, dass nur eine einzige Stimme den Ausschlag gegeben hatte. Nun begab es sich, dass ich zwischen dem Bassisten von BREAKING TO ASHES und einer Person stand, die vorher großartig verkündet hatte für BREAKING TO ASHES stimmen zu wollen, nun aber überall rumtrompetete er hätte "aus Mitleid" für MARTYRIA gestimmt. Oh oh, ein böser Blick ... "Das hast du nicht wirklich gemacht, oder? Wenn wir jetzt verlieren..." Ich zog schon mal sicherheitshalber den Kopf ein ... und dann das Endergebnis: Es hatten tatsächlich auf der Zielgeraden HOME REARED MEAT um eine Stimme vor BREAKING TO ASHES gewonnen!!! Deren Sänger Bert war das egal, der spielt in beiden Bands ... aber ich musste erstmal zusehen, dass ich meinen Sidekick aus der Gefahrenzone bekam ... der Bassist von BREAKING TO ASHES war das nämlich nicht mit der Pusteblume auf dem Handy-Display, der hat stattdessen ein Hulk-Bild auf seinem Facebookprofil .. gefährlicher Typ! Ich konnte aber grobes Handgemenge verhindern, nachher hatten sich wieder alle lieb! Man muss aber auch sagen, dass BREAKING TO ASHES direkt im ersten Song eine Bass-Saite gerissen ist, gemäß Reglement war das wahrscheinlich ohnehin ein Grund zur Disqualifikation, hehe... Müsste ich mal nachschlagen...


Das war's dann im Großen und Ganzen auch schon wieder. Wie immer war der Contest perfekt organisiert, generell lief das im "Jam" wieder alles wie am Schnürchen! Der Abendabschluss fand dann wie gewohnt im Rockpalast statt, wo ich noch ein offenes Ohr für Englisch sprechende Partyrussen hatte, kurzzeitig eine Dr. Sommer Ecke für unglücklich verknallte Teenies aufmachen musste und once again übelst vom Russisch-Koks umgegrätscht wurde. Na ja, der Monat ist noch jung, diesen Samstag mach ich sogar selbst ein Konzert, mit DUESENJAEGER, GRIZZLY ADAMS BAND und PROPAGANDA NETWORK. Ich bitte um zahlreiches Erscheinen, mit Eskalation ist zu rechnen: http://www.facebook.com/events/272361846220604/

Freitag, 8. Juni 2012

Konzerte: Rock unter Linden 2012 ... und was sonst noch so war

Nu isses geschafft! Meppen hat sein erstes Musik-Großereignis 2012 überstanden, "Rock unter Linden" ist gelaufen! Dann kann ja jetzt der "Graf" kommen, haha...

Ich musste am 01.06.2012 ja ärgerlicherweise bis nachmittags arbeiten, so dass ich mit Anhang erst zu ADOLAR am Cut war. Aber auf Lohnarbeiter nehmen diese unverschämten Abiturienten ja keine Rücksicht! Ha, bald steckt ihr selbst im Hamsterrad des Kapitalismus, da werdet ihr euch noch umgucken!!!

Der erste Weg führte Kerstin, Ziege und mich aber erstmal zu Kaufland, denn wegen Glasverbots auf dem Festival-Platz wollten wir uns mal wieder stilecht an Dosenbier laben. Was aber gar nicht so einfach war, der ganze Laden war schon ordentlich geplündert und durch die Gänge schlurften noch massig durstig guckende Teenager! Wir rissen uns also schnell zwei Sechserträger Warsteiner 0,5 l vonner Palette und bahnten uns einen Weg durch das Tohuwabohu an der Kasse.

Vom Kaufland ging's dann direkt rüber zur Schülerwiese und bereits auf dem Marktplatz mussten wir schon diverse lattenstramme 14-jährige umschiffen... Die Schülerwiese war dann pickepackevoll mit Leuten, die erwarteten 2.500 bis 3.000 Leute waren wohl tatsächlich da.Und irgendwie schien mir das mit dem Glasverbot auch nicht soooo konsequent durchgesetzt worden zu sein, da sah man des Öfteren diverse Leute mit Hartspritbuddeln in ihren Rucksäcken hantieren.

Das Potpourri an anwesenden Leuten war auch recht bunt: von smarten Indieboys und -girls bis zum Bauernlümmel schien mir alles vertreten zu sein. Emo-Helmfrisuren, Metallermatten, Mädels in Reithosen und die Turbojugend Bad Bentheim... Leider auch wieder so ein Grüppchen Grauzonenvolk ... ich frag mich immer was die bei solchen eher "alternativen" Veranstaltungen wollen, aber ich glaube das sind einfach nur arme Fackeln, die da hingehen weil's umsonst ist und sie sonst nix im Leben haben. Was bleibt einem sonst auch übrig, wenn man so einer Loser-Ideologie hinterherrennt?


ADOLAR haben Stromausfall, viele Leute gucken interessiert zu!
Seltsam war auch, dass sich da einige Psychobillys rumtrieben. Vielleicht sammelten die sich aber auch für's METEORS-Konzert am 02.06. in Osnabrück Aber was würde P. Paul Fenech dazu sagen, wenn er wüsste, dass sich die Flattops einen Abend vorher auf so einer Abiturienten-Veranstaltung rumgetrieben haben?!? Nicht besonders psycho ... oder aber irgendwo in Meppen stieg die Fortsetzung vom 1993er "Psychobilly Woodstock" und ich hab's nur nicht mitgekriegt...

So, viel Bla Bla, aber noch keine Musik. Die ersten Takte bekam ich wie gesagt von ADOLAR mit. Die hatten schon am 12.03.2010 mal im Meppener Jugendzentrum gespielt, aber damals hat das leider noch nicht so viele Leute interessiert... Seitdem haben ADOLAR auf der Hipsterleiter aber wohl ein paar Sprossen nach oben genommen. Musikalisch finde ich die Band eher okay als richtig supergut, aber den Kids vor der Bühne gefiel es. Allerdings war der Sound auch eher mittelprächtig und zu allem Überfluss war plötzlich auch noch der komplette Strom weg. Im Mischerzelt stand so ein kleiner Red-Bull-Kühlschrank, der hat wahrscheinlich so viel Saft gezogen, haha. Doch: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Kurze Zeit später ging's weiter...

Etwa zu dem Zeitpunkt wurde mir auch das erste entblößte männliche Hinterteil gezeigt, von einem Typen (Name ist der Redaktion bekannt), der schon voller Stolz einen Edding-Moustache im Gesicht trug. Es ging also gut los, er wollte auch gar nicht damit aufhören, so dass sein nackter Arsch noch mehrmals in meinem Blickfeld auftauchte. *brrrrrr* Die Hitliste der besoffenen Leute führte für mich allerdings der Typ an, der sich vor lauter Strahligkeit schon um 18 Uhr kaum noch sitzend auf der Bank halten konnte, spritbedingt schielte bis zum Anschlag und dann beim Pissen am Abhang zum Stadtgraben mehrmals unfreiwillig versuchte durch seinen eigenen Mittelstrahl zu stolpern, aber irgendwie wie durch ein Wunder einen schwereren Sturz vermied. Tja, diese Ultra-Besoffenen haben ja meistens einen eigenen Schutzengel. Bis zum Ende war er da, Hut ab! Ich tippe auf 24 Stunden Filmriss und mittelschweren Leberschaden...

Nächster Schock: Ein Mitarbeiter der Emsland-Stasi tauchte auch und machte Fotos von mir. Dafür machte ich Fotos von ihm und seinem betrunkenen Freund Und ich wurde von einer jungen Dame auf "höchstens 24" geschätzt (weil ich Bart trug), da musste ich doch sehr lachen.

Die Emsland-Stasi im Einsatz! "IM Tapi" und sein Bodyguard!
Bevor ich aber wieder zu sehr von der Musik abschweife: ADOLAR brachten ihren Auftritt sauber über die Bühne, unterstützt von mehreren besoffenen Vorbandmitgliedern, die auf einer Bank am Bühnenrand irgendwie ihre eigene Party feierten. Wir machten danach einen kleinen Abstecher zum Marktplatz, wo der Besitzer vom Pub eine leichte Krise bekam, weil dutzende junger Menschen seine Toiletten unkontrolliert für Notdurft (und womöglich andere schlimme Dinge) missbrauchten und ich von einem komischen Typen angequatscht wurde, den ich zuerst für den Kannibalen von Montreal hielt. Gruselig...

Zurück am Platz fingen dann auch TURBOSTAAT als Headliner an. Coole Band, guter Auftritt, wie gewohnt, da brauche ich gar nicht viele Worte zu verlieren. Ich hatte es leider im Vorfeld versäumt die Band zu kontaktieren, cool wäre nämlich mal ein Mini-Konzert mit HALLO KWITTEN vor oder nach so einer Headliner-Show, fände ich. Aber da muss ich wohl warten bis die mal wieder in Meppen sind ... wann immer das sein mag, haha...


Dann die Katastrophe: Das Bier auf dem Festivalgelände war ausverkauft! Schon bevor TURBOSTAAT durch war! Unsere Dosenbiervorräte waren auch verbraucht! Na ja, wir haben's überlebt, aber komisch war's doch, dass auf so einem Event plötzlich der Sprit ausgeht...

Nachdem der TURBOSTAAT-Auftritt beendet war, sollte es noch ein Feuerwerk geben. Hm, das war zwar nur so la la, weil es noch relativ hell war, aber trotzdem netter Einfall. Wir stiefelten dann durch die Innenstadt, sorgfältig den überall anzutreffenden Kotzelachen ausweichend.

Nach kurzem Zwischenstopp im "Havanna" ging's dann weiter in den "Rockalast", da legten Gerd Dirty (aka Dom) und RiotOnTheRocks (aka Markus) bei der RuL-Aftershowparty auf. Deren Mucke geht ja eher in die Elektro-Richtung, da durfte man gespannt sein wie das im Palast ankommt ... Ich sag mal so: Ich war drauf vorbereitet, ein paar andere Leute (Stammgäste) aber offensichtlich nicht, haha! Ich muss auch zugeben, dass Dom mich mit so einem DJ-Set vor Jaaaahren auf einer eher Rock-orientierten Party mal hart genervt hat. An diesem Abend kam ich aber gut drauf klar, das ganze junge Gemüse im Laden stand auch irgendwie Kopf, so dass die beiden DJs auch gar nicht ans Aufhören dachten, obwohl deren Spielzeit schon längst zu Ende war. Aber alleine das Schauspiel, wie Dom oben in der DJ-Bude zu seiner eigenen Mucke am Abgehen war und zwischendurch schroff das Standard-Rockpalast-Wunschpublikum abfertigte, war schon eine Show für sich, haha...

Gerd Dirty bei der Arbeit: Fanatische Rockmusik-Wünscher wurden gnadenlos abgefertigt... ;)
Mein persönliches Fazit vom "Rock unter Linden" Tag:
Sehr angenehm war's! Wetter war gut, Bands auch (allerdings auch nur 2 gesehen, haha), Bier war kühl, viele Leute waren da und ich hab viele Leute getroffen, z. B. Jürgen von KÄFER K usw. usw... Immer gerne wieder!

Das allgemeine Fazit:
Also insgesamt war's okay, einziges Manko ist natürlich das alte Meppen-Problem: Besoffene wohin das Auge blickt! Teilweise auch offensichtlich Minderjährige... Und damit verbunden ist in Meppen leider auch immer so ein gewisses asoziales Verhalten, z. B. Gegenstände wahllos in die Menge werfen... Den Begriff benutzen ADOLAR am nächsten Tag in einem Facebook-Kommentar zum Festival: "Großteil Publikums asi wie wir..."

Na ja, von Stress in Richtung Kloppereien hab ich trotz der vielen Besoffenen zum Glück so gut wie nichts mitbekommen, das blieb auch wohl alles im Rahmen. Wermutstropfen allerdings: Nur so ein gefühltes ca. 1/4 der Leute interessierte sich tatsächlich für die Mucke, der Rest war nur zum Saufen da. Da muss sich die Meppener Jugend auch nicht wundern, wenn Meppen von Auswärtigen (z. B. von den Bands) als Hinterwäldler-Kaff angesehen wird. Das liegt nicht daran, dass Meppen per se als Stadt scheiße ist. Nein, das liegt eher daran, dass 70 bis 80 % der Jugendlichen hier offensichtlich nicht mehr drauf haben, als sich jedes Wochenende heftigst aus der Umlaufbahn zu schießen.

Man verstehe mich nicht falsch, ich hab selbst oft genug einen in der Krone... Aber kann das alles gewesen sein? Das ist doch auch nichts worauf man stolz sein kann... Saufen kann jeder. Das "Rock unter Linden" war gut organisiert und Musikfreunde kamen hier eine tollen Tag geboten. Schade ist nur, dass der Großteil der Leute so desinteressiert zu sein scheint, dass man da auch ein Schützenfestzelt mit Andrea Berg auf der Bühne hinstellen könnte, und ein Großteil des "Saufpublikums" würde es gar nicht merken. Also, wenn das hier einer von den Delinquenten liest: Nicht Meppen ist scheiße, an DIR liegt's!

***

Was war sonst? Ach hier, ein Schützenfestzelt hab ich ja oben schon erwähnt ... deswegen hab ich mich dann kurz nach dem "Rock unter Linden" auch 3 Tage beinhart in Dorfschützenfesttrubel gestürzt! So einmal im Jahr sollte man das machen, kann ich nur empfehlen! Würde ich mich das ganze Jahr nur in diesen oberschlauen Hipster-Musikinteressiertenkreisen rumtreiben würde ich ja wahnsinnig werden, haha! ;)

Dementsprechend hießen die ersten Livebands die ich nach TURBOSTAAT und ADOLAR gesehen hab dann auch STAR LIFE und SUN BEACH! Oder so ... diese Schützenfestcombos heißen ja alle irgendwie gleich! Und daneben noch diverse Schützenmusikanten- und Spielmannszüge. Rummtata sag ich nur! Wo ich jetzt so beinahe am Ende des Artikels angekommen bin, muss ich sagen, dass so ein Bericht von 3 Tagen Schützenfest sicherlich auch mal ganz interessant wäre, so als Sauf- und Sozialstudie ... haha, na ja, vielleicht nächstes Jahr... Ich bin jedenfalls Dienstags mit leerem Portmonee und dickem Kopf aufgewacht ... und einen BluRay-Player hatte ich auch noch gewonnen! Horrido!

Ein anderer Coup den ich gelandet hab war übrigens noch der Rockpalast-Logowettbewerb. Ihr wisst schon, der Palast feiert in diesem Jahr 30. Geburtstag und zum 25sten gab's schon so ein nettes T-Shirt. Auf das neue Shirt war ein Contest ausgeschrieben, den ich doch tatsächlich gewonnen hab. Das Motiv seht ihr weiter unten, so hatte ich's hingeschickt und so sieht's dann am Ende hoffentlich auch aus. Dann braucht der gemeine Rockpalastgänger bald nicht mehr in Kartoffelsäcken rumlaufen, und all die Spinner die den Laden seit Jahren nicht mehr von innen gesehen haben können sich natürlich auch wieder eins kaufen, der Credibility wegen...

Kleine Anmerkung: Die Shirts sollten in naher Zukunft beim Rockpalast eintreffen. Ihr könnt die beim Rockpalast kaufen, NICHT BEI MIR! Ich war nur das kreative Mastermind, mit Produktion und Verkauf hab ich nix zu tun. Dafür hab ich aber den ewigen Fame, yeah!!! ;)


Dienstag, 8. Mai 2012

Veranstaltungshinweise: Mai 2012 (plus Konzertberichte)

"Booooooaaaaaah, pennt der Typ?!?! Der Mai 2012 ist schon älter als ne Woche und auf dem doofen Minus Rockcity Blog stehen immer noch keine Veranstaltungshinweise..."

Jaaaaa, solche Gedanken sind gerechtfertigt, von daher will ich hier mal schnell Termine nachlegen. Und zu meiner Verteidigung sagen, dass ich auch schon auf Konzerten gewesen bin. Zwar hab ich das "Maikäferfestival" in Haren verpasst, weil ich den Tag vorher in Venlo war, aber nu...

Stichwort Venlo: Da war's mal sehr geil, die Holländer verstehen da was von. Anlass war das "Queensday Festival" im Club "Perron 55". Was auch so mehr oder weniger in einem Wohngebiet dort liegt, das im Laufe des Tages ordentlich beschallt werden sollte. In Deutschland im allgemeinen und Meppen im speziellen würden da ja schon wieder die Alarmglocken schrillen und jedes Ordnungsamt auf die Barrikaden gehen und so eine subversive Konzertveranstaltung unterbinden. Nicht so in Holland!

Das ganze Festival spielte sich auf 3 Bühnen ab, einmal Club-Indoor (Fassungsvermögen ca. 300-400 Leute), einmal Indoor-Treppe hoch (ca. 100-200 Leute) und einmal Outdoor (ca. 500-700 Leute, grob geschätzt). Speziell auf der Outdoor-Bühne wurde es auch schon mal ganz schön laut im näheren Umkreis. Aber während in Deutschland wahrscheinlich direkt irgendwelche Feierabend-Faschisten und Falschparker-Anzeiger Alarm gemacht hätten, fuhren in Holland ganze Familien mit Fahrrädern vorbei, wippten mit, freuten sich über die Musik und hielten sogar an um sich das mal aus der Nähe anzusehen. Als Asi-Deutsche waren wir natürlich mehrmals am Auto-Kofferraum um mitgebrachtes Bier zu trinken, da konnte man das schön beobachten! Übrigens hab ich am ganzen Tag nur einmal ein holländisches Polizeiauto vorbeifahren sehen. Relaxtes Völkchen, alles total easy da!

An Bands waren u. a. die STEVE ADAMYK BAND und die SONIC AVENUES aus Kanada vor Ort, die auch zwei coole frühe Sets spielten. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich die in Meppen zu Gast, was ein äußerst steiler Abend war! Die Dagewesenen werden sich erinnern, die nicht Dagewesenen haben was verpasst! Irgendwann werde ich meine Erinnerungen an den Abend auch mal hier auf dem Blog verbraten: große Thunfisch-Pita, Tupac-Shirt in 4XL, der Bier-Ex-Cup ging nach Kanada und am nächsten Tag waren 3 Fische im Aquarium tot. Meeeemoriiiiiieeeeees! ;)

Ansonsten spielten noch die COPYRIGHTS, BRAT FARRAR, NIMRODS, NOTHINGTON, COBRA SKULLS und zig andere. Das alles übrigens für schnappige 8,50 Euro, also sozusagen geschenkt. Alle Bands hab ich gar nicht gesehen (bzw. war es bei Chuck Ragan solo und später HOT WATER MUSIC auch kaum möglich bis zur Bühne zu kommen), aber absolute Zufallsentdeckung waren LARRY AND HIS FLASK, eine Horde total durchgeknallter Typen die alle aussahen wie Amish-People und definitv nicht alle Latten am Zaun hatten. Und ich hab endlich mal die LEGENDARY SHACK SHAKERS live gesehen!



Am 05.05. waren wir dann noch in Osnabrück beim "Punk-Fest" im Osnabrücker AZ. Das Programm war glücklicherweise eine gute Mischung und die Überraschungsband für mich kam direkt am Anfang: THE TRASH TEMPLARS! Vier blutjunge Typen in Ritterkostümen, die mit ihren Helmen (selbstgebaut aus Blecheimern) auf der Bühne Fussball spielten und auch die UNDERTONES gecovert haben. Ein hoch auf die deutsche Ritterjugend!


Danach kamen noch die äußerst schockigen EROTIC DEVICES aus Berlin, die auch meinen Buddy Ben Accident als Mercher dabei hatten. Ich muss schon sagen, als Emsländer denkt man ja man kann was auf, aber was der Mann sich an so einem Abend an Bier reinschüttet ... Hut ab! Da er auch einen Hut trug, war er für die TRASH TEMPLARS schon bald der "Man with the hat" und tat sich im weiteren Verlauf des Abends dadurch hervor als Stimmungskanone durch den Laden zu ziehen, zu rauchen wie ein Schlot und zu erzählen wie er mal nachts im Lingener JuZ eingeschlossen wurde. Es war niemand da, außer ihm und der Zapfanlage ... den restlichen Verlauf der damaligen Nacht könnt ihr euch vermutlich denken, haha... School of '97! Aber eigentlich war ich ja bei den EROTIC DEVICES, die machen 1A-RAMONEScore und schockten alles kaputt, hier der Beweis:


Im Übrigen haben die auch eine total kuriose Bandbesetzung. Ein in der Schweiz lebender Peruaner als Frontmann, ein Berliner an den Drums und eine Asiatin aus San Francisco die aber in Berlin lebt. Interessant anzusehen! Ansonsten spielten noch die BAT BITES aus Holland (guter Poppunk) und CAPITAL SCUM. Letztere waren angekündigt als "belgische Hardcore-Legende", haben mich aber wenig vom Hocker gehauen. Allerdings ist der Drummer bisher heißester Kandidat in Sachen "Fertigster Typ den ich 2012 auf der Bühne gesehen hab". Von der Optik her ein lebender Leichnam mit Dreadlocks und Augenrändern bis in die Kniekehlen. Zog sich während des Schlagzeugspielens einen Joint nach dem anderen rein, hatte aber trotz alledem eine ziemlich überzeugende Performance. Man braucht in so einer Band ja schon ordentlich Wumms, und das hatte er. Gottverdammt, leider kein Foto gemacht von dem Vogel...

Auch hier aber leider wieder die leidige Erkenntnis: Cooles Line-Up, nicht viel los! Ich wäre mir relativ sicher, dass an so einem Abend in Meppen mehr los gewesen wäre! Und was hab ich gelästert die letzten Jahre, das hier nix geht ... stimmt gar nicht! Sogar um einiges größere Städte wie Osnabrück leiden unter Publikumsschwund, da haben wir es echt noch gut! So muss es weitergehen, support your local scene! So manch einer wird sich sowieso noch umgucken, wenn in naher Zukunft die kleinen und mittelgroßen Festivals sterben. Der GEMA sei Dank!

Aber halt mal, hier sollte es ja eigentlich um Veranstaltungshinweise für Mai 2012 gehen. Ehrlich gesagt, so viel scheint gar nicht los zu sein... Aber dafür natürlich das Premiumevent am Pfingstsamstag! Wer da nicht kommt, bei dem fährt das Christkind im Dezember schnurstracks vorbei! Aber erstmal die anderen Sachen, here we go:

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SONNTAG, 13. MAI 2012
NOTHINGTON und THE DIMENSIONS in der Teestube Lindern. NOTHINGTON ist eine der Combos, die ich in Venlo verpasst hatte, also wäre Lindern im Cloppenburger Land evtl. eine Option die noch mal zu sehen. THE DIMENSIONS aus Ibbenbüren hab ich auch schon 2-3x irgendwo gesehen, auch geile Hunde! Termin am Sonntag ist natürlich eher ungünstig, aber Lindern eigentlich immer eine Reise wert, nur Bekloppte da... ;) Hier geht's zum Facebook-Event, mit allen weiteren Infos.
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MITTWOCH, 16. MAI 2012
DESONA und BIG BALLS COWGIRL im Lingener Koschinski. Mittwoch hört sich ja erstmal scheiße an, aber ... nächster Tag ist Feiertag!!! *dingdingding* ;)
Hier geht's zum Facebook-Event, mit allen weiteren Infos. BIG BALLS COWGIRL haben wohl auch ne neue CD am Start. Und bei DESONA spielt ja bekanntlich ex-BIG TENNIS Mann Tommy Bass!
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SAMSTAG, 26. MAI 2012
THE AFFECTED und ALITAVE und OUT OF PRACTISE im Meppener Jugendzentrum! Das wird der Knüller, denn das Konzert mach ich zusammen mit der "Initiative 2.0"! THE AFFECTED sind steile Burschen aus Ibbenbüren, aus der DONOTS/WATERDOWN/VADERS Ecke (teilweise auch mit personellen Überschneidungen) und die beiden anderen Bands dürften in Meppen ja bekannt sein. Also, ich will hier nicht viel Bla Bla veranstalten: KOMMT DA HIN!!!
Das wird cool, ich schwör! ;) Und kommt mir nicht mit so einem Scheiß wie "Das geht nicht, da muss ich zelten" oder so was! Besoffen im Wald liegen könnt ihr auch den Rest des Jahres, gute Bands spielen nicht alle Tage, also forza! :) Je nachdem wie das Ganze läuft wird's dann nach dem Sommer vielleicht noch mal mehr Konzerte von mir geben, je nachdem wie ich Lust und Zeit habe.
Alles Wichtige zum 26.5. findet ihr erstmal hier beim Facebook-Event! Klickt an, dass ihr kommt, teilt das Ding, erzählt es euren Freunden. Da wird gerockt!!!


Und das war's auch schon für Mai, zumindest was ich so mitbekommen habe. Wenn ich noch was vergessen hab, bitte Nachricht! Ich bin nicht allwissend, aber ich arbeite daran! Was ich mir noch so an Auswärtsoptionen offenhalte sind diese Sachen hier:

10.05. - GENITAL HOSPITAL - Osnabrück
11.05. - DAMPFMASCHINE - Osnabrück (Maiwoche)
oder am gleichen Tag HELL SHOVEL in Münster...

Und da es am 01. Juni schon weitergeht, will ich hier mal direkt den Ausblick darauf geben, bevor ich Anfang Juni wieder zu lahmarschig bin mit den Veranstaltungstipps: ROCK UNTER LINDEN!!! Umsonst und draußen! Mit Knüllern wie ADOLAR und TURBOSTAAT! Weil das Ganze wieder mit meinen Arbeitszeiten kollidiert werde ich wohl wieder die Hälfte verpassen, aber zu späterer Stunde sieht man sich da! :)
Wie immer gibt's beim Facebook-Event alle Infos zum "Rock unter Linden"!

Aber vorher erstmal den Mai überstehen. Nicht vergessen am 26.05. ins JuZ Meppen zu kommen! Bis dahin! Prost!